Windows 11: Microsoft spricht über die Entstehung des Startmenüs

Neben einem neuen, systemweiten Design-Update gehören vor allem die Taskleiste und das Startmenü zu den wichtigsten Änderungen, die Microsoft mit Windows 11 einführen wird. In einem Video erklären die Redmonder nun zumindest oberflächlich, welche Ideen gesammelt wurden, um die wohl essentiellsten Anlaufstellen nahezu von Grund auf neu zu gestalten. Dabei sollen vor allem drei Punkte für Entwickler und Nutzer im Mittelpunkt gestanden haben - die Suche, Dateien und Programme. Und genau auf dieser Basis entsteht jetzt das neue Startmenü.
Windows 11 (Build 21996.1)Das neue Startmenü... Windows 11 (Build 21996.1)...auch im Dark Mode... Windows 11 (Build 21996.1)...und mit Teams-Integration

Viele Fragen mussten beantwortet und wichtige Features gestrichen werden

Das bisher nur wenig beachtete Video des Unternehmens wurde von Windows Latest in den Mittelpunkt gerückt und das Wall Street Journal beschreibt Microsofts Prozess in ihrem Bericht als "Ergebnis jahrelanger Untersuchungen und Tests von einem 40-köpfigen Entwicklerteam". Wichtige Fragen, die es laut Video zu klären galt: Sollte das Startmenü linksbündig oder mittig ausgerichtet sein? Soll es ein Suchfeld geben? Sollte es eine Liste mit allen Anwendungen geben, damit sich das Startmenü vertraut anfühlt? Sämtliche Fragen beantworteten die Entwickler scheinbar mit einem Ja, denn alle Punkte werden im neuen Windows 11 integriert.

Im WSJ-Interview erklären die Microsoft-Manager ihre Entscheidung, warum man die Icons innerhalb der Taskleiste und den Startbutton im Speziellen ab Werk zentriert anordnet: "Ich erinnere mich, dass wir sicherstellen wollten, dass sich der Startknopf effizient anfühlt, und wir haben auch bemerkt, dass Windows in Bezug auf die Geräte, auf denen es verwendet wird, flexibler geworden ist: von winzigen Tablets über PCs bis hin zu diesen gigantischen, 50 Zoll großen, ultrabreiten Monitoren." Gerade Letzteren wollte man so zum Beispiel den langen Weg in die untere linke Ecke ersparen.

Mit dem neuen Taskleisten- und Startmenü-Design lässt Microsoft unter Windows 11 jedoch auch einige nützliche Funktionen fallen, wie wir bereits im Vorfeld berichteten. Vor allem die fehlende Möglichkeit, Programme via Drag-and-Drop an die Taskleiste anzuheften oder diese mit dem Ziehen passender Dateien direkt zu öffnen, empfinden viele Nutzer als Downgrade. Ob die Features bis zum Release im Oktober zurückgebracht werden, bleibt offen.

Siehe auch:
Dieses Video empfehlen
Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Microsoft UX-Designer: "Was wäre wenn wir dem Nutzer sämtliche Anpassungsmöglichkeiten wegnehmen und auf den Funktionsumfang vom iOS 1 Startbildschirm zurückfallen würden?"
 
@davidsung: Von Apple lernen heißt siegen lernen^^
 
War nicht das anheften der Programme in der Taskleiste eines der "Usability" welche man mit Windows 7 einführte und von den meisten Usern auch schnell akzeptiert und für gut befunden hat?
Geht es nur mir so, oder bastelt das "Designer-Team" gerne auf Kosten der Endanwender?
 
@Tomy Tom: Sehe ich auch so. Hab derzeit TaskbarX installiert und dadurch die Icons in der Mitte der Taskbar und mir da die 10 am häufigsten verwendeten Programme und Links angepinnt ( Einstellungen, Taskmanager, Browser, Mediaplayer und Explorer)
 
Ist mir scheiß egal was die Gründe sind. Ich kann so schlicht nicht arbeiten, also werde ich Windows 11 boykottieren.
Ich habe nun mal keine Lust, ständige die Anwendungen suchen zu müssen die ich gerade benötige. Die habe ich im Start (rechts, bei den Kacheln) schön in Gruppen und innerhalb der Gruppen nach Funktion und Co. sortiert. In Windows 11 müsste ich mir das alles auf den Desktop klatschen, wenn ich so weiter arbeiten will. Und damit stehe ich nicht alleine. VIELE, SEHR VIELE User kritisieren das... und Microsoft hört nicht zu!
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen