Windows 10 bekommt jetzt ein finales Kompatibilitäts-Update

Microsoft hat ein verbessertes Zuverlässigkeits- oder Kompatibi­li­täts-Update für Windows 10 herausgegeben. Das Update KB5001716 bereitete in der Vergangenheit vorrangig auf ein angekündigtes "Zwangs­update" auf neuere Windows-Versionen vor.
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Support für Windows 10 21H1 ausgelaufen

Das dieses Update nun, kurz vor dem endgültigen Support-Ende von Windows 10 veröffentlicht wird, ist nicht überraschend, aber keine Sorge: Niemand wird entgegen seinem Willen auf Windows 11 zwangsmigriert.

Microsoft ist nun schon seit geraumer Zeit dabei Nutzer zu informieren, dass die Unter­stützung für Windows 10 ausläuft. Bisher hatte man über die KB5001716 die Weichen gestellt, dass Endverbraucher automatisch auf die nächst neuere Windows 10-Version aktualisiert werden, doch da ist nun das Ende erreicht.


Entdeckt hatte das Online-Magazin Deskmodder, dass Microsoft die KB5001716 mit ihrem "Update für Windows Update Service-Komponenten" erneuert wurde und wieder in Verteilung geht. Das Update ist ab so­fort verfügbar und steht nur für bestimmte Nutzergruppen bereit. Microsoft aktualisiert diese Update-Komponenten von Zeit zu Zeit.

Das sogenannte Zuverlässigkeits- oder Kompatibilitäts-Update erscheint regelmäßig mit kleineren Überarbeitungen. Details zu den Änderungen nennt Microsoft eigentlich nicht, man muss nun aber davon ausgehen, dass die veränderten Bedingungen (wie der Möglichkeit, der verlängerten Support-Option beizutreten) auch berücksichtigt wurden.

Es gibt nur ein allgemeines Support-Dokument zu KB5001716, das allerdings wie wir bemerkt haben überarbeitet wurde. Der letzte Abschnitt ist nun komplett gestrichen. Da heißt es:

Inhalt KB5001716

  • Wenn dieses Update installiert ist, versucht Windows möglicherweise, Featureupdates auf Ihr Gerät herunterzuladen und zu installieren, wenn es sich dem Support ihrer aktuell installierten Windows-Version nähert oder das Ende erreicht hat. Featureupdates bieten neue Funktionen und tragen dazu bei, ihr Gerät zu schützen.
  • Nach der Installation dieses Updates zeigt Windows möglicherweise in regelmäßigen Abständen eine Benachrichtigung an, die Sie über Probleme informiert, die Windows Update daran hindern können, Ihr Gerät auf dem neuesten Stand zu halten und vor aktuellen Bedrohungen zu schützen. Beispielsweise kann eine Benachrichtigung angezeigt werden, die Sie darüber informiert, dass auf Ihrem Gerät derzeit eine Version von Windows ausgeführt wird, die das Ende des Supportlebenszyklus erreicht hat, oder dass Ihr Gerät die Mindesthardwareanforderungen für die aktuell installierte Version von Windows nicht erfüllt.
  • Dieser Abschnitt erscheint nicht mehr: Wichtig: Wenn der Support für Ihr Gerät nicht mehr besteht, empfängt es keine Sicherheitsupdates mehr von Microsoft und wird möglicherweise anfälliger für Sicherheitsrisiken und Viren. Aus diesem Grund wird dringend empfohlen, ein Update auf die neueste Version von Windows. Jede Version Windows wird 18 Monate lang unterstützt. Nachdem der Support beendet wurde, müssen Sie auf eine neuere Version von Windows aktualisieren, um weiterhin Updates und Windows Sicherheitsupdates zu erhalten.

Da heißt es also, dieses Update ist für alle Update-willigen Windowsnutzer gedacht und adressiert nur die Update-Komponenten, sodass laut Microsoft eine nahtlose "Update-Erfahrung" sichergestellt wird. Gemeint ist damit die Ausmerzung von Fehlern, die zum Beispiel beim Überspringen von Updates auftreten könnten oder durch unvorhergesehene Kompatibilitäts-Probleme mit einzelnen Hardware- und Software-Komponenten.

Das Update prüft daher vorab Hardware und Software auf Kompatibilität.

Zuverlässigkeits-Update Verlauf

  • 2023
    6. Oktober
    Erste Veröffentlichung für Windows 10 2004-22H2
  • 2024
    8. März
    Aktualisierung, alte Version entfernt für Windows 10 2004-22H2
  • 2024
    10. Oktober
    Patchday, erneute Verteilung, neue Komponenten für Windows 10 2004-22H2, 11 21H2
  • 2024
    9./11. November
    "Stille" Installation für Upgrade-Vorbereitung bei Windows 10/11
  • 2025
    28. Juni
    Jüngste Aktualisierung, nur für Windows 10 21H2/22H2

Vorab Servicing Stack Update prüfen

Microsoft empfiehlt, dass Windows-Nutzer, die eine nicht mehr durch Sicherheitsupdates unterstützte Version anwenden, mithilfe dieser Aktualisierung der Update-Dienstkomponenten auf eine neue Version umsteigen.

