Windows 12: Wann kommt das große Upgrade?

Die Windows-11-Nutzerbasis ist mit 26H1 und 26H2 aktuell in zwei Lager gespalten. Microsoft plant allerdings, diese Fragmentierung der Code-Basis mit zukünftigen Updates wieder zu beenden. Doch was bedeutet das für die Veröffentlichung von Windows 12?
Windows 12, Windows 12 Lite, Microsoft Windows 12, W12, Windows 11 Nachfolger

    Zusammenführung der Entwicklungszweige

    Gerade erst hat Microsoft sein diesjähriges Herbst-Update in Form von Windows 11 26H2 veröffentlicht. Besitzer von Laptops der mittlerweile zu Grabe getragenen Copilot+-Marke mit Snapdragon- und RTX-Spark-Chips bekommen die neue Version aber nicht. Sie nutzen weiter Version 26H1. Das liegt daran, dass Windows 11 26H2 die Germanium-Plattform verwendet, während 26H1 auf Bromine entwickelt wird. Die Windows-Gemeinde ist momentan also zweigeteilt. Doch was bedeutet das für die nächsten Updates des Betriebssystems und vor allem für Windows 12?

    Solange sich der duale Zustand nicht ändert, ist es eher unwahrscheinlich, dass Microsoft Windows 12 veröffentlicht. Ein Sprung würde den momentan geteilten Upgrade-Pfad kompliziert machen. Sinnvoller wäre es demnach, die Nutzerbasis zunächst wieder auf einem einheitlichen Stand zu vereinen. Das scheint auch der Plan zu sein.


    Wie Windows Central berichtet, plant Microsoft, wieder alle Anwender auf eine gemeinsame Code-Basis zu bringen. So wird für das kommende Jahr Windows 11 in Version 27H2 erwartet. Mit der Veröffentlichung soll die wesentliche technische Zusammenführung der beiden Systeme einhergehen. Die aktuelle Spaltung entstand aus zeitlichen Gründen, da die neuen ARM-Chips der Copilot+-PCs tiefgreifende Anpassungen am Kernel erforderten. Sie ließen sich einfacher in die neue Bromine-Plattform integrieren als rückwirkend in die seit 2024 bestehende Germanium-Basis.

    Vollständiger Systemaustausch

    Das Update auf Windows 11 27H2 dürfte dabei umfangreicher ausfallen als sein Vorgänger. Während der Wechsel von 25H2 auf 26H2 über ein kleines Enablement Package zügig ablief und die Anzahl an Neuerungen überschaubar blieb, soll 27H2 laut neuen Informationen das gesamte vorhandene Betriebssystem ersetzen. Technisch könnte 27H2 dabei auf einer gänzlich neuen Plattform mit dem Codenamen Strontium basieren, deren Fertigstellung für die erste Hälfte 2027 erwartet wird.

    Zeitplan für Windows 12

    Basierend auf den zeitlichen Abständen in der Vergangenheit könnte der Start von Windows 11 27H2 auf den September oder Oktober 2027 fallen. Die Verteilung dürfte dabei wieder in Wellen erfolgen, sodass nicht alle Nutzer das Update sofort erhalten.

    Sollte das Update tatsächlich als Windows 11 27H2 erscheinen, könnte Windows 12 in den darauffolgenden Monaten nachkommen. Oder Microsoft entscheidet sich gegen eine Version 27H2 und veröffentlicht die Aktualisierung direkt als Windows 12. In beiden Fällen ist aber wohl nicht vor Herbst 2027 mit Windows 12 zu rechnen.

    Was wünscht ihr euch vom nächsten großen Funktions-Update für Windows? Schreibt es uns in die Kommentare und diskutiert mit uns.

    Zusammenfassung
    • Microsoft hat das Herbst-Update Windows 11 26H2 offiziell freigegeben
    • Geräte der Copilot+-Reihe verbleiben jedoch auf Version 26H1
    • Ursache für die Spaltung sind unterschiedliche Entwicklungs-Plattformen
    • Mit Version 27H2 sollen beide Entwicklungszweige 2027 wieder verschmelzen
    • Das geplante Update basiert voraussichtlich auf Strontium-Codebasis
    • Ein Erscheinen von Windows 12 ist vor Herbst 2027 daher unwahrscheinlich

    Siehe auch:
    Felix Krauth

    Redakteur für Windows & Hardware

    War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

    WinFuture bei Google bevorzugenJetzt hinzufügen
    Jetzt einen Kommentar schreiben


    Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
    Tipp einsenden
    ❤ WinFuture unterstützen
    Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!