Microsoft-User werden Daten lokal speichern können
Seit der Enthüllung der NSA-Schnüffelaffäre ist das Vertrauen vieler europäischer Nutzer in US-Unternehmen erschüttert. Besonders betroffen ist Microsoft, das zu einem der ersten Ziele der NSA geworden ist.
Der Redmonder Konzern hat nun seine Bemühungen intensiviert, das Vertrauen seiner Kunden außerhalb der Vereinigten Staaten zurückzugewinnen. Diese Woche plädierte der Chefjurist des Redmonder Unternehmens, Brad Smith, bereits für eine Überarbeitung der internationalen Spielregeln im Zusammenhang mit nachrichtendienstlichen Tätigkeiten.
Smith legte nun gegenüber der Financial Times (FT) nach und kündigte gegenüber der Wirtschaftszeitung an, dass Microsoft-Kunden künftig die Wahl haben werden, wo ihre Daten abgespeichert werden. Das ist eine zweifellos erstaunliche Ankündigung, da sich bisher alle großen US-amerikanischen IT-Unternehmen (geschlossen) geweigert haben, einen derartigen Schritt zu ermöglichen.
"Leute sollten die Möglichkeit haben, zu wissen, ob ihre Daten den Gesetzen und dem Zugang eines anderen Staates unterliegen. Sie sollten auch auf Basis der ihnen vorliegenden Informationen wählen dürfen, wo sich ihre Daten befinden", sagte Smith zur FT. Er meint, dass die meisten (US-)Unternehmen aus der IT-Branche so etwas ablehnten, dies aber nach dem NSA-Skandal notwendig geworden sei. Das betrifft nicht nur EU-Nutzer, erwähnt wurde explizit auch Brasilien.
Nach Einschätzung von Experten und Privatsphäre-Aktivisten, von denen es viel Beifall für die Ankündigung gab, wird sich Microsoft bei seinen Mitbewerbern durch diesen Schritt sehr unbeliebt machen: "Es ist unglaublich positiv", sagte etwa Jeff Chester, der Chef des Center for Digital Democracy gegenüber der FT. "Wenn sie sich wirklich öffentlich zum lokalen Abspeichern von Daten verpflichten, dann stellt das einen Bruch mit dem Rest der Industrie dar."
Die Option, Daten im eigenen Land (bzw. innerhalb der EU) ablegen zu können, stelle laut Chester natürlich keine Garantie dar, dass die NSA nicht doch irgendwie darauf zugreifen kann. Aber: Es wird für die Schnüffler dadurch deutlich schwieriger, an diese Daten zu kommen.
Die Ablehnung der Microsoft-Konkurrenz basiert allerdings nicht unbedingt nur auf Patriotismus, sondern hat vor allem Kostengründe. Viele vor allem kleine Firmen und Startups können sich lokale Datenzentren nicht leisten. Das bestätigt auch Brad Smith. Er meint aber gleichzeitig: "Soll das bedeuten, dass man die Wünsche seiner Kunden ignorieren soll? Das ist keine smarte Geschäftsstrategie."
Siehe auch: NSA-Affäre - Microsoft verlangt internationale Regeln
Smith legte nun gegenüber der Financial Times (FT) nach und kündigte gegenüber der Wirtschaftszeitung an, dass Microsoft-Kunden künftig die Wahl haben werden, wo ihre Daten abgespeichert werden. Das ist eine zweifellos erstaunliche Ankündigung, da sich bisher alle großen US-amerikanischen IT-Unternehmen (geschlossen) geweigert haben, einen derartigen Schritt zu ermöglichen.
"Leute sollten die Möglichkeit haben, zu wissen, ob ihre Daten den Gesetzen und dem Zugang eines anderen Staates unterliegen. Sie sollten auch auf Basis der ihnen vorliegenden Informationen wählen dürfen, wo sich ihre Daten befinden", sagte Smith zur FT. Er meint, dass die meisten (US-)Unternehmen aus der IT-Branche so etwas ablehnten, dies aber nach dem NSA-Skandal notwendig geworden sei. Das betrifft nicht nur EU-Nutzer, erwähnt wurde explizit auch Brasilien.
