Ukraine-Krise: Regierung hat AKW-Verlängerung geprüft - bringt nichts
Die Forderungen nach einem möglichen Weiterbetrieb der noch bestehenden Kernkraftwerke ist seitens der zuständigen Bundesministerien geprüft worden. Dies wird aufgrund verschiedener Faktoren aber nicht als sinnvolle Maßnahme angesehen.
Die gesamte Frage der Energieversorgung ist für die kommende Zeit noch einmal neu aufgeworfen. Denn über viele Jahre hinweg verweigerten sich die unionsgeführten Bundesregierungen, die Energiewende in nennenswerten Ausmaß anzupacken. Stattdessen blieb eine gewisse Abhängigkeit von Importen aus Russland bestehen, die Deutschland nun angesichts des Angriffskrieges auf die Ukraine und der daraus folgenden Sanktionen auf die Füße fällt.
Angesichts der Risiken für die Energieversorgung, die damit verbunden sind, wittern all jene noch einmal Morgenluft, die seit langer Zeit immer wieder kräftige Lobbyarbeit für die alten Formen der Energieversorgung machen. Auch der fast schon abgeschlossene Ausstieg aus der Kernkraft wurde wieder in Frage gestellt. Die Argumentation: Wenn kein Gas mehr aus Russland kommen sollte, würden die alten AKWs doch wieder benötigt - die drei noch aktiven Standorte sollten daher über den kommenden Jahreswechsel hinaus weiterbetrieben und gerade abgeschaltete Meiler wieder hochgefahren werden.
In beiden Ministerien kamen die Fachleute zu dem Ergebnis, dass eine Verlängerung der Laufzeiten nur einen sehr begrenzten Beitrag zur Lösung des Problems leisten könnte. Dem stünden auf der anderen Seite sehr hohe wirtschaftliche Kosten, verfassungsrechtliche und sicherheitstechnische Risiken gegenüber. Zumal der eigentliche Engpass nicht beim Strom zu erwarten ist, sondern dort, wo das Gas direkt zur Wärme-Erzeugung genutzt wird. Hier könnten die Atomkraftwerke allerdings gar keinen Beitrag leisten.
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Angesichts der Risiken für die Energieversorgung, die damit verbunden sind, wittern all jene noch einmal Morgenluft, die seit langer Zeit immer wieder kräftige Lobbyarbeit für die alten Formen der Energieversorgung machen. Auch der fast schon abgeschlossene Ausstieg aus der Kernkraft wurde wieder in Frage gestellt. Die Argumentation: Wenn kein Gas mehr aus Russland kommen sollte, würden die alten AKWs doch wieder benötigt - die drei noch aktiven Standorte sollten daher über den kommenden Jahreswechsel hinaus weiterbetrieben und gerade abgeschaltete Meiler wieder hochgefahren werden.
Mehr Aufwand als Nutzen
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) haben daher die Sachlage in den letzten Tagen einer Prüfung unterzogen. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob längere AKW-Laufzeiten mögliche Versorgungsengpässe im nächsten Winter ausgleichen können. Aber auch eine mehrjährige Verlängerung wurde betrachtet.In beiden Ministerien kamen die Fachleute zu dem Ergebnis, dass eine Verlängerung der Laufzeiten nur einen sehr begrenzten Beitrag zur Lösung des Problems leisten könnte. Dem stünden auf der anderen Seite sehr hohe wirtschaftliche Kosten, verfassungsrechtliche und sicherheitstechnische Risiken gegenüber. Zumal der eigentliche Engpass nicht beim Strom zu erwarten ist, sondern dort, wo das Gas direkt zur Wärme-Erzeugung genutzt wird. Hier könnten die Atomkraftwerke allerdings gar keinen Beitrag leisten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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