Bericht: Microsoft prüfte Übernahme von Nokia

Microsoft soll im letzten Jahr tatsächlich über eine Übernahme von Nokia nachgedacht haben - oder zumindest von Teilen des strauchelnden finnischen Handyherstellers. Dies berichtet das britische IT-Magazin 'The Register'.
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Nokia
Laut gut informierten Quellen aus dem Umfeld von Microsoft und Nokia soll der Softwarekonzern gegen Ende 2011 Zugriff auf interne Geschäftsdokumente des Mobilfunkspezialisten bekommen haben. Die Redmonder prüften anhand von Nokias Büchern, ob sich ein Kauf des gesamten Unternehmens oder zumindest von einzelnen Teilen lohnen würde.

Letztlich entschied man sich bei Microsoft gegen eine Übernahme von Nokia, weil sich dies schlicht und einfach nicht gelohnt hätte. Natürlich hätte es für Microsoft sinnvoll sein können, aus Nokia eine eigenständige Unternehmenssparte zu machen, wie es zum Beispiel bei der Xbox Division der Fall ist, dies hätte sich aber angeblich finanziell nicht ausgezahlt.

Stattdessen lasse Microsoft die Finnen weiter eigenständig agieren, wobei ein Kauf bestimmter Unternehmensteile noch immer möglich wäre, sobald Nokias schrumpfende Geldreserven ausgeschöpft sind. Hintergrund des Berichts sind Gerüchte aus der letzten Woche, wonach der koreanische Elektronikkonzern Samsung einen Kauf von Nokia in Erwägung ziehen sollte.

Am Freitag war der Kurs der Nokia-Aktie kurzfristig um rund sechs Prozent in die Höhe geschossen, nachdem die Gerüchte um eine Übernahme durch Samsung aufkamen. Analysten bezeichneten dies jedoch als "Freitags-Wahnsinn" und inzwischen hat Samsung selbst einem Kauf von Nokia eine Absage erteilt.
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