Nach Einschätzung von Experten und Privatsphäre-Aktivisten, von denen es viel Beifall für die Ankündigung gab, wird sich Microsoft bei seinen Mitbewerbern durch diesen Schritt sehr unbeliebt machen: "Es ist unglaublich positiv", sagte etwa Jeff Chester, der Chef des Center for Digital Democracy gegenüber der FT. "Wenn sie sich wirklich öffentlich zum lokalen Abspeichern von Daten verpflichten, dann stellt das einen Bruch mit dem Rest der Industrie dar."
Die Option, Daten im eigenen Land (bzw. innerhalb der EU) ablegen zu können, stelle laut Chester natürlich keine Garantie dar, dass die NSA nicht doch irgendwie darauf zugreifen kann. Aber: Es wird für die Schnüffler dadurch deutlich schwieriger, an diese Daten zu kommen.
Die Ablehnung der Microsoft-Konkurrenz basiert allerdings nicht unbedingt nur auf Patriotismus, sondern hat vor allem Kostengründe. Viele vor allem kleine Firmen und Startups können sich lokale Datenzentren nicht leisten. Das bestätigt auch Brad Smith. Er meint aber gleichzeitig: "Soll das bedeuten, dass man die Wünsche seiner Kunden ignorieren soll? Das ist keine smarte Geschäftsstrategie."
Siehe auch: NSA-Affäre - Microsoft verlangt internationale Regeln
Thema:
Microsofts Aktienkurs in Euro
Interessante & lustige Microsoft-Videos
- What's Next? - Netflix zeigt Zukunfts-Dokumentation mit Bill Gates
- Microsoft PC Manager: Neues Tool für die Systempflege im Anmarsch
- Bill Gates gesteht Sucht: "Ich kann nicht aufhören, Wordle zu spielen"
- Bill Gates zu "neuem" Trendsport Pickleball: "Spiele es seit 50 Jahren"
- Dokumentation: Ein Leben nach Microsoft
- Microsoft zeigt Baufortschritte beim Ost-Campus in Puget Sound
- Windows 95: Keynote-Video ist erstmals in voller Länge zu sehen
- Windows Startup-Sounds Remix - Nächster Hinweis auf Windows 11
- Satya Nadella und Phil Spencer sprechen über das Thema 'Gaming'
- Microsoft zeigt, wie man sich die Büro-Meetings der Zukunft vorstellt
Beliebte Microsoft-Downloads
Weiterführende Links
- Microsoft Corporation
- Satya Nadella-Themenspecial
- Xbox Series X-Themenspecial
- Xbox One-Themenspecial
- Windows 11-Themenspecial
- Windows 10-Themenspecial
- Office-Themenspecial
- Microsoft Research-Themenspecial
- Microsoft HoloLens-Themenspecial
- Microsoft Surface-Themenspecial
- Microsoft-Hardware-Themenspecial
- Künstliche Intelligenz-Themenspecial
Beliebt im Preisvergleich
- Windows & Sonstige:
Beliebte Windows 10 FAQ Einträge
Neue Nachrichten
- Nutzen umstritten, UK bannt dennoch Social Media für Unter-16-Jährige
- Fox kauft Roku: Neuer Streaming-Gigant für 22 Milliarden Dollar
- Drohnen-Alternative: Schlangenroboter prüfen Hochspannungsleitungen
- 110 Billiarden Kilometer: Forscher arbeiten an Karte von Pilzgeflechten
- Genialer 5G-Tarif ist zurück: Vodafone Unlimited-Flat für 14,99 Euro
- Zelda Ocarina of Time: Leak verrät neue Details zum Gameplay
- AMD trollt Apple und meint, dass das MacBook Neo beim Gaming versagt
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
dav2d: ein sehr schneller plattformübergreifender AV2 decoder
d-hubs - vor 3 Stunden -
Neues von Proxmox, dem Virtualisieurngsspezialisten
d-hubs - Heute 10:53 Uhr -
#FLOCK ´26: die Flock to Fedora Project Conference
d-hubs - Gestern 16:05 Uhr -
DigiKam: das Open-Source-Fotoverwaltungsprogramm
d-hubs - Vorgestern 13:22 Uhr -
Alpine-Linux: unter den schlanken Distris
d-hubs - Vorgestern 12:33 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen