Windows 11: Admins genervt und wütend über neue OneDrive-App

Microsoft installiert aktuell ungefragt eine neue Anwendung für Fotos auf zahlreichen Rechnern mit Windows 11. Das Programm lässt sich nicht separat entfernen und sorgt in Firmennetzwerken für massiven Ärger bei den Administratoren.
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Ärger um Windows-11-Updates

Microsoft verteilt seit Ende Juli ohne vorherige Ankündigung eine neue OneDrive Fotos-Anwendung für Windows 11. Das Programm taucht plötzlich im Startmenü der Nutzer auf und ist fest an den bestehenden Client des Cloud-Speichers gekoppelt. Der wesentliche Kritikpunkt an der Software ist die fehlende Möglichkeit zur einfachen Deinstallation, was bei vielen Anwendern für erheblichen Unmut sorgt.

Das neue Werkzeug lässt sich nicht über die normalen Systemeinstellungen des Betriebssystems entfernen. Wer die Anwendung loswerden möchte, muss den kompletten Client für den Cloud-Dienst von seinem Computer löschen. Selbst das simple Entfernen der Verknüpfung im Startmenü bietet keine dauerhafte Lösung für die Betroffenen. Das System stellt das Symbol bei der nächsten Hintergrundaktualisierung automatisch wieder her. Für Nutzer gibt es derzeit keinen anderen offiziellen Weg, es loszuwerden.


Wie Windows Latest berichtet, betrifft das Problem nicht nur private Endanwender. Auch in Firmennetzwerken, die über die Verwaltungssoftware Microsoft Intune administriert werden, taucht das Programm ungefragt auf. Für zuständige Administratoren ist das ein erhebliches Ärgernis. Das Werkzeug funktioniert nachweislich ausschließlich mit privaten Konten, wodurch die Anwendung auf professionell genutzten Systemen nicht einmal peripheren Nutzen hat.

Technik und Systemintegration

Bei OneDrive Fotos handelt es sich um eine angepasste Web-Ansicht der Galerie-Funktion. Die ausführbare Datei liegt direkt im Installationsordner des Dienstes, was die Kontrolle durch IT-Abteilungen erschwert. Herkömmliche Gruppenrichtlinien oder übliche Sperren greifen bei dieser Installationsmethode nicht. Administratoren bleibt momentan nur die aufwendige Möglichkeit, automatisierte Skripte zu entwickeln, die das entsprechende Symbol regelmäßig aus dem Startmenü löschen.

Fehlende Kommunikation

Eine offizielle Stellungnahme von Microsoft zu diesem Verhalten in professionell verwalteten Umgebungen fehlt bislang völlig. Bis zu einem passenden Update bleibt die aktuelle Situation für Administratoren und Nutzer unbefriedigend, da sie das unerwünschte Programm auf ihren Computern dulden müssen.

Wie geht ihr mit solchen ungefragt installierten Programmen auf eurem Computer um? Stört euch das Vorgehen des Herstellers oder nutzt ihr die neue Software bereits? Teilt eure Meinung gerne mit uns.

Zusammenfassung
  • Microsoft verteilt ungefragt eine neue OneDrive Fotos-App für Windows 11
  • Das neue Programm lässt sich nicht einfach über das System deinstallieren
  • Gelöschte Verknüpfungen werden automatisch im Startmenü wiederhergestellt
  • Die Anwendung betrifft auch beruflich genutzte Firmennetzwerke ungefragt
  • Die Fotos-App funktioniert derzeit ausschließlich mit privaten Konten
  • Administratoren fehlt bisher ein offizieller Weg zur Deinstallation

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