Fox kauft Roku: Neuer Streaming-Gigant für 22 Milliarden Dollar

Fox übernimmt den Streaming-Anbieter Roku für 19 Milliarden Euro. Bis 2027 entsteht durch den Zusammenschluss der drittgrößte Player auf dem US-Fernsehmarkt. Der Medienkonzern sichert sich so den Zugang zu über 100 Millionen Haushalten.
Streaming, übernahme, Kooperation, Partnerschaft, Streaming-Dienst, Fox, Roku, Medienunternehmen
WinFuture/KI-generiert

Milliardendeal auf dem TV-Markt

Der US-TV-Markt ist wieder einmal in Bewegung, man kann sogar von einem kleinen Beben sprechen: Denn der Medienkonzern Fox übernimmt den Streaming-Anbieter Roku für umgerechnet rund 19 Milliarden Euro. Das heute angekündigte Geschäft soll in der ersten Hälfte des Jahres 2027 abgeschlossen werden. Ziel der Transaktion ist es, die Marktposition von Fox im wachsenden Streaming-Segment zu festigen. Durch die strategische Bündelung der Kräfte entsteht der drittgrößte Anbieter auf dem US-amerikanischen Fernsehmarkt.

Fox bietet den bisherigen Aktionären einen Kaufpreis von etwa 138 Euro pro Roku-Aktie. Der Betrag wird in bar und in Form von eigenen Aktien beglichen. Um den Baranteil vollständig finanzieren zu können, nimmt der Konzern kurzfristig Kredite in Höhe von rund 10,3 Milliarden Euro auf. Mit dem Kauf sichert sich das Medienunternehmen den direkten Zugang zu weltweit über 100 Millionen Haushalten, die aktuell Roku nutzen.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, strebt Geschäftsführer Lachlan Murdoch mit dem Zusammenschluss eine bessere Ausgangslage für das kommende Jahrzehnt an. Die Kombination aus Live-Nachrichten, Sportübertragungen und der Reichweite der Plattform bietet neue Wachstums- und Werbemöglichkeiten, hofft zumindest Fox. Roku-Gründer Anthony Wood wird nach dem Abschluss der Transaktion in den Verwaltungsrat von Fox wechseln und dort tätig sein.




Strategie und historische Entwicklung

Roku begann in den frühen 2000ern als Ausgründung von Netflix. Wood entwickelte die erste Set-Top-Box ursprünglich, um Episoden der Serie Star Trek aufzeichnen und abspielen zu können. Daraus entwickelte sich Roku zu einer Größe auf dem Markt für Multimedia-Boxen.

Für Endanwender soll sich durchg den Fox-Deal nichts ändern, das Betriebssystem werde auch künftig als offene Plattform für verschiedene Partner bestehen bleiben, heißt es. Eine Einschränkung auf reine Fox-Inhalte ist nicht geplant, sodass Nutzer weiterhin auf externe Anwendungen zugreifen können.

Neben den Vorteilen durch eine größere Reichweite bringt das Geschäft ebenfalls finanzielle Risiken mit sich. Die hohe Schuldenaufnahme belastet die Bilanz von Fox auf absehbare Zeit. Die beteiligten Unternehmen kalkulieren mit Einsparungen in Höhe von umgerechnet etwa 345 Millionen Euro. Diese Summe soll hauptsächlich durch Synergieeffekte bei der Verwaltung und der technischen Infrastruktur erreicht werden.

Bisherige Dienste und Zustimmungen

Fox besitzt bereits seit dem Jahr 2020 den kostenfreien Streaming-Dienst Tubi. Das Angebot soll parallel zum bestehenden Roku Channel ohne weitreichende Änderungen weitergeführt werden. Beide Portale verfügen über unterschiedliche Zielgruppen, die der Medienkonzern künftig gemeinsam vermarkten möchte. Das führt zu einer engeren Verzahnung der verschiedenen Marken unter dem Dach von Fox und erweitert das Portfolio.

Die Aktionäre beider Firmen sowie die zuständigen Aufsichtsbehörden müssen dem Vorhaben noch offiziell zustimmen. Nach einem Abschluss der Übernahme werden die bisherigen Fox-Aktionäre 73 Prozent an dem neu kombinierten Unternehmen halten. Die Roku-Anteilseigner übernehmen im Gegenzug die restlichen 27 Prozent der Anteile. Das endgültige Schicksal der Übernahme hängt nun von den formalen Prüfungen ab.

Der Streaming-Markt ist stark in Bewegung. Was meint ihr zu der geplanten Übernahme von Roku durch Fox? Teilt eure Gedanken und Erwartungen gerne mit uns in den Kommentaren.

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!