Dementi: Samsung hat kein Interesse an Nokia
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat Gerüchte als haltlos zurückgewiesen, dass man Interesse an einer Übernahme des angeschlagenen Konkurrenten Nokia aus Finnland habe. Eine entsprechende Stellungnahme veröffentlichte das Unternehmen heute.
In der Vergangenheit wurde bereits mehrfach über einen entsprechenden Schritt Samsungs gesprochen. Das Unternehmen sah sich deshalb bereits vor einem Jahr genötigt, entsprechende Pläne zu dementieren. Angesichts des fortschreitenden Wertverlustes Nokias tauchten solche Gerüchte in den letzten Tagen erneut auf.
Die Anleger würden in einer Übernahme des einstigen Marktführers bei Mobiltelefonen wohl einen Schritt in die richtige Richtung sehen - zumindest für Nokia selbst. Die klare Ablehnung, die aus Samsungs Stellungnahme sprach, sorgte heute zumindest dafür, dass der Aktienkurs des finnischen Konzerns erneut um 2 Prozent nach unten rutschte. Als die Gerüchte am vergangenen Freitag zu kursieren begannen, zog das Wertpapier hingegen erst einmal um 6 Prozent an.
Nokia konnte lange von seiner dominanten Stellung am Handymarkt zehren. Einst hatte das Unternehmen Marktanteile von deutlich über 40 Prozent. Allerdings geht es seit Jahren bergab - vor allem, weil der Hersteller den Anschluss an die Smartphone-Entwicklung verpasste. Zu lange hielt man sich an dem veralteten Symbian-System fest und mögliche Alternativen wie Meego kamen nicht recht in Gang.
Als Rettungsanker sollte sich eine Kooperation mit Microsoft erweisen. Allerdings ist auch der Redmonder Software-Konzern weit ins Hintertreffen geraten und begann mit der Entwicklung einer modernen Smartphone-Plattform erst, als die Konkurrenzprodukte iOS und Android begonnen hatten, den Markt aufzurollen. Ob es den beiden Unternehmen daher gelingt, mittelfristig eine wirkliche Trendwende zu schaffen, muss daher abgewartet werden.
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