Hasselblad: Die neue Bildstabilisierung schlägt alle Maßstäbe
Die Hasselblad X2D II 100C bewirbt ihre kamerainterne Bildstabilisierung mit bis zu zehn Blendenstufen. Entscheidend ist jedoch weniger die Herstellerangabe als die Leistung im fotografischen Alltag. Genau hier hinterlässt die 100-Megapixel-Mittelformatkamera einen starken Eindruck, wie sich im Test der Kollegen von ValueTech TV zeigt.
Im Praxistest zeigt sich, dass Hasselblad die Stabilisierung nicht nur theoretisch verbessert hat. Vor allem bei normalen und leicht telelastigen Brennweiten sind Freihandaufnahmen möglich, die vor wenigen Jahren in dieser Kameraklasse kaum realistisch erschienen.
Bildstabilisierung muss unterschiedliche Bewegungsarten ausgleichen, darunter Verwacklungen, Rotationen und gezielte Kamerabewegungen bei Mitziehern. Mit zunehmender Brennweite steigt die Herausforderung deutlich, da bereits kleinste Winkelbewegungen sichtbar werden. Ähnliches gilt für die Makrofotografie.
Ein technisches Detail betrifft die Erdrotation. Moderne Gyrosensoren registrieren auch diese Bewegung. Hasselblad nutzt deshalb Standortdaten, die per Smartphone übertragen werden können, um die Stabilisierung präziser anzupassen. Die Funktion steht derzeit offenbar nur in Verbindung mit iOS-Geräten zur Verfügung.
Im Alltag meistert die X2D II 100C typische Aufnahmesituationen souverän. Belichtungszeiten zwischen einer Zehntel- und einer Dreißigstelsekunde, etwa bei Architekturaufnahmen mit stark geschlossener Blende, stellen kein Problem dar. Auch Mitzieher gelingen überzeugend, da die Kamera die gewünschte Bewegungsrichtung nicht unnötig korrigiert.
Besonders beeindruckend fällt die Leistung bei längeren Belichtungszeiten aus. Im Weitwinkelbereich sind Freihandaufnahmen von ein bis zwei Sekunden problemlos möglich. In der Praxis erscheinen sieben bis acht Blendenstufen Stabilisierung realistisch, während die beworbenen zehn Stufen wohl nur unter optimalen Bedingungen erreichbar sind.
Die maximale Leistung setzt eine saubere Kamerahaltung voraus. Wer Arme und Kamera stabil am Körper hält oder zusätzliche Stützen wie Wände und Geländer nutzt, kann die erzielbaren Belichtungszeiten deutlich verlängern. Bei manuellen Objektiven muss zudem die korrekte Brennweite in der Kamera hinterlegt sein, damit die Stabilisierung optimal arbeitet.
Auch in schwierigen Situationen, etwa bei Aufnahmen aus einem fahrenden Fahrzeug, überzeugt das System. Belichtungszeiten um eine Zehntel- bis eine Fünftelsekunde bleiben häufig nutzbar und ermöglichen kreative Bewegungsdarstellungen.
Unterm Strich liefert die Hasselblad X2D II 100C eine der derzeit stärksten Bildstabilisierungen im Fotobereich. Die versprochenen zehn Blendenstufen bleiben eine Idealangabe, doch bereits sieben bis acht realistische Stufen sind ein hervorragender Wert. Besonders Fotografen aus den Bereichen Architektur, Reportage, Reise und Available Light profitieren von den großen Freihandreserven. Wo extreme Tele- oder Makroanwendungen dominieren oder ohnehin vom Stativ gearbeitet wird, fällt der Vorteil naturgemäß geringer aus.
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Im Praxistest zeigt sich, dass Hasselblad die Stabilisierung nicht nur theoretisch verbessert hat. Vor allem bei normalen und leicht telelastigen Brennweiten sind Freihandaufnahmen möglich, die vor wenigen Jahren in dieser Kameraklasse kaum realistisch erschienen.
Bildstabilisierung muss unterschiedliche Bewegungsarten ausgleichen, darunter Verwacklungen, Rotationen und gezielte Kamerabewegungen bei Mitziehern. Mit zunehmender Brennweite steigt die Herausforderung deutlich, da bereits kleinste Winkelbewegungen sichtbar werden. Ähnliches gilt für die Makrofotografie.
Ein technisches Detail betrifft die Erdrotation. Moderne Gyrosensoren registrieren auch diese Bewegung. Hasselblad nutzt deshalb Standortdaten, die per Smartphone übertragen werden können, um die Stabilisierung präziser anzupassen. Die Funktion steht derzeit offenbar nur in Verbindung mit iOS-Geräten zur Verfügung.
Im Alltag meistert die X2D II 100C typische Aufnahmesituationen souverän. Belichtungszeiten zwischen einer Zehntel- und einer Dreißigstelsekunde, etwa bei Architekturaufnahmen mit stark geschlossener Blende, stellen kein Problem dar. Auch Mitzieher gelingen überzeugend, da die Kamera die gewünschte Bewegungsrichtung nicht unnötig korrigiert.
Besonders beeindruckend fällt die Leistung bei längeren Belichtungszeiten aus. Im Weitwinkelbereich sind Freihandaufnahmen von ein bis zwei Sekunden problemlos möglich. In der Praxis erscheinen sieben bis acht Blendenstufen Stabilisierung realistisch, während die beworbenen zehn Stufen wohl nur unter optimalen Bedingungen erreichbar sind.
Sechs Sekunden aus der Hand
Herausragend sind die Ergebnisse bei 60 Millimetern Brennweite. Hier gelangen im Test sogar scharfe Aufnahmen mit rund sechs Sekunden Belichtungszeit aus der Hand. Damit zählt die X2D II 100C zu den leistungsstärksten Kameras ihrer Klasse. Vier bis sechs Sekunden Freihand bei Normal- bis leichtem Tele sind zwar nicht jederzeit reproduzierbar, unter guten Bedingungen jedoch erreichbar.Die maximale Leistung setzt eine saubere Kamerahaltung voraus. Wer Arme und Kamera stabil am Körper hält oder zusätzliche Stützen wie Wände und Geländer nutzt, kann die erzielbaren Belichtungszeiten deutlich verlängern. Bei manuellen Objektiven muss zudem die korrekte Brennweite in der Kamera hinterlegt sein, damit die Stabilisierung optimal arbeitet.
Auch in schwierigen Situationen, etwa bei Aufnahmen aus einem fahrenden Fahrzeug, überzeugt das System. Belichtungszeiten um eine Zehntel- bis eine Fünftelsekunde bleiben häufig nutzbar und ermöglichen kreative Bewegungsdarstellungen.
Unterm Strich liefert die Hasselblad X2D II 100C eine der derzeit stärksten Bildstabilisierungen im Fotobereich. Die versprochenen zehn Blendenstufen bleiben eine Idealangabe, doch bereits sieben bis acht realistische Stufen sind ein hervorragender Wert. Besonders Fotografen aus den Bereichen Architektur, Reportage, Reise und Available Light profitieren von den großen Freihandreserven. Wo extreme Tele- oder Makroanwendungen dominieren oder ohnehin vom Stativ gearbeitet wird, fällt der Vorteil naturgemäß geringer aus.
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