Curiositys Schwächen: Bilder zeigen zerstörte Mars-Rover-Räder

Nach fast 14 Jahren auf dem Mars zeigen aktuelle Bilder des Curiosity-Rovers deutliche Verschleißerscheinungen an den Rädern. Die raue Oberfläche hinterlässt tiefe Risse und Löcher im Aluminium. Dennoch setzt das Fahrzeug seine Mission unbeirrt fort.
Weltraum, Raumfahrt, Nasa, Weltall, Roboter, Mars, Oberfläche, Sonde, rover, Curiosity, Perserverance, Lander, Perseverance, Mars-Rover, Marsmission, Bohrer, Mars 2020, Marsboden, Mars Rover, HP3, marsrover, Mars-Basis, Mastcam-Z, Mars 2020 Rover, Mars Science City, MSL, Weltraumbasis, Landeplatz, Gale Krater, Beagle 2

Risse und Löcher im Aluminium

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat Aufnahmen der Curiosity-Räder in der Nahaufnahme veröffentlicht. Man erkennt dabei extreme Schäden an einem der Räder, entstanden bei der Erkundung der Marsoberfläche.

Nach fast 14 Jahren im Gale-Krater weisen die Laufflächen tiefe Risse auf. Der Rover landete im August 2012 mithilfe eines sogenannten Sky-Crane-Manövers auf dem Mars, bei dem ein fliegender Kran das Fahrzeug an Kabeln absetzte. Das Verfahren erwies sich als zuverlässig und kam später auch beim Nachfolgemodell Perseverance zum Einsatz.


Extremer Marsboden

Die Mission wurde mit einem Milliardenbudget der US-Regierung finanziert. Seit der Landung legte Curiosity mehr als 32 Kilometer zurück und überwand über 800 Meter Höhenunterschied.

Der Rover untersucht die Geologie des Kraters, um Hinweise auf mögliches früheres mikrobielles Leben zu finden. Gesteinsproben werden direkt an Bord analysiert.

Kontinuierliche Überwachung

Wie das Online-Magazin Space berichtet, stuft das NASA-Team die Räder trotz der sichtbaren Schäden weiterhin als funktionsfähig ein.

Die Fachleute überwachen den Verschleiß regelmäßig mithilfe der Bordkameras und passen die Fahrtrouten entsprechend an. NASA zeigt kaputter Rover-RäderDie Lauffläche weist Defekte auf

Bedeutung für die Raumfahrt

Die sechs Räder bestehen aus dünnem Aluminium und wurden aus einem Block gefräst. Die Entwicklung des Fahrwerks kostete rund 85.000 US-Dollar (etwa 73.726 Euro). Das mehr als eine Tonne schwere Fahrzeug ist starkem Verschleiß durch scharfkantiges Gestein ausgesetzt, die Mission wird jedoch fortgesetzt.

Die lange Einsatzdauer liefert wichtige Erkenntnisse für künftige Missionen. Dazu zählen Fortschritte bei Materialien für Fahrwerke, der autonomen Navigation in schwierigem Gelände sowie der Planung von Versorgungsrouten.

CuriosityCuriosityCuriosityCuriosity

Geschichte des Mars-Rovers Curiosity

  • 2011
    1. November 2011
    Start der Sonde Mars Science Laboratory mit dem Rover Curiosity von Cape Canaveral.
  • 2012
    August 2012
    Landung des Rovers Curiosity im Gale-Krater auf dem Mars.
  • 2013
    Februar 2013
    Curiosity bohrt erstmals einen Mars-Felsen ("John Klein") an und analysiert das Gestein im Bordlabor.
  • 2025
    März 2025
    Veröffentlichung von Ergebnissen zu den bislang größten auf dem Mars gefundenen organischen Molekülen (unter anderem Decan, Undecan, Dodecan) in Curiosity-Proben.

Curiosity und Perseverance gelten als wichtige Schritte bei der Erforschung des Planeten. Die beschädigten Räder zeigen die Belastbarkeit der Konstruktion.

Die Langlebigkeit des Rovers überrascht viele Beobachter. Was meint ihr zu der Technik? Teilt eure Gedanken zu den zukünftigen Marsmissionen gerne in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • NASA-Bilder zeigen deutliche Schäden an den Rädern des Mars-Rovers
  • Der Rover Curiosity ist bereits seit fast 14 Jahren auf dem Mars aktiv
  • Das Fahrzeug legte bislang mehr als 32 Kilometer im Gale-Krater zurück
  • Trotz tiefer Risse stuft die NASA die Aluminiumräder als fahrtüchtig ein
  • Der Verschleiß wird laufend per Kamera überwacht und die Route angepasst
  • Die Erkenntnisse helfen bei der Entwicklung künftiger Mars-Fahrzeuge

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!