Windows 11 im Test: Zwei Schritte nach vorne - und einer zurück
Wer also zwei oder mehr Browser-Fenster oder Word-Dokumente geöffnet hat und schnell zwischen ihnen wechseln bzw. sie in den Vordergrund klicken will, der muss ständig mit dem Cursor auf das jeweilige Icon fahren. Daraufhin öffnen sich die kleinen Fenster-Vorschauen und erst dann lässt sich das gewünschte Fenster in den Vordergrund klicken. Für all jene, die mit vielen Fenstern arbeiten, ist das ein Graus und artet zu einer Klickorgie aus.
Auf eine andere viel kritisierte Einschränkung, nämlich das nicht unterstützte Ziehen von Ordnern in die Taskleiste (sowie Öffnen von Dateien über dort abgelegte Anwendungen), wird Microsoft noch reagieren, hier wird bereits an Lösungen gearbeitet. Dabei kann und muss man sich fragen, warum Microsoft die Funktionalität der Taskleiste so stark beschränkt hat - ein echter Grund fällt uns beim besten Willen nicht ein.
Teams ist integriert und eignet sich für den schnellen Chat zwischendurch
Das ist eine an sich sinnvolle Integration einer Chatfunktion für alle. Denn um mit jemandem in Kontakt treten zu können, genügt die Eingabe eines Namens (sofern dieser im Adressbuch hinterlegt ist), der E-Mail oder Telefonnummer. Ist der/die jeweilige Nutzer*in bei Microsoft angemeldet, dann kann man auch direkt loslegen, andernfalls bekommt man eine Einladung.
Diese neue Funktion eignet sich sicherlich gut für schnelle und unkomplizierte Chats mit Freunden und Verwandten. Sie ersetzt aber kein Business-Teams, die Haupt- bzw. Original-Suite von Teams wird auch nicht direkt unterstützt. Wer beide Versionen nutzt, muss auch zwei Teams-Versionen offen haben. Für einen simplen und schnell erreichbaren Chat mit Verwandten ist die Lösung aber gut geeignet.
Das neue Kontextmenü hat zwei 'Ebenen', eine simplifizierte...
Auch beim Kontextmenü hat Microsoft Anpassungen vorgenommen, die man als Simplifizierung und Entschlackung bezeichnen kann. Genauer gesagt gibt es in den Rechtsklick-Menüs nun zwei "Ebenen". Die wichtigsten Funktionen wie Kopieren, Ausschneiden, Umbenennen, Freigeben und Löschen gibt es nun ganz oben als Symbole, darunter kommen diverse wichtige Funktionen wie etwa das Drehen bei Bildern, Öffnen (mit), in ZIP-Datei komprimieren und ähnliches.
...und eine mit erweriterten Optionen
Das ist weniger als bei Windows 10, doch verschwunden sind diese Funktionalitäten deshalb trotzdem nicht. Stattdessen sind sie in gewisser Weise auf einer zweiten "Seite" des Kontextmenüs. Denn ganz unten gibt es "Weitere Optionen anzeigen". Klickt man das an, öffnet sich im Wesentlichen das erweiterte und umfangreiche Kontextmenü, das wir von Windows 10 kennen.
Das ist keine schlechte Lösung, da das Kontextmenü vielfach durchaus die Tendenz hatte, überladen zu sein. Die Art, wie es Windows 11 macht, bedeutet zwar für Nutzer, die gewohnt sind, eine bestimmte Funktionalität ständig per Rechtsklick zu erreichen, einen Klick mehr, die meisten Anwender werden aber gut mit dem neuen Menü leben können. Auch hier wäre zwar etwas mehr Individualisierung kein Fehler, doch das sollte man gerade bei diesem Feature eher nicht erwarten.
Rechtsklick auf die Taskleiste
Eine weitere unverständliche Entscheidung von Microsoft ist es, den Rechtklick auf die Taskleiste nahezu komplett zu entschärfen. Denn bislang konnte man auf diese Weise diverse Einstellungen über das aufgehende Kontextmenü vornehmen. Bei Windows 11 hingegen kommt man per Rechtsklick nur noch zum Punkt "Taskleisteneinstellungen". Klickt man diesen an, öffnet sich die reguläre Einstellungs-App.Auf eine andere viel kritisierte Einschränkung, nämlich das nicht unterstützte Ziehen von Ordnern in die Taskleiste (sowie Öffnen von Dateien über dort abgelegte Anwendungen), wird Microsoft noch reagieren, hier wird bereits an Lösungen gearbeitet. Dabei kann und muss man sich fragen, warum Microsoft die Funktionalität der Taskleiste so stark beschränkt hat - ein echter Grund fällt uns beim besten Willen nicht ein.
