Ein Jahr Liquid Glass: Was bleibt von Apples kritisierter UI-Optik?
Es kommt bei Apple selten vor, dass ein neues Software-Design mehr ist als eine optische Auffrischung. Wenn der Konzern die Oberfläche seiner Systeme grundlegend überarbeitet, betrifft das iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und weitere Plattformen gleichzeitig. Genau deshalb ist Liquid Glass interessant: nicht als einzelnes Produkt, sondern als neues Bedienkonzept für Apples gesamte Softwarewelt. Unser Kollege Jonas Kaniuth blickt zurück auf das erste Jahr seit der Einführung des neuen Apple-UI.
Ein Jahr nach der Einführung fällt die Bilanz gemischt aus. Liquid Glass setzt auf Transparenz, Lichtbrechung und Reflexionen und löst den seit iOS 7 bekannten flachen Look ab. Das Ergebnis wirkt modern und technisch anspruchsvoll, brachte zum Start jedoch auch Nachteile bei Lesbarkeit, Konsistenz und teils der Performance auf älteren Geräten mit sich.
Liquid Glass wurde von Anfang an als plattformübergreifendes Designsystem entwickelt und orientiert sich sichtbar an VisionOS. Statt Hintergründe stark weichzuzeichnen, werden Farben und Formen gebrochen und reflektiert. Gleichzeitig knüpft Apple damit an frühere Oberflächen wie Aqua an und interpretiert bekannte Gestaltungselemente neu. Die Einführung fiel allerdings in eine Phase, in der Apple wegen verzögerter KI-Funktionen unter Druck stand, wodurch das Redesign besonders kritisch betrachtet wurde.
Vor allem die Lesbarkeit sorgte anfangs für Kritik. Menüs, Schaltflächen und Leisten wirkten je nach Hintergrund unterschiedlich gut erkennbar, weshalb viele Nutzer mehr Kontrolle über die Stärke der Transparenzeffekte forderten. Positiv aufgenommen wurden dagegen flüssigere Animationen, lebendigere Interaktionen und kontextbezogene Menüs. Besonders auf dem Mac zeigte sich jedoch, dass das Design nicht überall gleich gut funktioniert. Schwebende Seitenleisten, uneinheitliche Gestaltung und überarbeitete Icons stießen bei vielen Nutzern auf Ablehnung.
Ein Jahr später reagierte Apple deutlich auf das Feedback. Das Design wurde standardmäßig matter, ein Regler für die Glasstärke ergänzt und besonders auf dem Mac zahlreiche Kritikpunkte behoben. Werkzeugleisten, Seitenleisten und Icons wurden überarbeitet, außerdem versprach Apple weitere Performance-Optimierungen für unterstützte Geräte. Gleichzeitig entwickelt der Konzern Liquid Glass mit neuen Bedienkonzepten und Siri-Elementen weiter.
Unter dem Strich bleibt Liquid Glass ein ambitioniertes Redesign mit klarer Handschrift, aber ohne den Umbruch früherer Systemgenerationen. Seine Stärken liegen in hochwertigen Animationen und einer modernen Optik, die Schwächen vor allem bei Lesbarkeit, Barrierefreiheit und der plattformübergreifenden Umsetzung. Nach einem Jahr präsentiert sich das Design deutlich ausgereifter als zum Start, auch wenn das Grundproblem bestehen bleibt: Eine Benutzeroberfläche sollte den Inhalt unterstützen - und nicht selbst dauerhaft im Mittelpunkt stehen. Mehr von Jonas: TechnikFreundYT
Ein Jahr nach der Einführung fällt die Bilanz gemischt aus. Liquid Glass setzt auf Transparenz, Lichtbrechung und Reflexionen und löst den seit iOS 7 bekannten flachen Look ab. Das Ergebnis wirkt modern und technisch anspruchsvoll, brachte zum Start jedoch auch Nachteile bei Lesbarkeit, Konsistenz und teils der Performance auf älteren Geräten mit sich.
Liquid Glass wurde von Anfang an als plattformübergreifendes Designsystem entwickelt und orientiert sich sichtbar an VisionOS. Statt Hintergründe stark weichzuzeichnen, werden Farben und Formen gebrochen und reflektiert. Gleichzeitig knüpft Apple damit an frühere Oberflächen wie Aqua an und interpretiert bekannte Gestaltungselemente neu. Die Einführung fiel allerdings in eine Phase, in der Apple wegen verzögerter KI-Funktionen unter Druck stand, wodurch das Redesign besonders kritisch betrachtet wurde.
Vor allem die Lesbarkeit sorgte anfangs für Kritik. Menüs, Schaltflächen und Leisten wirkten je nach Hintergrund unterschiedlich gut erkennbar, weshalb viele Nutzer mehr Kontrolle über die Stärke der Transparenzeffekte forderten. Positiv aufgenommen wurden dagegen flüssigere Animationen, lebendigere Interaktionen und kontextbezogene Menüs. Besonders auf dem Mac zeigte sich jedoch, dass das Design nicht überall gleich gut funktioniert. Schwebende Seitenleisten, uneinheitliche Gestaltung und überarbeitete Icons stießen bei vielen Nutzern auf Ablehnung.
Änderungen mindern Kritik nicht
Während der Betaphasen passte Apple zahlreiche Details an und reduzierte zeitweise die Transparenzeffekte. Spätere Versionen brachten opakere Oberflächen und eine ausgewogenere Darstellung. Dennoch blieb Kritik bestehen. Entwickler berichteten von gestalterischen Herausforderungen, auch Barrierefreiheit und Performance auf älteren Geräten wurden bemängelt. Gleichzeitig griffen andere Hersteller die neue Designsprache auf, was die Signalwirkung von Liquid Glass unterstreicht.Ein Jahr später reagierte Apple deutlich auf das Feedback. Das Design wurde standardmäßig matter, ein Regler für die Glasstärke ergänzt und besonders auf dem Mac zahlreiche Kritikpunkte behoben. Werkzeugleisten, Seitenleisten und Icons wurden überarbeitet, außerdem versprach Apple weitere Performance-Optimierungen für unterstützte Geräte. Gleichzeitig entwickelt der Konzern Liquid Glass mit neuen Bedienkonzepten und Siri-Elementen weiter.
Unter dem Strich bleibt Liquid Glass ein ambitioniertes Redesign mit klarer Handschrift, aber ohne den Umbruch früherer Systemgenerationen. Seine Stärken liegen in hochwertigen Animationen und einer modernen Optik, die Schwächen vor allem bei Lesbarkeit, Barrierefreiheit und der plattformübergreifenden Umsetzung. Nach einem Jahr präsentiert sich das Design deutlich ausgereifter als zum Start, auch wenn das Grundproblem bestehen bleibt: Eine Benutzeroberfläche sollte den Inhalt unterstützen - und nicht selbst dauerhaft im Mittelpunkt stehen. Mehr von Jonas: TechnikFreundYT
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