Bose QuietComfort Ultra (2. Gen.) im Test:
Besser als Sony?
Die Bose QuietComfort Ultra (2. Gen.) fordern mit USB-C-Audio und 30 Stunden Akkulaufzeit die Konkurrenz heraus. Doch reicht das für die ANC-Krone gegen Sony? Wir haben Klang und Komfort geprüft. Ob sich der Kauf der Kopfhörer lohnt, lest ihr im Test.
Für 499 Euro (aktuell ca. 440 Euro Straßenpreis) verkauft Bose die zweite Generation der QuietComfort Ultra Kopfhörer. Dabei verzichtet der US-amerikanische Hersteller auf eine grundlegende Neugestaltung und konzentriert sich stattdessen auf punktuelle Optimierungen seiner Premium-Kopfhörer. Die Strategie erinnert an Apple-Updates: Bewährtes beibehalten, gezielt verbessern.
Die zweite Generation der Bose QC Ultra bietet USB-C-Audio und mehr Akku-Power
Bose QuietComfort Ultra 2
Jetzt für 440 Euro bei Media Markt
Ein weiterer Schwerpunkt der Überarbeitung liegt beim Energiemanagement. Die Akkulaufzeit steigt auf bis zu 30 Stunden mit aktiviertem ANC - ein Plus von sechs Stunden gegenüber dem Vorgänger. Ohne Geräuschunterdrückung sind sogar 45 Stunden möglich. Aktiviert man zusätzlich Boses Immersive Audio, reduziert sich die Laufzeit hingegen auf 23 Stunden. Zum Vergleich: Die Sony WH-1000XM6 halten mit ANC etwa 30 Stunden durch.
Intelligent gelöst hat Bose das Power-Management: Die Kopfhörer trennen nach zehn Minuten Inaktivität automatisch die Verbindung und wechseln nach 30 Minuten in einen stromsparenden Stand-by-Modus. Legt man sie mit flachen Ohrmuscheln ab, aktiviert sich zudem ein Tiefschlafmodus, der laut Hersteller monatelang hält. Eine praktische Lösung für den Alltag, auch wenn die Umsetzung etwas umständlich wirkt.
Neu ist ebenfalls der Cinema-Mode, eine erweiterte Variante von Boses Immersive Audio. Anders als konkurrierende Spatial-Audio-Systeme funktioniert die Technologie ohne speziell abgemischte Inhalte und verbreitert die Klangbühne künstlich. Der Cinema-Mode soll besonders Dialoge in Filmen und Serien hervorheben, während Umgebungsgeräusche räumlich bleiben. In der Praxis funktioniert das ordentlich, wirkt bei Podcasts oder Hörbüchern allerdings übertrieben.
Bezüglich Noise Cancelling machen die Bose QC Ultra 2 einen tollen Job
Bose QuietComfort Ultra 2
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Allerdings: Die Sony WH-1000XM6 liefern besonders bei hochfrequenten Geräuschen wie Tastaturklappern oder Gesprächen minimal bessere Ergebnisse. Der Unterschied fällt in kontrollierten Tests auf, im Alltag dürften die meisten Nutzer beide Kopfhörer als gleichwertig empfinden.
Bei der Klangqualität setzt Bose auf eine verbraucherfreundliche Abstimmung mit betonten Bässen und Höhen. Die mittleren Frequenzen treten vergleichsweise zurück. Für moderne Pop-, Hip-Hop- und elektronische Musik funktioniert die Signatur gut. Bei Rock oder akustischer Musik klingen Gitarren mitunter etwas distanziert. Bose fehlt es somit leicht an Transparenz im Mittenbereich.
Die CustomTune-Technologie, die seit der ersten QuietComfort Ultra Generation zum Einsatz kommt, kalibriert die Kopfhörer bei jedem Aufsetzen neu. Ein hörbarer Ton beim Einschalten dient dabei als Messsignal. Das System analysiert die individuelle Ohrform und passt Klang sowie ANC entsprechend an. In der Theorie clever, praktisch bemerkt man den Unterschied hauptsächlich nur entweder bei optimaler oder eben miserabler Passform.
