Aus der Zukunft: Betrüger unterläuft bei RTX-4090-Fake kurioser Fehler
Kriminelle kommen immer wieder auf neue Ideen, um mit gefälschten Grafikkarten Geld zu machen. Jetzt ist eine angebliche RTX 4090 aufgetaucht, an der so gut wie nichts mehr echt ist. Statt teurer Technik verbirgt sich unter dem Kühler nur Plastik.
Der für seine Reparaturen bekannte chinesische Bilibili-Kanal Brother Zhang kaufte die angeblich defekte Asus GeForce RTX 4090 für 1500 Renminbi (etwa 192 Euro). Beim Zerlegen der vermeintlichen High-End-Grafikkarte stellte sich heraus, dass der Hauptprozessor vollständig aus Kunststoff bestand.
Die Fälscher gaben sich große Mühe, die Optik des originalen Grafikchips nachzuahmen. Auf dem Plastikblock befanden sich Beschriftungen, die einen AD102-Prozessor suggerieren sollten. Doch auch die umgebenden Speicherbausteine entpuppten sich als funktionsloser Elektroschrott, der lediglich zur optischen Täuschung auf der Platine platziert wurde.
Besonders kurios war jedoch der aufgedruckte Code. Die Zahlenfolge gibt für gewöhnlich das Fertigungsdatum an. Der Gravur auf der Fälschung zufolge wurde das Bauteil jedoch im Jahr 2030 gefertigt. Spätestens beim Entfernen der Wärmeleitpaste verriet die Oberflächenstruktur das falsche Material. In der Vergangenheit nutzten Betrüger häufig ältere GPUs, etwa von einer RTX 3080, und versahen den Chip mit neuen Lasergravuren. Der Einsatz von reinem Kunststoff stellt jedoch eine weitere Eskalationsstufe dar.
Der Kauf von gebrauchten Komponenten bietet ein Sparpotenzial, birgt aber hohe Risiken. Käufer sollten auf detaillierte Fotos der Seriennummern, seriöse Händler und sichere Zahlungsmethoden achten. Ohne Rückgaberecht droht zudem ein Totalverlust. Allerdings kam es in der Vergangenheit selbst bei etablierten Händlern dazu, dass manipulierte Retouren ungeprüft wieder in den Verkauf gelangten. Plattformen wie Amazon bieten jedoch zumeist eine Retoure-Option an.
Habt ihr schon einmal schlechte Erfahrungen beim Hardware-Kauf gemacht? Teilt eure Erlebnisse in den Kommentaren mit uns. Wir sind gespannt auf eure Meinungen!
Siehe auch:
Betrug mit teurer Hardware
Kriminelle finden fortlaufend neue Wege, um ahnungslose Käufer von Grafikkarten zu täuschen. So werden zum Beispiel immer wieder Kartons mit wertlosem Füllmaterial anstatt der erwarteten Karte versendet. Kunden erhalten Stofftaschen oder Backsteine. Gelegentlich greifen die Betrüger aber auch zu aufwendigen Fälschungen einzelner Komponenten, die selbst Profis erst auf den zweiten Blick erkennen. Ein neuer Fall treibt es damit nun auf die Spitze. So ist an einer jetzt aufgetauchten RTX 4090 so gut wie nichts mehr echt.Der für seine Reparaturen bekannte chinesische Bilibili-Kanal Brother Zhang kaufte die angeblich defekte Asus GeForce RTX 4090 für 1500 Renminbi (etwa 192 Euro). Beim Zerlegen der vermeintlichen High-End-Grafikkarte stellte sich heraus, dass der Hauptprozessor vollständig aus Kunststoff bestand.
Die Fälscher gaben sich große Mühe, die Optik des originalen Grafikchips nachzuahmen. Auf dem Plastikblock befanden sich Beschriftungen, die einen AD102-Prozessor suggerieren sollten. Doch auch die umgebenden Speicherbausteine entpuppten sich als funktionsloser Elektroschrott, der lediglich zur optischen Täuschung auf der Platine platziert wurde.
Falscher Chip aus der 'Zukunft'
Wie das Video von Brother Zhang auf Bilibili dokumentiert, fielen dem Experten schnell Ungereimtheiten auf. Die verwendete Schriftart auf dem Chip stimmte nicht mit den Standards von Nvidia überein. Zudem fehlte der übliche QR-Code in der unteren linken Ecke. Die Position der Kondensatoren wich ebenfalls deutlich vom originalen Layout ab.Besonders kurios war jedoch der aufgedruckte Code. Die Zahlenfolge gibt für gewöhnlich das Fertigungsdatum an. Der Gravur auf der Fälschung zufolge wurde das Bauteil jedoch im Jahr 2030 gefertigt. Spätestens beim Entfernen der Wärmeleitpaste verriet die Oberflächenstruktur das falsche Material. In der Vergangenheit nutzten Betrüger häufig ältere GPUs, etwa von einer RTX 3080, und versahen den Chip mit neuen Lasergravuren. Der Einsatz von reinem Kunststoff stellt jedoch eine weitere Eskalationsstufe dar.
Vorsicht bei Online-Käufen
Der extrem niedrige Preis hatte bereits im Vorfeld für Skepsis gesorgt. Reguläre Modelle der Nvidia RTX 4090 wechseln selbst auf dem Gebrauchtmarkt oft für mehr als 1500 Euro den Besitzer. Extrem günstige Angebote zielen auf Nutzer ab, die angesichts der anhaltend hohen Hardware-Preise auf ein vermeintliches Schnäppchen hoffen und unvorsichtig werden.Der Kauf von gebrauchten Komponenten bietet ein Sparpotenzial, birgt aber hohe Risiken. Käufer sollten auf detaillierte Fotos der Seriennummern, seriöse Händler und sichere Zahlungsmethoden achten. Ohne Rückgaberecht droht zudem ein Totalverlust. Allerdings kam es in der Vergangenheit selbst bei etablierten Händlern dazu, dass manipulierte Retouren ungeprüft wieder in den Verkauf gelangten. Plattformen wie Amazon bieten jedoch zumeist eine Retoure-Option an.
Habt ihr schon einmal schlechte Erfahrungen beim Hardware-Kauf gemacht? Teilt eure Erlebnisse in den Kommentaren mit uns. Wir sind gespannt auf eure Meinungen!
Zusammenfassung
- Kriminelle verkaufen zunehmend gefälschte Grafikkarten
- In einem aktuellen Fall besteht die GPU einer RTX 4090 komplett aus Plastik
- Die Speicherbausteine auf der Platine sind ebenfalls völlig funktionslos
- Auffällige Details wie falsche Schriftarten entlarvten die dreiste Fälschung
- Ein Fertigungsdatum in der Zukunft überführte die Betrüger ebenfalls
- Extrem günstige Angebote für High-End-Hardware sind oft ein klares Warnsignal
Siehe auch:
- Intel-CPUs mit Nvidia-RTX-Grafikeinheit angeblich ab Anfang 2028
- Nvidia GPU RTX Pro 6000: Preis steigt um krasse 55 Prozent
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