Erinnerung zum Patch-Day:
Windows Secure Boot-Zertifikat läuft ab

Microsoft macht Ernst: Nachdem das Unternehmen bereits im Juni öffentlich vor dem bevorstehenden Ablauf wichtiger UEFI Secure Boot-Zertifikate gewarnt hatte, wird diese Information nun auch direkt an Windows-Nutzer ausgespielt.
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UEFI-Zertifikate laufen 2026 ab

Mit dem Juli-Update für Windows 10 erscheint ein entsprechender Hinweis in der Knowledge Base - erstmals ist damit systemseitig sichtbar, was bislang nur in der Techcommunity und für Administratoren thematisiert wurde:

Wichtig: Secure Boot-Zertifikate, die von den meisten Windows-Geräten verwendet werden, laufen ab Juni 2026 aus. Dies könnte die Fähigkeit bestimmter privater und geschäftlicher Geräte beeinträchtigen, sicher zu booten, wenn sie nicht rechtzeitig aktualisiert werden. Um Unterbrechungen zu vermeiden, empfehlen wir, die Anleitung zu lesen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Zertifikate im Voraus zu aktualisieren.
Windows-Support

Microsoft informiert nun direkt in Windows 10

Konkret geht es um die beiden Zertifikate "Microsoft Corporation KEK CA 2011" und "Microsoft Corporation UEFI CA 2011", die im Juni 2026 ihre Gültigkeit verlieren. Diese gehören zu einer Kette von Zertifikaten, die seit der Einführung von Secure Boot mit Windows 8 sicherstellen sollen, dass beim Start nur autorisierte Software ausgeführt wird. Fällt eines dieser Zertifikate weg, kann das schwerwiegende Folgen haben - insbesondere für Sicherheitsupdates im Boot-Prozess.

Betroffen sind alle physischen und virtuellen Systeme, auf denen unterstützte Windows-Versionen laufen - darunter Windows 10, Windows 11 sowie diverse Server-Ausgaben seit dem Jahr 2012. Nicht betroffen sind hingegen neue Copilot+PCs, die bereits mit aktualisierten Zertifikaten ausgeliefert werden, sowie Systeme ohne aktivierten Secure Boot.

Die Aktualisierung der Zertifikate wird laut Microsoft in den kommenden Monaten über Windows Update erfolgen. Einzelheiten sollen dazu noch folgen. Problematisch bleibt aber weiterhin das geplante Support-Ende für Windows 10.

Die neue Information in der Knowledge-Base ist dabei mehr als nur ein Hinweis: Sie macht deutlich, dass der Konzern den Ablauf nicht auf die leichte Schulter nimmt - und dass auch Nutzer außerhalb der IT-Abteilungen die Notwendigkeit von BIOS- oder Firmware-Updates verstehen sollen. Denn: Ohne aktualisierte Firmware kann das Einspielen neuer Zertifikate scheitern.

Es könnte problematisch werden

Die Folgen eines versäumten Updates könnten gravierend sein. Wird das alte Zertifikat ungültig, sind betroffene Systeme nicht mehr in der Lage, sicherheitsrelevante Updates für den Windows Boot Manager oder andere Secure-Boot-Komponenten zu installieren. Auch neu signierte Drittsoftware könnte Probleme bereiten. Microsoft warnt zudem vor Angriffsszenarien durch Malware wie das bekannte Bootkit "BlackLotus", das genau eine solche Lücke ausnutzen könnte.

Wie schätzt ihr das ein? Wartet ihr auf automatische Updates oder geht ihr das Thema proaktiv an? Die Diskussion ist eröffnet!

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Wann endet der Windows 10 Support?
Microsoft stellt den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 ein. Dies betrifft die Editionen Home, Pro und Education. Ab diesem Zeitpunkt werden keine kostenlosen Updates mehr bereitgestellt - auch keine sicherheitsrelevanten Updates zum Schließen von Schwachstellen.

Nach dem Supportende soll es laut Microsoft nur noch im Rahmen eines kostenpflichtigen Abonnements für maximal drei weitere Jahre kritische und wichtige Sicherheitsupdates geben.
Welche Alternativen gibt es?
Das BSI empfiehlt als primäre Option ein Upgrade auf Windows 11, sofern die Hardware die Systemanforderungen erfüllt. Als Alternative können Nutzer auch zu einem Unix-basierten System wie MacOS oder zu einer Linux-Distribution wechseln.

Wichtig ist vor allem, dass das gewählte Betriebssystem weiterhin regelmäßige Sicherheitsupdates erhält. Die Entscheidung sollte rechtzeitig getroffen werden, um einen geordneten Umstieg zu ermöglichen.
Wie gefährlich ist weiterer Windows 10 Betrieb?
Die weitere Nutzung von Windows 10 nach dem Supportende birgt laut BSI-Expertin Nora Kluger "gravierende Sicherheitsrisiken". Ohne regelmäßige Sicherheitsupdates bleiben neu entdeckte Schwachstellen dauerhaft offen.

Solche Sicherheitslücken können von Angreifern aktiv ausgenutzt werden, um in Systeme einzudringen oder Schadsoftware einzuschleusen. Das BSI rät daher dringend davon ab, Windows 10 nach dem Supportende weiter im produktiven Einsatz zu nutzen.
Ist ein Upgrade auf Windows 11 kostenlos?
In den vorliegenden Quellen werden keine konkreten Aussagen zu den Kosten eines Windows 11 Upgrades gemacht. Microsoft hatte bisher kostenlose Upgrades für kompatible Systeme angeboten.

Entscheidend ist vor allem, ob Ihr PC die Systemanforderungen für Windows 11 erfüllt. Falls nicht, müssen Sie entweder Hardware nachrüsten oder auf Alternativen wie Linux ausweichen.
Zusammenfassung
  • Microsoft warnt vor dem Ablauf von UEFI Secure Boot-Zertifikaten im Juni 2026
  • Windows 10, 11 und Server-Versionen seit 2012 sind betroffen
  • Updates werden in den kommenden Monaten über Windows Update verteilt
  • Aktualisierte Firmware ist für die Installation neuer Zertifikate nötig
  • Fehlende Updates können zu Sicherheitsproblemen und Malware führen

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