Optisch hat Bose die Metallbügel mit einer glänzenden Oberfläche versehen - die einzige sichtbare Designänderung. Bei den schwarzen und violettfarbenen Varianten fällt das allerdings kaum auf, bei der beigefarbenen Driftwood-Sand-Ausführung wirkt der Kontrast allerdings etwas gewollt. Die Konstruktion aus Kunststoff und dünnem Metall hält das Gewicht bei etwa 250 Gramm - leichter als die Sony WH-1000XM6 mit circa 274 Gramm. Ob die Materialwahl bei einem 499-Euro-Produkt angemessen ist, bleibt Geschmackssache.
Die Bedienung erfolgt über einen berührungsempfindlichen Lautstärkeregler an der rechten Ohrmuschel sowie zwei physische Tasten für Wiedergabe und Bluetooth-Kopplung. Nach vorn wischen verringert die Lautstärke, nach hinten erhöht sie - eine Belegung, die zunächst kontraintuitiv erscheint. Die Bose-App bietet zudem Zugriff auf Equalizer-Einstellungen, Shortcut-Anpassungen und die ANC-Steuerung. Firmware-Updates laufen automatisch im Hintergrund.
Für kabelgebundene Verbindungen liegen ein USB-C- sowie ein 2,5-auf-3,5-Millimeter-Klinkenkabel bei. Während die USB-C-Verbindung gleichzeitiges Laden, Hören und Sprechen ermöglicht, funktionieren die Mikrofone im analogen Betrieb nicht. Die Kopfhörer lassen sich darüber hinaus kompakt zusammenfalten und in einem mitgelieferten Hardcase verstauen, wobei die Faltanleitung genau studiert werden sollte. Noch immer lernen wir die Origami-Moves des Herstellers.
Evolution statt Revolution mit den Bose QuietComfort Ultra 2nd Gen
Kritikpunkte bleiben: Die Klangqualität ist gut, aber für 499 Euro nicht außergewöhnlich. Die bassbetonte Abstimmung gefällt nicht jedem, und die mittleren Frequenzen könnten präsenter sein. Und das glänzende Design der Metallbügel wirkt bei manchen Farbvarianten fehl am Platz. Wer das Vorgängermodell besitzt, findet hier kaum Gründe für ein Upgrade.
Wer jedoch erstmals Premium-Kopfhörer mit erstklassiger Geräuschunterdrückung sucht und bereit ist, 499 Euro zu investieren, erhält mit den Bose QuietComfort Ultra Headphones 2 ein rundes Gesamtpaket - sollte aber auch einen Blick auf die Sony WH-1000XM6 für 399 Euro werfen.
Wie steht ihr zu Boses neuem Kopfhörer? Rechtfertigen die Verbesserungen den Preis, oder hätte man auf eine echte Neuentwicklung warten sollen? Teilt eure Erfahrungen mit ANC-Kopfhörern in den Kommentaren.
Bose QuietComfort Ultra 2 Jetzt für 440 Euro bei Media Markt
Siehe auch:
Evolutionäre Verbesserungen der QC Ultra
Die auffälligste Neuerung ist die Unterstützung für verlustfreie Audioübertragung via USB-C. Die Kopfhörer verarbeiten dabei Signale mit 16 Bit und wahlweise 44,1 oder 48 kHz, abhängig von der Quelle. Damit zieht Bose mit Apples AirPods Max gleich, während Sony bei seinen WH-1000XM6 weiterhin auf die Funktion verzichtet. Für Nutzer von Musikstreaming-Diensten wie Tidal oder Qobuz, die Wert auf höchste Audioqualität legen, ist das Feature durchaus relevant.
Die zweite Generation der Bose QC Ultra bietet USB-C-Audio und mehr Akku-Power
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Ein weiterer Schwerpunkt der Überarbeitung liegt beim Energiemanagement. Die Akkulaufzeit steigt auf bis zu 30 Stunden mit aktiviertem ANC - ein Plus von sechs Stunden gegenüber dem Vorgänger. Ohne Geräuschunterdrückung sind sogar 45 Stunden möglich. Aktiviert man zusätzlich Boses Immersive Audio, reduziert sich die Laufzeit hingegen auf 23 Stunden. Zum Vergleich: Die Sony WH-1000XM6 halten mit ANC etwa 30 Stunden durch.
Intelligent gelöst hat Bose das Power-Management: Die Kopfhörer trennen nach zehn Minuten Inaktivität automatisch die Verbindung und wechseln nach 30 Minuten in einen stromsparenden Stand-by-Modus. Legt man sie mit flachen Ohrmuscheln ab, aktiviert sich zudem ein Tiefschlafmodus, der laut Hersteller monatelang hält. Eine praktische Lösung für den Alltag, auch wenn die Umsetzung etwas umständlich wirkt.