Teams ist integriert und eignet sich für den schnellen Chat zwischendurch
Teams-Integration
In der Taskleiste neu und auch vorinstalliert ist ein "Chat"-Symbol. Dieses mag den einen oder anderen anfangs etwas verwirren, doch dabei handelt es sich letztlich um eine simplifizierte Version von Microsoft Teams. Darüber erreicht man im Wesentlichen zwei Funktionalitäten: Text-Chats und die Meet genannten Videoanrufe.Das ist eine an sich sinnvolle Integration einer Chatfunktion für alle. Denn um mit jemandem in Kontakt treten zu können, genügt die Eingabe eines Namens (sofern dieser im Adressbuch hinterlegt ist), der E-Mail oder Telefonnummer. Ist der/die jeweilige Nutzer*in bei Microsoft angemeldet, dann kann man auch direkt loslegen, andernfalls bekommt man eine Einladung.
Diese neue Funktion eignet sich sicherlich gut für schnelle und unkomplizierte Chats mit Freunden und Verwandten. Sie ersetzt aber kein Business-Teams, die Haupt- bzw. Original-Suite von Teams wird auch nicht direkt unterstützt. Wer beide Versionen nutzt, muss auch zwei Teams-Versionen offen haben. Für einen simplen und schnell erreichbaren Chat mit Verwandten ist die Lösung aber gut geeignet.
Das neue Kontextmenü hat zwei 'Ebenen', eine simplifizierte...
Kontextmenü
Die dritte zentrale Änderung der grundsätzlichen Nutzung bzw. Oberfläche ist das neue Kontextmenü. Auch hier hat Microsoft die Optik (erfolgreich) überarbeitet. Das Kontextmenü von Windows 11 passt sich schön ins Gesamtbild der überarbeiteten UI ein, die runden Ecken und neuen Symbole sehen modern und wie wir finden gelungen aus. Das ist sicherlich eine Geschmacksfrage, aber uns gefallen sie gut.Auch beim Kontextmenü hat Microsoft Anpassungen vorgenommen, die man als Simplifizierung und Entschlackung bezeichnen kann. Genauer gesagt gibt es in den Rechtsklick-Menüs nun zwei "Ebenen". Die wichtigsten Funktionen wie Kopieren, Ausschneiden, Umbenennen, Freigeben und Löschen gibt es nun ganz oben als Symbole, darunter kommen diverse wichtige Funktionen wie etwa das Drehen bei Bildern, Öffnen (mit), in ZIP-Datei komprimieren und ähnliches.
...und eine mit erweriterten Optionen
Das ist weniger als bei Windows 10, doch verschwunden sind diese Funktionalitäten deshalb trotzdem nicht. Stattdessen sind sie in gewisser Weise auf einer zweiten "Seite" des Kontextmenüs. Denn ganz unten gibt es "Weitere Optionen anzeigen". Klickt man das an, öffnet sich im Wesentlichen das erweiterte und umfangreiche Kontextmenü, das wir von Windows 10 kennen.
Das ist keine schlechte Lösung, da das Kontextmenü vielfach durchaus die Tendenz hatte, überladen zu sein. Die Art, wie es Windows 11 macht, bedeutet zwar für Nutzer, die gewohnt sind, eine bestimmte Funktionalität ständig per Rechtsklick zu erreichen, einen Klick mehr, die meisten Anwender werden aber gut mit dem neuen Menü leben können. Auch hier wäre zwar etwas mehr Individualisierung kein Fehler, doch das sollte man gerade bei diesem Feature eher nicht erwarten.
Info-Center
Das Benachrichtigungs- und Info-Center in der rechten unteren Ecke gibt es seit Windows 10, doch Hand aufs Herz: Wer nutzt es schon (intensiv)? Vielleicht ist auch das Gewöhnungssache und man kann auch dieses Feature intensiv nutzen: In der Redaktion konnten wir niemanden finden, der laut rief: "Jau, Info-Center! Ohne könnte nicht leben!"
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