Sargnagel für Xbox? Microsoft erhöht Konsolenpreise um bis zu 50 %
Wer eine neue Xbox-Konsole kaufen möchte, muss ab sofort noch einmal deutlich tiefer in die Tasche greifen. Nach einer vorherigen Ankündigung sind nun die konkreten Preiserhöhungen für den europäischen Markt bekannt. Die Aufschläge fallen extrem hoch aus.
Die Anpassungen betreffen alle vier Modelle der aktuellen Konsolengeneration. Die Xbox Series S mit 512 Gigabyte kostet nun 500 Euro. Für die Variante mit einem Terabyte werden 600 Euro fällig. Die Xbox Series X Digital mit einem Terabyte steigt auf 750 Euro. Das Spitzenmodell mit Laufwerk liegt ab sofort bei satten 800 Euro. Das entspricht Preiserhöhungen zwischen 33 und 50 Prozent.
Die Einkaufspreise für Arbeitsspeicher und Konsolenspeicher hätten sich laut Herstellerangaben innerhalb kurzer Zeit auf mehr als das Zweieinhalbfache erhöht. Bis zum Herbst 2027 rechnet Microsoft mit einer weiteren Verdopplung. Da Konsolen oft unter den Herstellungskosten verkauft werden, trifft die Krise Xbox besonders hart.
In der Vergangenheit nutzten Hersteller den späten Lebenszyklus ihrer Geräte, um Bauteile günstiger einzukaufen und die Endkundenpreise zu senken. Das war bei früheren Generationen wie der Xbox 360 oder der ersten PlayStation üblich. Heute verhindert die Speicherkrise solche Preisnachlässe.
Um den Kauf von Konsolen zu erleichtern, plant Microsoft erweiterte Finanzierungsangebote sowie Programme für generalüberholte Geräte. Trotzdem stellt sich die Frage, wer eine Series X oder S zu einem solchen oder ähnlichen Preis noch kaufen soll.
Wie bewertet ihr die Preispolitik von Microsoft bei den aktuellen Konsolen? Ist das der berüchtigte Sargnagel für die Xbox? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema gerne direkt unten in den Kommentaren mit uns! Siehe auch:
- Microsoft passt die Preise für alle aktuellen Xbox-Modelle an
- Die Preiserhöhungen betragen zwischen 33 und 50 Prozent
- Grund sind laut Microsoft stark gestiegene Kosten für Speicherchips
- Die Xbox Series S kostet nun so viel wie die Series X zum Marktstart 2020
- Preissenkungen im späten Lebenszyklus bleiben damit aus
- Das Unternehmen plant Finanzierungsmodelle und generalüberholte Geräte
Xbox-Preise steigen massiv
Mit jeder verkauften Xbox-Konsole macht Microsoft Verluste. Schon im Juni hatte das Unternehmen daher eine weitere Preiserhöhung angekündigt. Wie hoch diese in Europa zum 1. August ausfallen würde, teilte man aber nicht mit. Jetzt hat der Monat begonnen und das ganze Ausmaß wird klar. Wer sich jetzt eine Konsole von Microsoft zulegen möchte, muss extrem tief in die Tasche greifen. Anstatt wie frühere Generationen im Laufe ihres Lebenszyklus günstiger zu werden, verteuert sich die Hardware noch einmal deutlich.Die Anpassungen betreffen alle vier Modelle der aktuellen Konsolengeneration. Die Xbox Series S mit 512 Gigabyte kostet nun 500 Euro. Für die Variante mit einem Terabyte werden 600 Euro fällig. Die Xbox Series X Digital mit einem Terabyte steigt auf 750 Euro. Das Spitzenmodell mit Laufwerk liegt ab sofort bei satten 800 Euro. Das entspricht Preiserhöhungen zwischen 33 und 50 Prozent.
Gründe für die Anpassung
Besonders der neue Preis des kleinsten Modells der Konsole zeigt die Absurdität der Entwicklung. Ursprünglich als kostengünstiger Einstieg ins Gaming vermarktet, kostet die Series S mit 512 Gigabyte Speicherplatz heute exakt so viel wie die Serie X zum Marktstart im November 2020. Laut den Verantwortlichen sei das auf eine anhaltende Krise bei Speicherbausteinen und entsprechend gestiegene Produktionskosten zurückzuführen.Die Einkaufspreise für Arbeitsspeicher und Konsolenspeicher hätten sich laut Herstellerangaben innerhalb kurzer Zeit auf mehr als das Zweieinhalbfache erhöht. Bis zum Herbst 2027 rechnet Microsoft mit einer weiteren Verdopplung. Da Konsolen oft unter den Herstellungskosten verkauft werden, trifft die Krise Xbox besonders hart.
| Preisveränderung bei Xbox-Konsolen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Modell | Speicher | Alter Preis | Neuer Preis | Differenz |
| Series S | 512 GB | 350 € | 500 € | + 43 % |
| Series S | 1 TB | 400 € | 600 € | + 50 % |
| Series X Digital | 1 TB | 550 € | 750 € | + 36 % |
| Series X | 1 TB | 600 € | 800 € | + 33 % |
In der Vergangenheit nutzten Hersteller den späten Lebenszyklus ihrer Geräte, um Bauteile günstiger einzukaufen und die Endkundenpreise zu senken. Das war bei früheren Generationen wie der Xbox 360 oder der ersten PlayStation üblich. Heute verhindert die Speicherkrise solche Preisnachlässe.
Das Ende der Konsolen?
Zuletzt verzeichnete Microsofts Spielesparte einen Umsatzrückgang von zehn Prozent bei Inhalten und Diensten. Das führte bereits zum Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen bei internen Studios wie Bethesda. Die Preiserhöhung bei den Konsolen ist demnach nur ein Rädchen, an dem das Unternehmen gerade dreht, um das Ruder bei seiner Gaming-Sparte herumzureißen. Für Konsumenten bedeutet das jedoch deutlich höhere finanzielle Einstiegshürden.Um den Kauf von Konsolen zu erleichtern, plant Microsoft erweiterte Finanzierungsangebote sowie Programme für generalüberholte Geräte. Trotzdem stellt sich die Frage, wer eine Series X oder S zu einem solchen oder ähnlichen Preis noch kaufen soll.
Wie bewertet ihr die Preispolitik von Microsoft bei den aktuellen Konsolen? Ist das der berüchtigte Sargnagel für die Xbox? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema gerne direkt unten in den Kommentaren mit uns! Siehe auch:
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Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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