Heftige Kritik an Microsofts Upgradestrategie von Windows 10 auf 11
Microsoft bietet kostenlose Sicherheitsupdates für Windows 10 auch nach dem Support-Ende an - doch Verbraucherschützer kritisieren die Lösung als unzureichend. Laut den Kritikern könnten bis zu 400 Millionen PCs betroffen sein.
Die Public Interest Research Group (PIRG), die sich für längere Nutzungszeiten von Elektronikprodukten einsetzt, bezeichnet diese Lösung als völlig unzureichend. Lucas Rockett Gutterman, Leiter der "Designed to Last"-Kampagne bei PIRG, erklärte gegenüber The Register: "Microsofts neue Optionen gehen nicht weit genug und werden wahrscheinlich keinen Einfluss auf die bis zu 400 Millionen Windows 10-PCs haben, die nicht auf Windows 11 upgraden können."
Für Unternehmen fallen sogar 61 Dollar pro Gerät an - ein Preis, der sich in den Folgejahren verdoppelt. "Microsoft hat bereits einige Zugeständnisse nach öffentlichem Druck gemacht: ESU für Privatpersonen zum ersten Mal, erschwingliche Preise für Schulen und jetzt ihre neue OneDrive-Option. Was sie nicht getan haben, ist, sich zu einer automatischen längeren Unterstützung für Windows 10 zu verpflichten oder die Hardwareanforderungen für Windows 11 zu lockern", kritisiert Gutterman.
Die Hardware-Anforderungen von Windows 11 sind deutlich strenger als die der Vorgänger. Während Windows 10 noch auf Geräten mit einem Gigabyte RAM und 16 Gigabyte Speicherplatz lief, benötigt Windows 11 mindestens vier Gigabyte RAM, 64 Gigabyte Speicher und moderne Sicherheitschips. Diese Anforderungen schließen selbst relativ neue Geräte aus, die zwischen 2017 und 2019 verkauft wurden.
Was haltet ihr von Microsofts Strategie? Sollte der Konzern den Support für Windows 10 automatisch und kostenlos verlängern, oder sind die angebotenen Optionen ausreichend? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.
Siehe auch:
Kritik an Microsofts Windows 10-Plänen wächst
Microsoft steht unter wachsendem Druck, seine Pläne für das Ende des Windows-10-Supports ein weiteres Mal zu überdenken. Obwohl der Konzern kürzlich kostenlose Sicherheitsupdates über das offizielle Support-Ende am 14. Oktober 2025 hinaus angekündigt hat, stoßen die Bedingungen auf heftige Kritik von Verbraucherschützern. Die kostenfreien Updates erhält nur, wer entweder seine PC-Einstellungen über ein Microsoft-Konto mit der Cloud synchronisiert, 1000 Microsoft-Rewards-Punkte einlöst oder 30 Dollar (etwa 25 Euro) für das Extended Security Update (ESU)-Programm bezahlt.Die Public Interest Research Group (PIRG), die sich für längere Nutzungszeiten von Elektronikprodukten einsetzt, bezeichnet diese Lösung als völlig unzureichend. Lucas Rockett Gutterman, Leiter der "Designed to Last"-Kampagne bei PIRG, erklärte gegenüber The Register: "Microsofts neue Optionen gehen nicht weit genug und werden wahrscheinlich keinen Einfluss auf die bis zu 400 Millionen Windows 10-PCs haben, die nicht auf Windows 11 upgraden können."
Massive Umweltauswirkungen befürchtet
Die PIRG warnt, dass Microsofts Entscheidung zur "größten Welle entsorgter Computer aller Zeiten" führen könnte. Laut aktuellen Statistiken hält Windows 10 mit 48,92 Prozent weiterhin den größten Anteil am Windows-Markt, dicht gefolgt von Windows 11 mit 47,73 Prozent. Viele dieser Geräte können jedoch aufgrund der strengen Hardware-Anforderungen nicht auf Windows 11 aktualisiert werden - insbesondere die Trusted Platform Module (TPM) 2.0-Anforderung und die Secure Boot-Unterstützung schließen Millionen älterer, aber funktionsfähiger Geräte aus.Für Unternehmen fallen sogar 61 Dollar pro Gerät an - ein Preis, der sich in den Folgejahren verdoppelt. "Microsoft hat bereits einige Zugeständnisse nach öffentlichem Druck gemacht: ESU für Privatpersonen zum ersten Mal, erschwingliche Preise für Schulen und jetzt ihre neue OneDrive-Option. Was sie nicht getan haben, ist, sich zu einer automatischen längeren Unterstützung für Windows 10 zu verpflichten oder die Hardwareanforderungen für Windows 11 zu lockern", kritisiert Gutterman.
Die Hardware-Anforderungen von Windows 11 sind deutlich strenger als die der Vorgänger. Während Windows 10 noch auf Geräten mit einem Gigabyte RAM und 16 Gigabyte Speicherplatz lief, benötigt Windows 11 mindestens vier Gigabyte RAM, 64 Gigabyte Speicher und moderne Sicherheitschips. Diese Anforderungen schließen selbst relativ neue Geräte aus, die zwischen 2017 und 2019 verkauft wurden.
Linux als Alternative
Unter dem Namen "End of 10" formiert sich eine Gruppe, die Windows-10-Nutzer zum Umstieg auf Linux ermutigt. Die Kampagne wirbt mit dem Fehlen von Werbung und Telemetrie-Tracking als Hauptverkaufsargumente. Obwohl Linux-Distributionen wie Ubuntu, Mint und Fedora Unterstützung für ältere Hardware bieten, bleiben bei Linux praktische Hürden wie Kompatibilitätsprobleme und die Lernkurve bestehen.Was haltet ihr von Microsofts Strategie? Sollte der Konzern den Support für Windows 10 automatisch und kostenlos verlängern, oder sind die angebotenen Optionen ausreichend? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.
Zusammenfassung
- Microsoft bietet kostenlose Sicherheitsupdates für Windows 10 mit Einschränkungen
- Verbraucherschützer kritisieren die Bedingungen für kostenfreie Updates als unzureichend
- Bis zu 400 Millionen PCs könnten betroffen sein, die nicht auf Windows 11 aufrüstbar sind
- Windows 10 hat mit 48,92 Prozent weiterhin den größten Anteil am Windows-Markt
- Strenge Hardware-Anforderungen von Windows 11 schließen viele ältere Geräte aus
- Extended Security Updates kosten für Privatpersonen etwa 25 Euro pro Gerät
- Initiative 'End of 10' wirbt für Umstieg auf Linux als Alternative zu Windows
Siehe auch:
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