Windows 11 im Test: Zwei Schritte nach vorne - und einer zurück
Denn am neuen Startmenü experimentierte Microsoft schon seit Jahren herum. Lange Zeit arbeitete der Redmonder Konzern an und mit einer gegenüber Windows 10 leicht veränderten Version. Man entschied sich aber letztlich zu jenem Startmenü, das für das - wieder eingestampfte - Windows 10X entworfen wurde.
Das neue Startmenü präsentiert sich jedenfalls in einer im Vergleich zu Windows 10 reduzierten und aufgeräumten Optik. Diese besteht aus drei bis vier Hauptbereichen: Ganz oben ist die Suchleiste, darunter die als 3 x 6-Raster angeordneten Icons. Das ist die zentrale Übersicht der wichtigsten Symbole für "angepinnte" Apps und Ordner.
Das neue Startmenü: schick, aber star
Darunter ist der "Empfohlen"-Bereich, dort landen automatisch die sechs zuletzt verwendeten Dokumente, Bilder und sonstigen Dateien. Ganz unten ist eine anpassbare Leiste: In dieser lassen sich bestimmte Elemente bzw. Verknüpfungen (Einstellungen, Explorer, Dokumente-, Download-, Musik-Ordner etc.) platzieren, um diese bequem und schnell über das Startmenü zu erreichen.
Ziel von Microsoft war es offenbar, das Startmenü zu entschlacken. Denn jenes von Windows 10 hatte durchaus die Tendenz, sich mit der Zeit zu überladen. Wer das bisherige Startmenü intensiv genutzt hat, der musste es auch ebenso häufig von ungenutzten Apps und Live-Kacheln säubern.
Das ist auch gelungen, denn das Startmenü von Windows 11 legt einen großen Fokus auf Elemente und Aktionen, die man häufig verwendet. Zumindest auf der "Startseite" des Startmenüs. Denn es gibt auch Buttons für "Alle Apps" und "Mehr" (Dateien), diese führen zu einer vollständigen Liste an Anwendungen bzw. einer größeren Auswahl an empfohlenen Dateien.
Dabei kann man durchaus sagen, dass das Startmenü, wie auch viele andere neue Windows-Elemente, einiges an Gewöhnung erfordern. Nutzer, die dieses Interface-Element nur gelegentlich nutzen, können von der Simplifizierung sogar profitieren, da die tatsächlich mitverwendeten Elemente klar in den Mittelpunkt rücken.
Wer hingegen viele Individualisierungsmöglichkeiten braucht, der wird mit dem neuen Startmenü vermutlich nicht glücklich, im Gegenteil: Denn das 3 x 6-Gitter ist komplett starr, eine Gruppierung mehrerer Apps in Ordnern ist nicht möglich. Die Position ist auch nicht frei wählbar, die Icons rücken also stets nach. Die Größe der App-Symbole ist ebenfalls nicht anpassbar.
Ebenfalls unglücklich: Derzeit können die "empfohlenen" Dokumente unten zwar deaktiviert werden, der dafür vorgesehene Bereich bleibt dann aber einfach leer. Das ist eine ziemlich unglückliche Lösung und zeigt gut, dass Microsoft so manches nicht konsequent genug zu Ende gedacht hat.
Die Taskleiste kann mittig oder links platziert und in drei Größen eingestellt werden
Verwirrend bzw. ungewohnt ist für langjährige Windows-Nutzer die Position und manch einer wird die Ausrichtung sofort auf die klassische Position links ändern. Das ist möglich, fühlt sich aber auch irgendwie "falsch" an. Wir haben uns nach mehrmaligem Hin- und Herschieben letztlich dazu entschieden, die Taskleiste in der Mitte zu belassen. Das erfordert eine nicht ganz einfache Umstellung, nämlich jahre- und jahrzehntelang antrainierte (Maus-)Gewohnheiten aufgeben zu müssen, im Kontext von Windows 11 ist das aber die naheliegende Positionierung.
Letzteres ist durchaus entscheidend: Denn Microsoft hat sich auch hier entschieden, Änderungen vorzunehmen, die manch einen verwirren und verärgern dürfte. Denn in der neuen Taskleiste sind die Apps immer und ausnahmslos gruppiert. Die alten länglichen Schaltflächen für Anwendungen gibt es nicht mehr, mehrere Fenster eines bestimmten Programms sind immer hinter nur einem Icon versteckt.
Das neue Startmenü präsentiert sich jedenfalls in einer im Vergleich zu Windows 10 reduzierten und aufgeräumten Optik. Diese besteht aus drei bis vier Hauptbereichen: Ganz oben ist die Suchleiste, darunter die als 3 x 6-Raster angeordneten Icons. Das ist die zentrale Übersicht der wichtigsten Symbole für "angepinnte" Apps und Ordner.
Das neue Startmenü: schick, aber star
Darunter ist der "Empfohlen"-Bereich, dort landen automatisch die sechs zuletzt verwendeten Dokumente, Bilder und sonstigen Dateien. Ganz unten ist eine anpassbare Leiste: In dieser lassen sich bestimmte Elemente bzw. Verknüpfungen (Einstellungen, Explorer, Dokumente-, Download-, Musik-Ordner etc.) platzieren, um diese bequem und schnell über das Startmenü zu erreichen.
Ziel von Microsoft war es offenbar, das Startmenü zu entschlacken. Denn jenes von Windows 10 hatte durchaus die Tendenz, sich mit der Zeit zu überladen. Wer das bisherige Startmenü intensiv genutzt hat, der musste es auch ebenso häufig von ungenutzten Apps und Live-Kacheln säubern.
Das ist auch gelungen, denn das Startmenü von Windows 11 legt einen großen Fokus auf Elemente und Aktionen, die man häufig verwendet. Zumindest auf der "Startseite" des Startmenüs. Denn es gibt auch Buttons für "Alle Apps" und "Mehr" (Dateien), diese führen zu einer vollständigen Liste an Anwendungen bzw. einer größeren Auswahl an empfohlenen Dateien.
Dabei kann man durchaus sagen, dass das Startmenü, wie auch viele andere neue Windows-Elemente, einiges an Gewöhnung erfordern. Nutzer, die dieses Interface-Element nur gelegentlich nutzen, können von der Simplifizierung sogar profitieren, da die tatsächlich mitverwendeten Elemente klar in den Mittelpunkt rücken.
Wer hingegen viele Individualisierungsmöglichkeiten braucht, der wird mit dem neuen Startmenü vermutlich nicht glücklich, im Gegenteil: Denn das 3 x 6-Gitter ist komplett starr, eine Gruppierung mehrerer Apps in Ordnern ist nicht möglich. Die Position ist auch nicht frei wählbar, die Icons rücken also stets nach. Die Größe der App-Symbole ist ebenfalls nicht anpassbar.
Ebenfalls unglücklich: Derzeit können die "empfohlenen" Dokumente unten zwar deaktiviert werden, der dafür vorgesehene Bereich bleibt dann aber einfach leer. Das ist eine ziemlich unglückliche Lösung und zeigt gut, dass Microsoft so manches nicht konsequent genug zu Ende gedacht hat.
Taskleiste
Das gilt auch für die zweite große Neuerung, die dem Nutzer sofort ins Auge springen dürfte: die Taskleiste. Diese präsentiert sich von Haus aus mittig, auch das ist ein Überbleibsel von Windows 10X. Hier ist die Inspiration kaum zu leugnen, denn das Dock von MacOS sieht natürlich ganz ähnlich aus.
Die Taskleiste kann mittig oder links platziert und in drei Größen eingestellt werden
Verwirrend bzw. ungewohnt ist für langjährige Windows-Nutzer die Position und manch einer wird die Ausrichtung sofort auf die klassische Position links ändern. Das ist möglich, fühlt sich aber auch irgendwie "falsch" an. Wir haben uns nach mehrmaligem Hin- und Herschieben letztlich dazu entschieden, die Taskleiste in der Mitte zu belassen. Das erfordert eine nicht ganz einfache Umstellung, nämlich jahre- und jahrzehntelang antrainierte (Maus-)Gewohnheiten aufgeben zu müssen, im Kontext von Windows 11 ist das aber die naheliegende Positionierung.
Letzteres ist durchaus entscheidend: Denn Microsoft hat sich auch hier entschieden, Änderungen vorzunehmen, die manch einen verwirren und verärgern dürfte. Denn in der neuen Taskleiste sind die Apps immer und ausnahmslos gruppiert. Die alten länglichen Schaltflächen für Anwendungen gibt es nicht mehr, mehrere Fenster eines bestimmten Programms sind immer hinter nur einem Icon versteckt.
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