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Windows 11: Systemsteuerung verliert weitere Einstellungsmöglichkeit

Microsoft räumt Windows 11 auf. In Zuge dessen verlässt eine weitere Funktion die klassische Systemsteuerung und zieht in die moderne Einstellungen-App um. Der langsame Abschied vom altbekannten Werkzeug geht damit in die nächste Runde.
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Windows 11: Konten-Option zieht um

Microsoft setzt seinen Plan fort, die klassische Systemsteuerung schrittweise in den Ruhestand zu schicken. Nachdem in der Vergangenheit bereits wichtige Optionen wie die Maus- oder Tastatur-Settings in die moderne Einstellungs-App des Betriebssystems gewandert sind, gibt es in der aktuellen Vorschau-Version 26300.7877 (KB5077232) von Windows 11 eine Änderung, die eine weitere Kernfunktion in die moderne Oberfläche integriert.

Konkret geht es um die Option, den Namen des eigenen lokalen Benutzerkontos zu ändern. Das war bisher fast ausschließlich über die alte Systemsteuerung möglich. Anwender finden die Funktion künftig direkt in den Kontoeinstellungen, was die Bedienung intuitiver gestaltet. Allerdings scheint die Implementierung noch nicht vollständig abgeschlossen zu sein. Berichten zufolge ist die Schaltfläche in der aktuellen Testversion zwar sichtbar, aber momentan noch ohne Funktion.


Aufgespürt wurde die Neuerung vom Nutzer phantomofearth auf X. Diese Anpassung markiert einen weiteren Schritt in einem Prozess, der mehr oder weniger bereits vor über einem Jahrzehnt begann. Seit der Einführung von Windows 8 im Jahr 2012 versucht Microsoft, die zweigeteilte Konfiguration des Betriebssystems zu vereinheitlichen und alle Einstellungsmöglichkeiten in die neue Einstellungen-App zu überführen.

Historie und technische Hürden

Die Migration gestaltet sich jedoch äußerst zäh. Kritiker bemängeln oft das inkonsistente Design, bei dem moderne Menüs für tiefgreifende Konfigurationen immer noch auf alte Dialogfenster zurückgreifen müssen. Der Grund liegt in der Komplexität der Legacy-Funktionen. Viele dieser alten Applets lassen sich nicht nahtlos übersetzen, ohne dass dabei Funktionalitäten verloren gehen.

Ein bekanntes Beispiel für diese tiefe Verwurzelung ist der sogenannte "God Mode". Dieser spezielle Ordner listet fast alle Befehle der Systemsteuerung in einer einfachen Liste auf und greift dabei auf uralte Systemaufrufe zurück. Dass solche Funktionen weiterhin existieren, zeigt, wie stark der alte Code noch im Fundament von Windows 11 verankert ist. Eine schnelle Entfernung ist demnach nicht so einfach möglich.

Fokus auf Stabilität statt Tempo

Ein vollständiges zeitnahes Verschwinden der Systemsteuerung ist daher sehr unwahrscheinlich. Microsoft hat für das Jahr 2026 erst kürzlich angekündigt, sich bei Windows 11 primär auf die Stabilität und die Behebung von Fehlern zu konzentrieren. Nachdem der starke Fokus auf künstlicher Intelligenz teilweise zu Unmut bei der Nutzerschaft führte, soll nun die allgemeine Qualität des Betriebssystems im Vordergrund stehen.

Das bedeutet, dass Ressourcen eher in die Fehlerbehebung fließen als in die schnelle Portierung verbleibender Elemente der klassischen Systemsteuerung. Einige Stimmen sprechen sogar davon, dass das Tool noch nicht einmal bis zum Ende dieses Jahrzehnts vollständig aus Windows verschwunden sein wird. Die Koexistenz beider Welten bleibt den Nutzern also vorerst erhalten, auch wenn die moderne App stetig wächst.

Für welche Einstellungen nutzt ihr noch die alte Systemsteuerung oder findet ihr schon jetzt alles, was ihr braucht in der neuen Einstellungen-App? Schreibt uns eure Erfahrungen gerne in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Microsoft verschiebt weitere Funktionen aus der Systemsteuerung heraus
  • Umbenennung lokaler Benutzerkonten wandert in die Einstellungen-App
  • Die Schaltfläche ist in der Testversion sichtbar, aber noch ohne Funktion
  • Seit Windows 8 im Jahr 2012 wird die Migration langsam vorangetrieben
  • Legacy-Funktionen sind tief im System verankert
  • Microsoft will sich 2026 auf Stabilität und Fehlerbehebung konzentrieren
  • Ein baldiges Verschwinden der Systemsteuerung bleibt unwahrscheinlich

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