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Windows 95: Altes Betriebssystem 'erriet' einfach, ob ein Installer lief
Ein langjähriger Microsoft-Mitarbeiter hat jüngst verraten, wie simpel und doch meist ausreichend effizient Windows 95 einst in der Lage war, die Installation von neuen Programmen zu erkennen, um danach einen System-Check oder eine Bereinigung durchzuführen.
Statt eine Art Kennzeichnung oder eine Markierung zu nutzen, erkannte Windows 95 ein Installationsprogramm einfach anhand des Namens der Datei. Die Liste der dazu verwendeten Schlüsselwörter war denkbar kurz und bestand aus ganzen sechs Einträgen. Diese lauteten: "setup", "install", "inst", "imposta", "ayarla" und "felrak". Die letzten drei Einträge sind schlicht übersetzte Varianten des Wortes "Setup".
Gab es keine Treffer beim Abgleich mit der Liste der Schlüsselwörter, versuchte Windows 95 außerdem den Dateipfad auf das Wort "setup" zu prüfen, so Chen weiter. Wurde einer der Bedingungen erfüllt, führte das Betriebssystem nach der Installation eine Prüfung durch, um festzustellen, ob irgendwelche Systemdateien unerlaubt verändert wurden.
"Als besonderes Extra", fügte Chen hinzu, "führt Windows 95 nach der Installation eines Multimedia-Treibers über eine INF-Datei eine Live-Dateiprüfung durch. Ich vermute, das Multimedia-Team hat festgestellt, dass viele Treiber System-DLLs in ihren INF-Dateien überschreiben, und hat daher im Anschluss eine Bereinigung angefordert."
Auch in dieser Hinsicht versuchte man sich also zu Zeiten von Windows 95 gegen unerwünschte Eingriffe durch Dritte zu wappnen, wenn auch mit vergleichsweise einfachen Mitteln. Raymond Chen ist seit über 30 Jahren bei Microsoft tätig und führt sein Blog schon seit 2003. Er war über ein Jahrzehnt Teil des Entwickler-Teams hinter Windows.
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Kurze Schlagwortliste und das war's
Die Welt war zu Zeiten von Windows 95 eine ganz andere, auch bei Betriebssystemen. Wie Microsoft-Entwickler Raymond Chen, der auch an der Arbeit rund um Windows 95 beteiligt war, jetzt in seinem Blog "Old New Thing" verriet, nutzte das seinerzeit revolutionäre Betriebssystem eine sehr einfache Methode, um Installationsprogramme anderer Software zu erkennen.Statt eine Art Kennzeichnung oder eine Markierung zu nutzen, erkannte Windows 95 ein Installationsprogramm einfach anhand des Namens der Datei. Die Liste der dazu verwendeten Schlüsselwörter war denkbar kurz und bestand aus ganzen sechs Einträgen. Diese lauteten: "setup", "install", "inst", "imposta", "ayarla" und "felrak". Die letzten drei Einträge sind schlicht übersetzte Varianten des Wortes "Setup".
Erst 'install' und dann 'inst'
Chen gestand ein, dass die Verwendung von "install" redundant "inst" sei, schließlich enthält das Wort die Zeichenfolge ohnehin. Vermutlich verwendete Microsoft zuerst nur "install", stellte aber später fest, dass manche Software-Entwickler ihrerseits einen anderen Dateinamen im Stil von "blahinst" verwendeten, um ihr Installationsprogramm leichter erkennbar zu machen. "Blah" steht in diesem Fall natürlich als Variable für beliebige andere Zeichen.Gab es keine Treffer beim Abgleich mit der Liste der Schlüsselwörter, versuchte Windows 95 außerdem den Dateipfad auf das Wort "setup" zu prüfen, so Chen weiter. Wurde einer der Bedingungen erfüllt, führte das Betriebssystem nach der Installation eine Prüfung durch, um festzustellen, ob irgendwelche Systemdateien unerlaubt verändert wurden.
"Als besonderes Extra", fügte Chen hinzu, "führt Windows 95 nach der Installation eines Multimedia-Treibers über eine INF-Datei eine Live-Dateiprüfung durch. Ich vermute, das Multimedia-Team hat festgestellt, dass viele Treiber System-DLLs in ihren INF-Dateien überschreiben, und hat daher im Anschluss eine Bereinigung angefordert."
Auch in dieser Hinsicht versuchte man sich also zu Zeiten von Windows 95 gegen unerwünschte Eingriffe durch Dritte zu wappnen, wenn auch mit vergleichsweise einfachen Mitteln. Raymond Chen ist seit über 30 Jahren bei Microsoft tätig und führt sein Blog schon seit 2003. Er war über ein Jahrzehnt Teil des Entwickler-Teams hinter Windows.
Zusammenfassung
- Raymond Chen verrät Details zur Installer-Erkennung bei Windows 95
- Das Betriebssystem nutzte eine kurze Liste aus nur sechs Begriffen
- Dazu gehörten Wörter wie setup und install sowie drei Übersetzungen
- Alternativ wurde zudem geprüft ob der Dateipfad das Wort setup enthielt
- Bei einem Treffer kontrollierte das System geänderte Systemdateien
- Nach Multimedia-Installationen gab es zudem eine Live-Dateiprüfung
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