Fadell: Erster iPhone-Prototyp hatte tatsächlich eine Wählscheibe
Vor der Veröffentlichung des ersten iPhones geisterten verschiedene Scherz-Bilder durchs Netz, die ein Apple-Mobiltelefon als klassischen iPod mit Telefonhörer zeigten. Wer immer diese Bilder gemacht hat, wusste offenbar gar nicht, wie nah er an der Wirklichkeit war.
Dies geht jetzt aus einer Schilderung des damaligen Apple-Mitarbeiters Tony Fadell hervor, der später das inzwischen von Google übernommene Unternehmen Nest gründete. Fadell war schon maßgeblich an der Entwicklung des iPods beteiligt. Und wie er nun in einem Interview mit VentureBeat ausführte, war die Entwicklung des iPhones eigentlich fast schon eine Notlösung, um das erfolgreiche Geschäft mit dem Musik-Player nicht zu verlieren.
Die ersten iPods waren ein riesiger Erfolg und sorgten auch dafür, dass zahlreiche PC-Nutzer ihre erste Berührung mit Apple-Produkten hatten. Das wirkte sich damals spürbar positiv auf die Mac-Verkäufe aus. Doch dann wurden die normalen Feature-Phones immer besser und erhielten plötzlich auch die Möglichkeit, Musikdateien zu speichern und abzuspielen. "Das war so ein 'Heilige Scheiße!'-Moment. Telefone konnten alles kaputt machen, was wir gemacht haben", erklärte Fadell.
Anfangs habe man daraufhin versucht, das iTunes-Geschäft über Kooperationen mit Handy-Herstellern zu retten. Ein Ergebnis dessen war das ROKR E1 von Motorola, das kompatibel zum Apple-System war. "Das war aber eine komplette Katastrophe. Von da an wussten wir, dass wir unser eigenes Telefon brauchen", berichtete der ehemalige Apple-Manager. Denn man war sich auch bewusst, dass die ganze Handy-Branche nicht wie Apple den Kunden im Blick hatte, sondern vor allem versuchte, möglichst viele neue Modelle an die Netzbetreiber zu verkaufen.
Fadell verriet, dass man im ersten Anlauf tatsächlich einen iPod mit integriertem Telefonmodul baute. Das User-Interface war das gleiche: Die Steuerung der Oberfläche auf dem Display erfolgte über das bekannte Click-Wheel - man hatte also quasi eine modernere Form eines Telefons mit Wählscheibe. "Es war furchtbar", so Fadell. Das Team versuchte es weiter und baute mehr Buttons an das Gerät - aber das machte alles nur noch schlimmer.
Dann kam es aber zu den eher zufälligen Ereignissen, die den Dingen so oft eine andere Richtung aufweisen. Fadell schilderte, wie ihm Apple-Gründer Steve Jobs eines Tages eines der ersten Multitouch-Systeme zeigte, das die Größe einer Tischtennisplatte hatte und noch über Projektoren funktionierte, aber bereits mit Gesten bedient werden konnte. "Wir müssen das in einen iPod kriegen", so Jobs damals.
Glücklicherweise experimentierte zu dieser Zeit auch das Mac-Team mit Touch-Oberflächen, so dass grundsätzlich eine Idee da war, wie man die Gesten-Erkennung auf ein kleineres Display bekommt und auch, wie eine entsprechende Benutzeroberfläche gestaltet werden müsste. Letztlich war man aber erfolgreich. Ziemlich erfolgreich sogar, aus heutiger Sicht.
Die ersten iPods waren ein riesiger Erfolg und sorgten auch dafür, dass zahlreiche PC-Nutzer ihre erste Berührung mit Apple-Produkten hatten. Das wirkte sich damals spürbar positiv auf die Mac-Verkäufe aus. Doch dann wurden die normalen Feature-Phones immer besser und erhielten plötzlich auch die Möglichkeit, Musikdateien zu speichern und abzuspielen. "Das war so ein 'Heilige Scheiße!'-Moment. Telefone konnten alles kaputt machen, was wir gemacht haben", erklärte Fadell.
Anfangs habe man daraufhin versucht, das iTunes-Geschäft über Kooperationen mit Handy-Herstellern zu retten. Ein Ergebnis dessen war das ROKR E1 von Motorola, das kompatibel zum Apple-System war. "Das war aber eine komplette Katastrophe. Von da an wussten wir, dass wir unser eigenes Telefon brauchen", berichtete der ehemalige Apple-Manager. Denn man war sich auch bewusst, dass die ganze Handy-Branche nicht wie Apple den Kunden im Blick hatte, sondern vor allem versuchte, möglichst viele neue Modelle an die Netzbetreiber zu verkaufen.
Fadell verriet, dass man im ersten Anlauf tatsächlich einen iPod mit integriertem Telefonmodul baute. Das User-Interface war das gleiche: Die Steuerung der Oberfläche auf dem Display erfolgte über das bekannte Click-Wheel - man hatte also quasi eine modernere Form eines Telefons mit Wählscheibe. "Es war furchtbar", so Fadell. Das Team versuchte es weiter und baute mehr Buttons an das Gerät - aber das machte alles nur noch schlimmer.
Dann kam es aber zu den eher zufälligen Ereignissen, die den Dingen so oft eine andere Richtung aufweisen. Fadell schilderte, wie ihm Apple-Gründer Steve Jobs eines Tages eines der ersten Multitouch-Systeme zeigte, das die Größe einer Tischtennisplatte hatte und noch über Projektoren funktionierte, aber bereits mit Gesten bedient werden konnte. "Wir müssen das in einen iPod kriegen", so Jobs damals.
Glücklicherweise experimentierte zu dieser Zeit auch das Mac-Team mit Touch-Oberflächen, so dass grundsätzlich eine Idee da war, wie man die Gesten-Erkennung auf ein kleineres Display bekommt und auch, wie eine entsprechende Benutzeroberfläche gestaltet werden müsste. Letztlich war man aber erfolgreich. Ziemlich erfolgreich sogar, aus heutiger Sicht.
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