NASA startet bald wilde Rettungsaktion für das Swift-Teleskop

Die NASA plant für Ende Juni 2026 eine spektakuläre Rettungsmission für das Weltraumteleskop Swift. Ein Robotersystem soll das sinkende Observatorium im All abfangen und sicher in eine höhere Umlaufbahn befördern.
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NASA Goddard Space Flight Center

Rettungsmission für Weltraumteleskop

Die NASA plant für Ende Juni 2026 ein einzigartiges Manöver im niedrigen Erdorbit. Grund dafür ist, dass das Neil Gehrels Swift Observatory in der Erdatmosphäre zu verglühen droht. Um das zu verhindern, soll ein Serviceroboter das 2004 gestartete Teleskop abfangen und auf eine sichere Umlaufbahn von etwa 600 Kilometern anheben.

Das Observatorium erforscht seit über zwei Jahrzehnten Gammablitze, die bei der Entstehung von Schwarzen Löchern auftreten. Aufgrund verstärkter Sonnenstürme seit Herbst 2024 sinkt das Gerät jedoch schneller als erwartet. Ohne ein Eingreifen besteht bis Ende 2026 ein Risiko für einen unkontrollierten Absturz.

Für den Transport ins All kommt eine Pegasus-XL-Rakete zum Einsatz. Das Trägersystem startet nicht vertikal von einer Rampe, sondern wird von einem Trägerflugzeug des Typs L-1011 in rund 12.000 Metern Höhe über dem Pazifik abgeworfen. Von dort aus zündet das Triebwerk und bringt die Nutzlast in die exakte Umlaufbahn des Teleskops.

NASA zeigt, wie man das Weltraumteleskop Swift retten will

Technische Herausforderungen im All

Das Vorhaben bringt diverse technische Schwierigkeiten mit sich. Ein Nachteil ist nämlich, dass das Teleskop nie für eine Wartung im All konzipiert wurde und deshalb über keine standardisierten Andockstationen verfügt. Zudem ist der genaue physische Zustand der Außenhülle nach 22 Jahren im Weltraum ungewiss.

Die Mission bietet finanzielle und wissenschaftliche Vorteile, da sie den Neubau eines Observatoriums erspart. Den Zuschlag für den Bau des Rettungsgeräts erhielt das Unternehmen Katalyst Space für 30 Millionen Dollar (etwa 26 Millionen Euro). Das Raumfahrzeug Link muss sich dem Ziel autonom nähern.

Link nutzt optische Kameras und Laser-Sensoren, um das Teleskop zu scannen. Anschließend sollen drei Roboterarme ausfahren und sich an Halterungen festklammern, die ursprünglich nur für den Transport auf der Erde gedacht waren. Gelingt das Manöver, übernimmt der Roboter die Steuerung und zündet seine eigenen Triebwerke.

Wie Northrop Grumman schreibt, bietet das luftgestützte Startsystem die nötige Flexibilität für zeitkritische Einsätze. Der leitende Ingenieur des Raketenprogramms, Steve Hollo, erklärte, dass die schnelle Montage und die globale Neupositionierung entscheidende Faktoren für den Erfolg sind. Gelingt die Operation, wäre es das erste Mal, dass ein unvorbereiteter Regierungssatellit von einem kommerziellen Dienstleister gerettet wird.

Glaubt ihr, dass das Rettungsmanöver im Weltraum gelingen wird? Teilt eure Einschätzungen und Bedenken zu dem Vorhaben gerne in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • NASA plant bis Juni 2026 eine Rettung für das Neil Gehrels Weltraumteleskop
  • Sonnenstürme lassen das alternde Observatorium gefährlich tief in der Umlaufbahn
  • Ein Serviceroboter soll das Teleskop abfangen und auf eine sicherere Höhe heben
  • Der Start der Pegasus XL Rakete erfolgt per Flugzeug in großer Flughöhe über See
  • Die Firma Katalyst Space entwickelt für das heikle Projekt ein autonomes Fahrzeug
  • Das Greifen des Teleskops stellt eine große technische Herausforderung im All dar


Bresser National Geographic
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