Nach Protest: Trump-Regierung schaltet Ozean-Messnetz doch nicht ab
Die US-Regierung will die geplante Abschaltung eines milliardenschweren wissenschaftlichen Systems zur Überwachung der Ozeane offenbar doch nicht umsetzen. Nach heftiger Kritik zeichnet sich eine Kehrtwende bei der Ocean Observatories Initiative (OOI) ab.
Inzwischen deutet alles darauf hin, dass die Regierung ihren Kurs korrigiert. Nach Informationen der New York Times soll die Rücknahme der Entscheidung zeitnah offiziell bekanntgegeben werden. Auch die demokratische Abgeordnete Zoe Lofgren, ranghöchstes Mitglied ihrer Partei im Wissenschaftsausschuss des Repräsentantenhauses, erklärte, die Entscheidung zur Rettung des Programms sei gefallen.
Die Ocean Observatories Initiative wurde mit einem Budget von mehr als 350 Millionen Dollar aufgebaut und wird vom Bund finanziert. Das System umfasst zahlreiche Messstationen im Atlantik und Pazifik, die kontinuierlich Daten zu Meeresströmungen, Salzgehalt, Temperatur, chemischer Zusammensetzung und sogar tektonischen Aktivitäten erfassen. Die Informationen werden von Forschungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen genutzt.
Neben der Klimaforschung spielen die Daten auch für Wettervorhersagen und das Management von Fischbeständen eine wichtige Rolle. Gerade diese vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sorgten nach Bekanntwerden der Abschaltungspläne für breiten Widerstand. Wissenschaftler warnten vor erheblichen Folgen für laufende Forschungsprojekte und langfristige Datensammlungen.
Unklar bleibt allerdings, ob während des vergangenen Monats bereits Teile der Infrastruktur demontiert wurden. Lofgren erklärte, derzeit sei noch nicht bekannt, welchen Schaden die Maßnahmen möglicherweise bereits angerichtet hätten. Ihrer Ansicht nach hätte die Abschaltung niemals erfolgen dürfen. Ob die ursprüngliche Entscheidung rechtlich angreifbar gewesen wäre, dürfte nun möglicherweise nicht mehr vor Gericht geklärt werden müssen.
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Äußerst wichtige Daten
Im Mai hatte die Trump-Regierung überraschend angekündigt, das ausgedehnte Messnetzwerk außer Betrieb zu nehmen. Eine offizielle Begründung blieb damals aus. Da die Anlage seit Jahren wichtige Daten zur Entwicklung des Klimas liefert, vermuteten viele Beobachter jedoch politische Motive hinter der Entscheidung. Das Projekt gilt als bedeutendes Instrument zur Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Weltmeere.Inzwischen deutet alles darauf hin, dass die Regierung ihren Kurs korrigiert. Nach Informationen der New York Times soll die Rücknahme der Entscheidung zeitnah offiziell bekanntgegeben werden. Auch die demokratische Abgeordnete Zoe Lofgren, ranghöchstes Mitglied ihrer Partei im Wissenschaftsausschuss des Repräsentantenhauses, erklärte, die Entscheidung zur Rettung des Programms sei gefallen.
Die Ocean Observatories Initiative wurde mit einem Budget von mehr als 350 Millionen Dollar aufgebaut und wird vom Bund finanziert. Das System umfasst zahlreiche Messstationen im Atlantik und Pazifik, die kontinuierlich Daten zu Meeresströmungen, Salzgehalt, Temperatur, chemischer Zusammensetzung und sogar tektonischen Aktivitäten erfassen. Die Informationen werden von Forschungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen genutzt.
Neben der Klimaforschung spielen die Daten auch für Wettervorhersagen und das Management von Fischbeständen eine wichtige Rolle. Gerade diese vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sorgten nach Bekanntwerden der Abschaltungspläne für breiten Widerstand. Wissenschaftler warnten vor erheblichen Folgen für laufende Forschungsprojekte und langfristige Datensammlungen.
Es gibt schon Schäden
Der politische Druck nahm zuletzt deutlich zu. Erst am Mittwoch hatte der US-Senat einstimmig eine Maßnahme unterstützt, die den Abbau des Systems verhindern sollte. Die nun erwartete Kehrtwende wird daher als Reaktion auf die wachsende Kritik gewertet.Unklar bleibt allerdings, ob während des vergangenen Monats bereits Teile der Infrastruktur demontiert wurden. Lofgren erklärte, derzeit sei noch nicht bekannt, welchen Schaden die Maßnahmen möglicherweise bereits angerichtet hätten. Ihrer Ansicht nach hätte die Abschaltung niemals erfolgen dürfen. Ob die ursprüngliche Entscheidung rechtlich angreifbar gewesen wäre, dürfte nun möglicherweise nicht mehr vor Gericht geklärt werden müssen.
Zusammenfassung
- Trump-Regierung stoppt überraschend geplante Abschaltung der OOI
- Messnetz liefert seit Jahren wichtige Daten zur Klimaveränderung
- Kritik und Druck aus Politik führten zur Kehrtwende der Behörden
- Wissenschaftler warnten eindringlich vor Schäden für die Forschung
- US-Senat verhinderte mit einstimmigem Votum den Abbau der Anlage
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