Neu ist ebenfalls der Cinema-Mode, eine erweiterte Variante von Boses Immersive Audio. Anders als konkurrierende Spatial-Audio-Systeme funktioniert die Technologie ohne speziell abgemischte Inhalte und verbreitert die Klangbühne künstlich. Der Cinema-Mode soll besonders Dialoge in Filmen und Serien hervorheben, während Umgebungsgeräusche räumlich bleiben. In der Praxis funktioniert das ordentlich, wirkt bei Podcasts oder Hörbüchern allerdings übertrieben.
Audio: Klang und Geräuschunterdrückung
Die aktive Geräuschunterdrückung (engl. Active Noise Cancelling, kurz ANC) bleibt eine Stärke der QuietComfort-Serie. Dank zehn Mikrofonen pro Ohrmuschel und optimierter ActiveSense-Technologie reagiert das System präzise auf plötzliche Geräuschspitzen. In der U-Bahn, im Flugzeug oder bei laufendem Staubsauger arbeitet das ANC hervorragend. Und wenn wir es brauchen, etwa bei wichtigen Ansagen, freuen wir uns über den Transparenzmodus ("Wahrnehmbar"-Modus).
Bezüglich Noise Cancelling machen die Bose QC Ultra 2 einen tollen Job
Bose QuietComfort Ultra 2
Jetzt für 440 Euro bei Media Markt
Allerdings: Die Sony WH-1000XM6 liefern besonders bei hochfrequenten Geräuschen wie Tastaturklappern oder Gesprächen minimal bessere Ergebnisse. Der Unterschied fällt in kontrollierten Tests auf, im Alltag dürften die meisten Nutzer beide Kopfhörer als gleichwertig empfinden.
Bei der Klangqualität setzt Bose auf eine verbraucherfreundliche Abstimmung mit betonten Bässen und Höhen. Die mittleren Frequenzen treten vergleichsweise zurück. Für moderne Pop-, Hip-Hop- und elektronische Musik funktioniert die Signatur gut. Bei Rock oder akustischer Musik klingen Gitarren mitunter etwas distanziert. Bose fehlt es somit leicht an Transparenz im Mittenbereich.
Die CustomTune-Technologie, die seit der ersten QuietComfort Ultra Generation zum Einsatz kommt, kalibriert die Kopfhörer bei jedem Aufsetzen neu. Ein hörbarer Ton beim Einschalten dient dabei als Messsignal. Das System analysiert die individuelle Ohrform und passt Klang sowie ANC entsprechend an. In der Theorie clever, praktisch bemerkt man den Unterschied hauptsächlich nur entweder bei optimaler oder eben miserabler Passform.
Komfort und Bedienung der ANC-Kopfhörer
Beim Tragekomfort spielen die QuietComfort Ultra 2 ihre Stärken aus. Die weichen, plüschigen Ohrpolster und das gepolsterte Kunstleder-Kopfband ermöglichen stundenlanges Tragen ohne Druckstellen. Selbst bei Langstreckenflügen oder ganztägiger Büroarbeit bleiben die Kopfhörer angenehm. Die dennoch vergleichsweise enge Passform sorgt für eine gute passive Dämmung, könnte aber Personen mit größeren Köpfen weniger zusagen. Am Hals getragen sitzen die Kopfhörer im Test etwas straff.Optisch hat Bose die Metallbügel mit einer glänzenden Oberfläche versehen - die einzige sichtbare Designänderung. Bei den schwarzen und violettfarbenen Varianten fällt das allerdings kaum auf, bei der beigefarbenen Driftwood-Sand-Ausführung wirkt der Kontrast allerdings etwas gewollt. Die Konstruktion aus Kunststoff und dünnem Metall hält das Gewicht bei etwa 250 Gramm - leichter als die Sony WH-1000XM6 mit circa 274 Gramm. Ob die Materialwahl bei einem 499-Euro-Produkt angemessen ist, bleibt Geschmackssache.
Die Bedienung erfolgt über einen berührungsempfindlichen Lautstärkeregler an der rechten Ohrmuschel sowie zwei physische Tasten für Wiedergabe und Bluetooth-Kopplung. Nach vorn wischen verringert die Lautstärke, nach hinten erhöht sie - eine Belegung, die zunächst kontraintuitiv erscheint. Die Bose-App bietet zudem Zugriff auf Equalizer-Einstellungen, Shortcut-Anpassungen und die ANC-Steuerung. Firmware-Updates laufen automatisch im Hintergrund.
Konnektivität und Kompatibilität
Bluetooth 5.4 mit Multipoint ermöglicht die gleichzeitige Verbindung zu zwei Geräten - etwa zu einem Smartphone für Anrufe und den Laptop für Musik. Neben den Standard-Codecs SBC und AAC unterstützen die Kopfhörer zudem Qualcomms aptX Adaptive samt aptX Lossless. Mobile Nutzer mit Snapdragon-8-Gen-3-Prozessoren (allerdings nicht in Samsung-Geräten) profitieren also von "besonders hoher" Übertragungsqualität. Android-Anwender können zudem Google Fast Pair und Spotify Tap nutzen.Für kabelgebundene Verbindungen liegen ein USB-C- sowie ein 2,5-auf-3,5-Millimeter-Klinkenkabel bei. Während die USB-C-Verbindung gleichzeitiges Laden, Hören und Sprechen ermöglicht, funktionieren die Mikrofone im analogen Betrieb nicht. Die Kopfhörer lassen sich darüber hinaus kompakt zusammenfalten und in einem mitgelieferten Hardcase verstauen, wobei die Faltanleitung genau studiert werden sollte. Noch immer lernen wir die Origami-Moves des Herstellers.
Evolution statt Revolution mit den Bose QuietComfort Ultra 2nd Gen
Unser Fazit zu den Bose QuietComfort Ultra (2. Gen.)
Wie erwartet bieten die neuen Bose QuietComfort Ultra der zweiten Generation solide Verbesserungen ohne revolutionäre Neuerungen. USB-C-Audio, längere Akkulaufzeit und cleveres Power-Management erhöhen den Alltagsnutzen spürbar. Die Geräuschunterdrückung bleibt erstklassig, auch wenn Sony mit den WH-1000XM6 inzwischen gleichgezogen oder teilweise vorbeigerauscht ist.Kritikpunkte bleiben: Die Klangqualität ist gut, aber für 499 Euro nicht außergewöhnlich. Die bassbetonte Abstimmung gefällt nicht jedem, und die mittleren Frequenzen könnten präsenter sein. Und das glänzende Design der Metallbügel wirkt bei manchen Farbvarianten fehl am Platz. Wer das Vorgängermodell besitzt, findet hier kaum Gründe für ein Upgrade.
Wer jedoch erstmals Premium-Kopfhörer mit erstklassiger Geräuschunterdrückung sucht und bereit ist, 499 Euro zu investieren, erhält mit den Bose QuietComfort Ultra Headphones 2 ein rundes Gesamtpaket - sollte aber auch einen Blick auf die Sony WH-1000XM6 für 399 Euro werfen.
Wie steht ihr zu Boses neuem Kopfhörer? Rechtfertigen die Verbesserungen den Preis, oder hätte man auf eine echte Neuentwicklung warten sollen? Teilt eure Erfahrungen mit ANC-Kopfhörern in den Kommentaren.
Bose QuietComfort Ultra 2 Jetzt für 440 Euro bei Media Markt
Zusammenfassung
- Bose setzt bei QuietComfort Ultra (2. Gen.) auf gezielte Verbesserungen
- USB-C-Audio mit verlustfreier Übertragung als wichtigste Neuerung
- Verlängerte Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden mit aktiviertem ANC
- Cinema-Mode verbessert Dialoge und schafft räumlicheren Klang
- Hervorragende Geräuschunterdrückung mit zehn Mikrofonen pro Ohrmuschel
- Tragekomfort bleibt eine Stärke dank weicher Polsterung und leichtem Gewicht
- Preis von 499 Euro rechtfertigt sich durch Gesamtpaket aus ANC und Komfort
Siehe auch:
- Bose: Support-Ende für SoundTouch - teure Boxen werden (fast) nutzlos
- Bluetooth-Sonnenbrillen wohl ein Flop: Bose gibt Frames-Serie auf
- Neue Ultra-Modelle & mehr: Bose aktualisiert QuietComfort-Reihe
- Bose denkt laut darüber nach, wie Kopfhörer-Features zum Abo werden
- QuietComfort SE: Bose bringt neue ANC-Kopfhörer im alten Design
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