Microsoft und Meta reduzieren interne Nutzung von Anthropic-KI
Microsoft und Meta investierten bisher große Summen in die KI-Modelle von Anthropic. Doch nun schränken die Konzerne diese interne Nutzung ein. Entwickler sollen für Programmieraufgaben stattdessen verstärkt auf hauseigene Alternativen setzen.
Der Hauptgrund für den Wechsel ist der Einsatz eigener Software. Meta treibt die interne Lösung MetaCode voran, die mehr als 30.000 Angestellte verwenden. Zudem existiert mit Muse Code eine Alternative auf Basis eigener Modelle. Auch für den Marktstart des Endkunden-Agenten Muse AI wechselte Meta zu internen Modellen. Dennoch gab das Unternehmen für Claude Code zuletzt in 28 Tagen noch mehr als 105 Millionen Dollar (etwa 94 Millionen Euro) aus.
Entwickler bei Microsoft sollen ihre Arbeitsabläufe verstärkt über GitHub Copilot abwickeln und dabei vorrangig auf Modelle von OpenAI zugreifen. Hohe Bereitstellungskosten und Datenschutzbedenken veranlassen derzeit mehrere Unternehmenskunden dazu, die starke Abhängigkeit von Anthropic zu überdenken. Im kundenorientierten Geschäft investiert Microsoft jedoch weiterhin in Anthropic-Modelle, um externe Copilot-Funktionen für Endanwender anzutreiben.
Glaubt ihr, dass firmeninterne KI-Lösungen auf lange Sicht Drittanbieter verdrängen? Teilt eure Gedanken mit uns und diskutiert das Thema in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Microsoft und Meta reduzieren den internen Einsatz von KI-Tools von Anthropic
- Meta halbiert die Nutzerzahl von Claude Code und setzt auf eigene Software
- Microsoft kürzt die geplanten Jahresausgaben für Anthropic deutlich zusammen
- Entwickler bei Microsoft sollen stattdessen GitHub Copilot verwenden
- Kosten und Datenschutz veranlassen Kunden zum Überdenken ihrer Abhängigkeit
- Für Anthropics geplanten Börsengang bedeuten die Kürzungen Gegenwind
KI-Strategie im Wandel
Microsoft und Meta schränken die interne Nutzung der KI-Modelle von Anthropic ein. Beide Technologiekonzerne drängen ihre Entwickler, stattdessen hauseigene Werkzeuge für Programmieraufgaben zu verwenden. Bei Meta sank die Zahl der internen Nutzer des Programmierassistenten Claude Code von ehemals rund 60.000 auf etwa 30.000 Mitarbeiter. Der Rückgang geht teilweise auf Entlassungen im Frühjahr zurück, bei denen das Unternehmen rund zehn Prozent seiner Belegschaft abbaute.Der Hauptgrund für den Wechsel ist der Einsatz eigener Software. Meta treibt die interne Lösung MetaCode voran, die mehr als 30.000 Angestellte verwenden. Zudem existiert mit Muse Code eine Alternative auf Basis eigener Modelle. Auch für den Marktstart des Endkunden-Agenten Muse AI wechselte Meta zu internen Modellen. Dennoch gab das Unternehmen für Claude Code zuletzt in 28 Tagen noch mehr als 105 Millionen Dollar (etwa 94 Millionen Euro) aus.
Strenge Limits bei Microsoft
Auch Microsoft zieht intern die Zügel an, wie The Information unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. Ursprünglich erwartete das Management, pro Jahr mindestens eine Milliarde Dollar (etwa 894 Millionen Euro) für die interne Nutzung der Anthropic-Modelle auszugeben. Die Prognose wurde um mehr als ein Drittel gekappt. Führungskräfte senkten das monatliche Budget pro Mitarbeiter in der Cloud- und KI-Abteilung in den meisten Fällen von 100.000 Dollar (etwa 89.417 Euro) auf rund 10.000 Dollar (etwa 8.942 Euro).Entwickler bei Microsoft sollen ihre Arbeitsabläufe verstärkt über GitHub Copilot abwickeln und dabei vorrangig auf Modelle von OpenAI zugreifen. Hohe Bereitstellungskosten und Datenschutzbedenken veranlassen derzeit mehrere Unternehmenskunden dazu, die starke Abhängigkeit von Anthropic zu überdenken. Im kundenorientierten Geschäft investiert Microsoft jedoch weiterhin in Anthropic-Modelle, um externe Copilot-Funktionen für Endanwender anzutreiben.
Druck vor dem Börsengang
Für Anthropic stellen die internen Kürzungen der Großkunden eine Herausforderung dar, da das Unternehmen einen Börsengang vorbereitet. In einem entsprechenden Prospekt gab Anthropic an, dass zwei ungenannte Kunden etwa 25 Prozent des Umsatzes ausmachen. Trotz der Einsparungen verzeichnet Anthropic weiterhin Umsatzwachstum und baut seinen Kundenstamm bei Unternehmen aus, die jährlich hohe Summen in die Technologie investieren.Glaubt ihr, dass firmeninterne KI-Lösungen auf lange Sicht Drittanbieter verdrängen? Teilt eure Gedanken mit uns und diskutiert das Thema in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Frau nutzt Claude als "privates Tagebuch", wird gemeldet und verhaftet
- Claude Opus 5.5: Anthropics neues KI-Modell schlägt GPT-6 Astra klar
- KI-Modell Claude: Anthropic stoppt mögliche Biowaffen-Forschung
- Claude-KI im Visier: Malware stiehlt Sitzungen und leert Konten
- Claude KI versendet ab sofort selbstständig E-Mails in Gmail
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Videos zum Thema KI
- Super Bowl 2026: OpenAI lässt uns mit Codex Neues erschaffen
- Super Bowl 2026: Claude verrät, wie man einen Sixpack bekommt
- Anthropic Claude macht sich über Werbung in ChatGPT lustig
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