iPhone-Streit: Microsoft spricht "volle Unterstützung" für Apple aus

Der Fall rund um die Weigerung des kalifornischen Konzerns Apple, einer Forderung der Bundespolizei FBI nachzukommen, ein iPhone (unter bestimmen Umständen) zu entsperren, zieht immer weitere Kreise. Nun hat Microsoft klar Stellung bezogen und sich auf die Seite von Apple gestellt. Auch andere IT-Größen wie Google, Facebook, Twitter werden sich dem (rechtlichen) Vorgehen der Redmonder anschließen.
Microsoft, Management, Brad Smith
Microsoft

Ohne Wenn und Aber

Brad Smith, Chefjurist von Microsoft, hat bei einer Anhörung im US-Kongress ausgesagt, dass sein Unternehmen "rückhaltlos" bzw. "aus ganzem Herzen" den iPhone-Hersteller unterstützen wird. Apple wehrt sich nicht nur in der Öffentlichkeit und per offenem Brief gegen die Forderungen der US-Behörden nach (mehr) Zugang zu iOS, sondern vor allem auch rechtlich dagegen.

Hier lässt Microsoft den Worten auch Taten folgen, denn man wird sich vor Gericht als Amicus Curiae deklarieren: Als "Freund des Gerichts", so die Übersetzung aus dem Lateinischen, spricht man die volle Unterstützung für den Fall aus, ohne selbst daran beteiligt zu sein. Bisher gab es dazu insbesondere von Microsoft eher vage Zustimmung für Apple, mit dem nun ausgesprochenen rechtlichen Vorgehen stellt man sich klipp und klar sowie mit ganzem Gewicht hinter Apple. Brad Smith im US-KongressBrad Smith argumentierte auch mit einer Rechenmaschine von 1912 Diesem Beispiel haben sich dann sehr schnell auch andere Größen des Geschäfts angeschlossen, auch Google hat danach bekannt gegeben, sich auch rechtlich auf die Seite des Konzerns aus Cupertino zu stellen. Danach folgten Amazon, Facebook und Twitter, wie Re/code berichtet, damit genießt Apple die (rechtliche) Rückendeckung der wichtigsten IT-Konzerne.

Brad Smith hat bei seinem Auftritt vor dem Kongress auch in Sachen "PR" alle Register gezogen (via The Verge): Denn als Reaktion auf die rechtliche Argumentation des FBI, das ein Gesetz aus dem Jahr 1911 ("All Writs Act") heranzieht, stellte der Jurist eine Rechenmaschine von 1912 auf den Tisch und sagte: "Wir sind der Überzeugung, dass Gerichte ein Problem mit Technologie des 21. Jahrhunderts nicht mit einem Gesetz aus Zeiten der Rechenmaschine zu lösen versuchen sollten."
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