Microsoft will Nase aus Nutzer-Daten heraushalten
Der Software-Konzern Microsoft hat zugesichert, zukünftig auch bei konkreten Hinweisen, dass Nutzer gegen seine Interessen verstoßen, nicht mehr in ihren Daten herumzuschnüffeln.
Auslöser dessen war ein kürzlich bekannt gewordener Fall, bei dem ein ehemaliger Mitarbeiter Teile des Quellcodes des Betriebssystems Windows 8 an einen Blogger weitergegeben hatte. Um den Fall aufzuklären hatten Microsoft-Beschäftigte auf dessen Accounts bei Diensten des Software-Konzerns zugegriffen - unter anderem auf das Postfach bei Hotmail.
Das Vorgehen rief allerdings einiges an Kritik hervor. Insbesondere reagierten Leute allergisch darauf, weil Microsoft selbst gerade noch Google dafür verurteilt hatte, die Nachrichten von Gmail-Nutzern von ihren Werbealgorithmen scannen zu lassen.
Microsoft-Anwalt Brad Smith räumte nun in einem Blog-Posting einen Fehler ein. Er sprach nun davon, dass man insbesondere in der heutigen Post-Snowden-Zeit darauf achten müsse, dass die Anwender sensibler darauf reagieren, wie mit ihren persönlichen Informationen umgegangen wird.
Laut Smith soll die Klausel in den Nutzungsbedingungen abgeändert werden. Microsoft werde zukünftig darauf verzichten, in ähnlichen Situationen auf eigene Faust nach Belegen in den Konten von Anwendern zu suchen. Statt dessen werde man sich an den rechtlich einwandfreien Weg halten und die zuständigen Behörden hinzuziehen, die dann mit einem richterlichen Beschluss Einblick in die Kommunikation und Daten der verdächtigen Nutzer nehmen können.
Nutzungsbedingungen erlauben Schnüffelei
Das Unternehmen bewegte sich dabei durchaus im Rahmen der eigenen Richtlinien. In den Nutzungsbedingungen ist ein Passus enthalten, der Microsoft das Recht einräumt, auch ohne gesonderte Genehmigung auf die Konten von Anwendern zuzugreifen. So dachte man sich auch nichts weiter dabei und verkündete freudig, die Quelle von Leaks ausfindig gemacht zu haben.Das Vorgehen rief allerdings einiges an Kritik hervor. Insbesondere reagierten Leute allergisch darauf, weil Microsoft selbst gerade noch Google dafür verurteilt hatte, die Nachrichten von Gmail-Nutzern von ihren Werbealgorithmen scannen zu lassen.
Microsoft-Anwalt Brad Smith räumte nun in einem Blog-Posting einen Fehler ein. Er sprach nun davon, dass man insbesondere in der heutigen Post-Snowden-Zeit darauf achten müsse, dass die Anwender sensibler darauf reagieren, wie mit ihren persönlichen Informationen umgegangen wird.
Laut Smith soll die Klausel in den Nutzungsbedingungen abgeändert werden. Microsoft werde zukünftig darauf verzichten, in ähnlichen Situationen auf eigene Faust nach Belegen in den Konten von Anwendern zu suchen. Statt dessen werde man sich an den rechtlich einwandfreien Weg halten und die zuständigen Behörden hinzuziehen, die dann mit einem richterlichen Beschluss Einblick in die Kommunikation und Daten der verdächtigen Nutzer nehmen können.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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