Windows 11 im Test: Zwei Schritte nach vorne - und einer zurück

Deshalb finden wir die neue Version des Info-Centers durchaus gelungen: Denn in Windows 11 sind die Benachrichtigungen deutlich dezenter und auch "versteckter". In gewisser Weise nimmt sich das Info-Center nicht mehr ganz so wichtig wie früher. Denn wenn etwas Neues gibt, erscheint rechts unten ein Kreis mit einer Zahl. Ist diese einmal weg, gibt es auch keinen dezidierten Button mehr, um das Info-Center zu erreichen - das lässt sich nun über einen Klick auf die Uhrzeit durchführen, dabei sind die Benachrichtigungen über dem Kalender (der sich minimieren lässt) und dadurch wirkt alles deutlich dezenter als früher.

Widgets

Eine noch relativ junge Funktionalität sind die Widgets, jedenfalls wenn man außer Acht lässt, dass es etwas ähnliches bereits bei Vista und Windows 7 gab. Anfang des Jahres hat Microsoft jedenfalls ein neues Wetter- und Nachrichten-Widget freigegeben, dieses wurde aber im Hinblick auf Windows 11 ausgebaut und auch verbessert.
Windows 11 im Test Widgets: Gute Idee... Windows 11 im Test ...schlecht umgesetzt
Die Widgets sind nun über ein eigenes Taskleistensymbol oder wahlweise per Windows + W erreichbar und nicht mehr über eine recht unglückliche Position rechts unten. Die neuen Widgets, die von links aufgehen und etwa ein gutes Drittel des Bildschirms überdecken, ersetzen durchaus die Live Tiles aus den Vorgängern, bieten aber deutlich mehr Informationsgehalt.

Das Problem dabei: Einen echten Mehrwert haben die Widgets trotzdem nicht, jedenfalls noch nicht. Das liegt vor allem an der bisher eher überschaubaren Anzahl und Auswahl. Das vielleicht sinnvollste ist (wie so oft) das Wetter-Widget, dieses gibt einen schnellen Blick auf Temperatur, Regenwahrscheinlichkeit und Voraussage. Ansonsten dürften sich auch Intensiv-Nutzer des Outlook-Kalenders auf ein Widget freuen, auch Microsofts To Do könnte dem einen oder anderen gefallen.

Der Rest ist hingegen eher sinnlos. Das Sport-Widget informiert zwar über Ergebnisse, bei der Suche nach einem bestimmten Team verweigert es aber die Zusammenarbeit. Die Widgets für Fotos und Unterhaltung sind ebenfalls weitgehend sinnbefreit. Das älteste und auch größte Widget ist der Bereich für Nachrichten. Diesen speist die Microsoft-eigene News-Schiene MSN Nachrichten, doch wer sich über das Widget informieren bzw. einen schnellen News-Überblick haben will, der wird erst viele Anpassungen vornehmen müssen (wenn sie denn überhaupt funktionieren).

Denn MSN Nachrichten überschwemmt einen mit Infos, die man nie wollte, nicht braucht und nie brauchen wird. Eine besondere Schwäche hat Microsoft offenbar für Irrelevantes aus dem Showbusiness. Wer wissen will, welcher Schlagerstar gerade schwanger ist oder mit wem Schluss gemacht hat, für den ist das Widget bestens geeignet. Andere müssen versuchen, diese Themen wegzublocken bzw. den Feed zu personalisieren - was nicht einfach ist, da das Widget auch zu Bugs neigt und sich für die Nutzerwünsche offenbar nicht interessiert.

Es ist denkbar oder sogar wahrscheinlich, dass die Widgets an Mehrwert gewinnen, wenn auch Drittanbieter passende Lösungen liefern. Die Frage ist: Werden andere Unternehmen als Microsoft einen Grund bzw. Anreiz dafür haben? Das wird zwar erst die Zeit zeigen, hohe Wetten würden wir darauf aber nicht abgegeben. Windows 11 im Test Über diese neuen Snap-Optionen...

Snap-Layout-Fenster

Bisher haben wir uns den großen Aspekten der Benutzeroberfläche gewidmet, Windows 11 bietet aber viele kleinere Anpassungen, von der Nutzer profitieren können. Eine davon ist die neue und überaus praktische Snap-Auswahl, die Nutzer der PowerToys-Toolsammlung bereits kennen und nutzen. Windows 11 im Test ...gelangt mit wenigen Klicks zu dieser Aufteilung (und anderen) Denn wenn man mit der Maus auf das Maximieren-Symbol eines Fensters fährt, öffnet sich ein kleines Interface mit sechs unterschiedlichen Fenster-Anordnungen. Klickt man ein Element an, dann wird das aktuelle Fenster in diese Position gebracht. Doch das ist nicht alles: Die verbleibenden Möglichkeiten kann man im Anschluss auf Knopfdruck den sonstigen offenen Fenstern zuweisen. Dadurch kann man beispielsweise schnell und effektiv ein großes und zwei kleinere Fenster anordnen, den Bildschirm vierteilen etc.


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