Spiele bis zu 95 % schneller laden:
Riesiger Boost für AMD-GPUs ist da
Microsoft und AMD reduzieren die Ladezeiten von PC-Spielen drastisch. Mit der neuen Technik Advanced Shader Delivery wird die aufwendige Kompilierung in die Cloud verlagert. Spiele starten viel schneller und Anwender erleben kaum noch Ruckler.
Bislang zwingen moderne Titel den Rechner dazu, Shader beim ersten Start oder nach Änderungen an den Grafikeinstellungen lokal zu kompilieren. Der PC fungiert dabei als Übersetzer, der den Code für den Grafikprozessor aufbereitet. Das kostet Zeit und beansprucht die Hardware stark. Im Konsolenbereich ist der Download vorkompilierter Shader aufgrund der einheitlichen Architektur bereits seit vielen Jahren der etablierte Standard.
Auch bei geschlossenen Systemen wie dem Steam Deck gehört die Technik längst zum Alltag. Im PC-Bereich fehlte bisher ein übergreifendes Framework für die unzähligen Hardware-Kombinationen. Wie Microsoft in seiner Pressemitteilung erklärt, ändert sich das nun. Das neue System lädt die passenden Daten direkt bei der Installation oder nach einem Treiber-Update aus dem Internet herunter.
Die praktischen Auswirkungen zeigen sich besonders deutlich bei modernen Titeln wie Forza Horizon 6. Auf einem System mit einer Radeon RX 7600 und einem Ryzen 7 5800 sank die anfängliche Ladezeit von rund 90 Sekunden auf lediglich vier Sekunden. Neben dem aktuellen Vorzeigetitel unterstützen über 30 weitere bekannte Spiele das Feature zum Start. Dazu zählen unter anderem:
Was denkt ihr über die Auslagerung der Shader-Kompilierung in die Cloud? Stören euch die teils lange Ladezeiten beim ersten Spielstart? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Schnellere Ladezeiten für AMD-Nutzer
Nachdem der Startschuss für Teilnehmer am Insider-Programm bereits im Mai gefallen war, integrieren Microsoft und AMD die Technik Advanced Shader Delivery jetzt für alle Nutzer und alle RDNA-Grafikkarten in die Xbox PC-App. Das System verlagert die aufwendige Shader-Kompilierung in die Cloud. Anwender profitieren dadurch von angeblich bis zu 95 Prozent kürzeren Ladezeiten und weniger Rucklern im laufenden Betrieb.Bislang zwingen moderne Titel den Rechner dazu, Shader beim ersten Start oder nach Änderungen an den Grafikeinstellungen lokal zu kompilieren. Der PC fungiert dabei als Übersetzer, der den Code für den Grafikprozessor aufbereitet. Das kostet Zeit und beansprucht die Hardware stark. Im Konsolenbereich ist der Download vorkompilierter Shader aufgrund der einheitlichen Architektur bereits seit vielen Jahren der etablierte Standard.
Auch bei geschlossenen Systemen wie dem Steam Deck gehört die Technik längst zum Alltag. Im PC-Bereich fehlte bisher ein übergreifendes Framework für die unzähligen Hardware-Kombinationen. Wie Microsoft in seiner Pressemitteilung erklärt, ändert sich das nun. Das neue System lädt die passenden Daten direkt bei der Installation oder nach einem Treiber-Update aus dem Internet herunter.
Voraussetzungen für den Einsatz
Die Funktion steht ab sofort für alle AMD-Grafikkarten mit RDNA-Architektur zur Verfügung. Das schließt alle Modelle ab der Radeon RX 5000-Serie ein. Anwender benötigen jedoch zwingend den aktuellen Adrenalin-Grafiktreiber (Version 26.6.1.). Zudem muss die Xbox PC-App aktualisiert werden. Spezifisch ist dafür die Version der Gaming Services 37.113.11003.0 erforderlich. Windows muss mindestens in Version 24H2 installiert sein. Sind diese Bedingungen erfüllt, greift die Mechanik automatisch im Hintergrund.Die praktischen Auswirkungen zeigen sich besonders deutlich bei modernen Titeln wie Forza Horizon 6. Auf einem System mit einer Radeon RX 7600 und einem Ryzen 7 5800 sank die anfängliche Ladezeit von rund 90 Sekunden auf lediglich vier Sekunden. Neben dem aktuellen Vorzeigetitel unterstützen über 30 weitere bekannte Spiele das Feature zum Start. Dazu zählen unter anderem:
- Call of Duty: Black Ops 6
- Clair Obscur: Expedition 33
- Microsoft Flight Simulator 2024
- Grand Theft Auto V Enhanced
- Silent Hill f
Nvidia-Nutzer müssen noch warten
Ein Nachteil des Systems ist die aktuelle Begrenzung auf das Ökosystem von Microsoft. Die Funktion ist exklusiv an die Xbox PC-App gebunden. Nutzer, die ihre Spiele über andere Plattformen wie Steam oder den Epic Games Store gekauft haben und starten, gehen vorerst leer aus. Ob andere Launcher in Zukunft integriert werden, ließ das Unternehmen offen. Die technische Unterstützung für Grafikkarten von Nvidia und Intel befindet sich jedoch in Entwicklung und folgt zu einem späteren Zeitpunkt.Was denkt ihr über die Auslagerung der Shader-Kompilierung in die Cloud? Stören euch die teils lange Ladezeiten beim ersten Spielstart? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Microsoft und AMD bringen Advanced Shader Delivery für RDNA-Grafikkarten
- Die Cloud-Kompilierung von Shadern reduziert die Ladezeiten extrem stark
- Nutzer benötigen mindestens Windows 24H2 und den Adrenalin-Treiber 26.6.1
- Das neue Feature unterstützt alle AMD-Grafikkarten ab der RX 5000-Serie
- Bisher ist die Technik ausschließlich auf Spiele in der Xbox PC-App begrenzt
- Eine Unterstützung für Nvidia- und Intel-Chips befindet sich in Planung
Siehe auch:
- AMD RDNA 5: Release neuer Radeon-Grafikkarten verzögert sich massiv
- EXPO ULL: AMD verspricht Ryzen-Gamern bis zu 15 Prozent mehr FPS
- Radeon RX 9070 GRE: AMD plant globalen Start der China-GPU [Update]
- Zen 7: AMD hat große Pläne - Mehr Kerne, mehr Cache, mehr Leistung
- Ryzen 7 7700X3D geleakt: AMD plant wohl Budget-X3D-Prozessor
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