Zudem wird angeraten, das jeweils neueste Servicing Stack Update (SSU) zu installieren. Welche SSU die aktuellste für die selbst genutzte Windows-Version ist, erfährt man über die Support-Webseite von Microsoft.

Hintergrund: Mehr als die Hälfte aller Windows-Nutzer verwendet Windows 10. Mit dem kostenlosen ESU-Angebot will Microsoft verhindern, dass ab Oktober über eine halbe Milliarde PCs ohne Sicherheitsupdates anfällig für Bedrohungen sind. Gleichzeitig sammelt das Unternehmen durch die Cloud-Synchronisation Nutzerdaten und bindet Anwender an das Microsoft-Ökosystem.

Gehört ihr zu den verbliebenen Windows 10-Nutzern? Werdet ihr eure PC-Einstellungen synchronisieren, um kostenlose Updates zu erhalten, oder plant ihr bereits den Umstieg auf Windows 11? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren!

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Wann endet der Windows 10 Support?
Microsoft stellt den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 ein. Dies betrifft die Editionen Home, Pro und Education. Ab diesem Zeitpunkt werden keine kostenlosen Updates mehr bereitgestellt - auch keine sicherheitsrelevanten Updates zum Schließen von Schwachstellen.

Nach dem Supportende soll es laut Microsoft nur noch im Rahmen eines kostenpflichtigen Abonnements für maximal drei weitere Jahre kritische und wichtige Sicherheitsupdates geben.
Welche Alternativen gibt es?
Das BSI empfiehlt als primäre Option ein Upgrade auf Windows 11, sofern die Hardware die Systemanforderungen erfüllt. Als Alternative können Nutzer auch zu einem Unix-basierten System wie MacOS oder zu einer Linux-Distribution wechseln.

Wichtig ist vor allem, dass das gewählte Betriebssystem weiterhin regelmäßige Sicherheitsupdates erhält. Die Entscheidung sollte rechtzeitig getroffen werden, um einen geordneten Umstieg zu ermöglichen.
Wie gefährlich ist weiterer Windows 10 Betrieb?
Die weitere Nutzung von Windows 10 nach dem Supportende birgt laut BSI-Expertin Nora Kluger "gravierende Sicherheitsrisiken". Ohne regelmäßige Sicherheitsupdates bleiben neu entdeckte Schwachstellen dauerhaft offen.

Solche Sicherheitslücken können von Angreifern aktiv ausgenutzt werden, um in Systeme einzudringen oder Schadsoftware einzuschleusen. Das BSI rät daher dringend davon ab, Windows 10 nach dem Supportende weiter im produktiven Einsatz zu nutzen.
Wie bereite ich den Systemwechsel vor?
Das BSI empfiehlt als wichtigsten ersten Schritt eine vollständige Datensicherung, idealerweise auf einer externen Festplatte. Dies beugt möglichem Datenverlust während der Migration vor.

Auf der Website des BSI finden Sie eine detaillierte Anleitung "Schritt für Schritt zur Datensicherung" sowie weitere Tipps zum Basisschutz. Der Wechsel sollte frühzeitig geplant werden, um Zeitdruck zu vermeiden.
Welche Windows 10 Versionen sind betroffen?
Das Supportende betrifft die am weitesten verbreiteten Windows 10 Editionen Home, Pro und Education. Diese Versionen werden ab Oktober 2025 keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr erhalten.

Für spezielle Editionen wie Enterprise oder Education könnten abweichende Supportzeiträume gelten. Nutzer sollten ihre konkrete Windows-Version überprüfen und sich über deren spezifisches Supportende informieren.
Ist ein Upgrade auf Windows 11 kostenlos?
In den vorliegenden Quellen werden keine konkreten Aussagen zu den Kosten eines Windows 11 Upgrades gemacht. Microsoft hatte bisher kostenlose Upgrades für kompatible Systeme angeboten.

Entscheidend ist vor allem, ob Ihr PC die Systemanforderungen für Windows 11 erfüllt. Falls nicht, müssen Sie entweder Hardware nachrüsten oder auf Alternativen wie Linux ausweichen.
Wie viel Zeit bleibt für die Umstellung?
Bis zum Supportende am 14. Oktober 2025 bleiben noch etwa sechs Monate Zeit. Das BSI empfiehlt ausdrücklich, die Migration frühzeitig zu planen und durchzuführen, um nicht unter Zeitdruck zu geraten.

Die verbleibende Zeit sollte für Systemchecks, Datensicherungen und die sorgfältige Auswahl des neuen Betriebssystems genutzt werden. Bei Unternehmen ist zusätzliche Zeit für Mitarbeiterschulungen einzuplanen.
Zusammenfassung
  • Microsoft veröffentlicht verbessertes Update KB5001716 für Windows 10
  • Das Update bereitet Nutzer auf das nahende Support-Ende von Windows 10 vor
  • Trotz der Updates wird niemand zwangsweise auf Windows 11 umgestellt
  • Die Update-Komponenten prüfen Hardware und Software auf Kompatibilität
  • Microsoft bietet nun eine verlängerte Support-Option für Windows 10 an
  • Mehr als die Hälfte aller Windows-Nutzer verwendet weiterhin Windows 10
  • Das kostenlose ESU-Angebot soll eine halbe Milliarde PCs vor Bedrohungen schützen

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