Windows 10: Diese neun Einstellungen sollte man als erstes ändern

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Mit Windows 10 ist Microsoft zweifellos ein ausgezeichnetes Betriebs­sys­tem gelungen, das noch dazu voller Einstellungsmöglichkeiten ist. Doch so manches ist etwas versteckt. In diesem Beitrag zeigen wir euch, wel­che Einstellungen man am besten gleich vornehmen sollte. Inhalt

Tipp 1: Telemetrie-Erfassung einsehen und abschalten

Sicherheit ist und bleibt eines der großen Themen von Windows 10. Microsoft hat nach der ersten Kritik reagiert und blendet seit dem ersten Creators Update bereits bei der Installation die wichtigsten Datenschutzeinstellungen ein, so dass man diese einsehen bzw. diese nicht übersehen kann.

Der wahrscheinlich umstrittenste Punkt ist die Erfassung der Telemetrie. Diese Daten umfassen die anonymisierte Analyse des Nutzer-PCs. Damit will Microsoft Informationen sammeln, die zur Verbesserung des Betriebs­systems dienen. Mit dem Windows 10 April 2018 Update vom April 2018 kommt zwar eine simple Möglichkeit, diese über die Einstellungen einzusehen oder zu unterbinden, bis dahin muss man aber Umwege gehen und zwar über die Gruppenrichtlinien (nur auf Windows 10 Pro verfügbar) oder die Registry.

Über die Einstellungen (ab Windows 10 April 2018 Update)

In den Windows-Einstellungen ist (ab Version 1803) bei Datenschutz der Punkt "Diagnose und Feedback" zu finden, dort gibt es dann die Diagnosedatenanzeige, diese lässt sich hier aktivieren: Windows 10 Redstone 4Diagnosedatenanzeige aktivieren...
Diese verrät, welche Daten das Betriebssystem gerade sammelt, das erfolgt über eine separate Anwendung namens Diagnostic Data Viewer. Das ist zwar transparent, für den Normalsterblichen aber eher langweilig und kompliziert. Windows 10 Redstone 4...und dann passende App herunterladen
Wer die Erfassung der Diagnosedaten nicht wünscht, der kann sie mit einem simplen Schieberegler unterbinden und/oder bisher gesammelte Informationen entfernen. Windows 10 Insider Preview Build 17093 Diagnosedaten löschen

Über Gruppenrichtlinien

(nur Windows 10 Pro)
  • Zunächst einmal ist das Startmenü zu öffnen, das geht entweder über das Windows-Symbol in der linken unteren Ecke oder die Windows-Taste.
  • Man tippt dann gpedit.msc ein, klickt per rechter Maustaste auf das dazugehörige Programmsymbol und startet es als Administrator:
FAQ: Windows 10-Einstellungen, die man gleich ändern solltegpedit.msc als Admin starten
  • Im erscheinenden Editor sucht man folgenden Pfad:
    Computerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> Windows Komponenten -> Datensammlung und Vorabversionen.
  • Im Fenster auf der rechten Seite ist der Punkt "Telemetrie zulassen" (zweiter von oben) zu finden, diesen klickt man doppelt an:
FAQ: Windows 10-Einstellungen, die man gleich ändern sollteDatensammlung und Vorabversionen suchen und 'Telemetrie zulassen' klicken
  • Im sich öffnenden Fenster stellt man schließlich links oben auf "Deaktiviert" und bestätigt bzw. übernimmt die Änderung.
FAQ: Windows 10-Einstellungen, die man gleich ändern sollteTelemetrie deaktivieren

Registry

  • Auch hier führt der Weg zunächst in das Startmenü, entweder über das Windows-Symbol in der linken unteren Ecke oder die Windows-Taste.
  • Dort tippt man dann regedit ein, klickt per rechter Maustaste auf das dazugehörige Programmsymbol und startet es als Administrator:
FAQ: Sperrbildschirm deaktivierenRegistry-Editor starten
  • Man sucht den folgenden Pfad:
    HKEY_LOCAL_MACHINE -> SOFTWARE -> Policies -> Microsoft -> Windows -> DataCollection
FAQ: Windows 10-Einstellungen, die man gleich ändern sollteDataCollection in der Registry suchen
  • Man klickt auf DataCollection per rechter Maustaste, wählt "Neu" und legt über "Neuer DWORD-Wert (32 Bit)" den Eintrag AllowTelemetry an:
FAQ: Windows 10-Einstellungen, die man gleich ändern sollteNeuen DWORD-Wert (32 Bit) für AllowTelemetry anlegen
  • Auf AllowTelemetry doppelklicken.
FAQ: Windows 10-Einstellungen, die man gleich ändern sollteAllowTelemetry doppelklicken
  • Bei AllowTelemetry können insgesamt vier Werte eingetragen werden, genauer gesagt die Ziffern 0-3. Angewandt werden sie für das Betriebssystem und die vorinstallierten Apps, nicht für heruntergeladene Apps (UWP und x86).
FAQ: Windows 10-Einstellungen, die man gleich ändern sollteWert zwischen 0 und 3 eintragen Sie bedeuten:
  • Wert 0: Minimale Daten werden übertragen, dazu zählen, falls in den jeweiligen Anwendungen eingestellt, Malicious Software Removal Tool (MSRT) und Windows Defender. Wert 0 ist nur bei Enterprise- und Education-Systemen möglich.
  • Wert 1: Zusätzlich zu den Einstellungen von Wert 0 werden einige wenige Diagnosedaten wie Geräte- und Kompatibilitätsinfos übermittelt.
  • Wert 2: Hier werde zusätzlich Nutzungs- und Performance-Daten Windows, Windows Server, System Center und Apps gesendet.
  • Wert 3: Die vollständige Telemetrie-Übermittlung umfasst erweiterte Diagnosedaten, die auch zur Lösung etwaiger Probleme verwendet werden.

Schließlich kann man auch noch zu einem externen Tool greifen, das einem die Arbeit abnimmt, hier ist vor allem W10Privacy zu empfehlen. Den Download findet ihr hier: W10Privacy - Mehr Datenschutz für Windows 10

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