Microsoft: Das Ende der Windows-Systemsteuerung hat begonnen

Microsoft bestätigt offiziell das Ende der Systemsteuerung in Windows. Die seit 1985 bekannte Komponente soll durch die moderne Ein­stel­lun­gen-App ersetzt werden. Doch der Übergang gestaltet sich als lang­wie­ri­ger Prozess, der schon seit über einem Jahrzehnt andauert.
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Einstellungen-App statt Systemsteuerung

Microsoft hat nun offiziell bestätigt, dass die altbekannte Systemsteuerung in Windows durch die modernere Einstellungen-App abgelöst wird. Wie Neowin berichtet, schreibt der Konzern in einem aktualisierten Support-Dokument: "Die Systemsteuerung befindet sich im Prozess der Außerbetriebnahme ('Deprecation') zugunsten der Einstellungen-App, die eine modernere und übersichtlichere Erfahrung bietet."

Man muss allerdings anmerken, dass diese Entscheidung nicht über Nacht kommt, sondern vielmehr der vorläufige Höhepunkt eines Prozesses ist, der sich bereits seit über einem Jahrzehnt hinzieht. Im Wesentlichen wurde dieser bereits 2011 durch Leaks bekannt, 2015 bestätigte Microsoft dann offiziell, dass die Einstellungen-App langfristig die Systemsteuerung ersetzen wird. Es ist aber wohl das erste Mal, dass die Redmonder von "deprecated" sprechen, also diese Funktion auf das Feature-Abstellgleis schicken.


Die Systemsteuerung, die erstmals 1985 mit Windows 1.0 eingeführt wurde, hat sich über Jahrzehnte als zentrales Konfigurationswerkzeug etabliert. Doch mit der Einführung von Windows 8 im Jahr 2012 begann Microsoft, eine neue, Touch-freundliche Alternative zu entwickeln: die Einstellungen-App.

Gründe für den langsamen Übergang

Microsoft erklärt die lange Koexistenz beider Systeme schon seit Jahren folgendermaßen: "Die Systemsteuerung existiert weiterhin aus Kompatibilitätsgründen und um Zugang zu einigen Einstellungen zu bieten, die bislang nicht migriert wurden." Laut dem Konzern ist die Aufgabe komplex und langwierig, alle Funktionen in die neue Oberfläche zu integrieren.

Der langwierige Übergangsprozess hat auch Kritik hervorgerufen. Einige Nutzer bemängeln, dass die Einstellungen-App trotz jahrelanger Entwicklung weiterhin nicht alle Funktionen der Systemsteuerung abdeckt. Besonders Power-User schätzen die granularen Kontrollmöglichkeiten der klassischen Oberfläche.

Ausblick und offene Fragen

Auch wenn man nun von Außerbetriebnahme spricht: Microsoft hat bisher keinen konkreten bzw. weiteren Zeitplan für die endgültige Abschaltung der Systemsteuerung genannt. Es ist davon auszugehen, dass dies erst geschehen wird, wenn alle verbleibenden Funktionen in die Einstellungen-App migriert wurden.

Offen bleibt, ob Microsoft es tatsächlich schafft, die Einstellungen-App so umfassend und mächtig zu gestalten, dass sie auch die Bedürfnisse erfahrener Nutzer vollständig erfüllt. Die kommenden Windows-Updates werden zeigen, wie schnell und gründlich dieser Übergang vollzogen wird.

Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft einen Mittelweg finden kann, der sowohl die Einfachheit für Gelegenheitsnutzer als auch die Tiefe für Power-User bietet. Möglicherweise könnte eine Lösung darin bestehen, fortgeschrittene Optionen in einem separaten "Expertenmodus" innerhalb der Einstellungen-App anzubieten.

Nutzt ihr tatsächlich noch regelmäßig Funktionen, die es nur in der alten Systemsteuerung gibt? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Microsoft bestätigt das Ende der Systemsteuerung in Windows
  • Ersatz durch modernere Einstellungen-App geplant
  • Systemwechsel ist Teil eines über langjährigen Prozesses
  • Systemsteuerung existiert seit 1985, Einführung mit Windows 1.0
  • Einstellungen-App entwickelt als Touch-freundliche Alternative
  • Kritik an unvollständiger Funktionsabdeckung durch die Einstellungen-App
  • Kein fester Zeitplan für die vollständige Abschaltung der Systemsteuerung

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