Windows 11 bremst sich aus:
Wetter-App frisst bis zu 1,6 GB RAM

Die Wetter-App von Windows 11 bremst aktuell viele Rechner aus. Das Programm verbraucht bis zu 1,6 Gigabyte RAM und sorgt bei wenig Arbeitsspeicher für Ruckler. Schuld daran ist der WebView2-Unterbau der vorinstallierten Microsoft-Software.
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WinFuture/KI-generiert

Speicherhunger der Wetter-App

Nutzer von Windows 11 sehen sich aktuell mit einem unerwarteten Leistungsproblem konfrontiert. Die vorinstallierte Wetteranwendung des Betriebssystems belegt während der regulären Nutzung mehr als ein Gigabyte des Arbeitsspeichers. Auf Computern mit lediglich acht Gigabyte RAM nimmt das Programm somit fast 20 Prozent der Systemressourcen in Anspruch, was zu spürbaren Verzögerungen im Alltag führen kann.

Der Grund für den hohen Ressourcenverbrauch liegt in der technischen Basis der Software. Anstatt auf nativen Code zu setzen, handelt es sich um eine Webanwendung, die über das WebView2-Framework ausgeführt wird. Im Hintergrund laufen dadurch mehrere Prozesse auf Chromium-Basis ab. Das Pendant unter MacOS begnügt sich im Vergleich mit rund 250 Megabyte, da Apple eine native Lösung anbietet. Windows 11 Wetter-App RAMSchnell liegt der Verbrauch der Wetter-App über 1,2 GB RAM

Windows 11 RAM-Auslastung und Werbung

Wie Windows Latest berichtet, sinkt der Speicherbedarf im Ruhezustand zwar auf etwa 600 Megabyte, steigt bei Interaktionen jedoch schnell wieder auf bis zu 1,2 Gigabyte (1,6 Gigabyte Spitzen) an. Wenn der Arbeitsspeicher vollläuft, muss das System Daten auf die SSD auslagern. Das mindert die Reaktionsgeschwindigkeit des gesamten Rechners spürbar.

Neben dem hohen Speicherbedarf integriert die Anwendung gesponserte Inhalte direkt in die Vorhersage. Die Werbeanzeigen fügen sich optisch in das Raster der Wetterkarten ein und sind auf den ersten Blick kaum von echten Daten zu unterscheiden. Das sorgt bei Anwendern für weiteren Unmut.


Trotz der technischen Nachteile bietet die Anwendung auch positive Aspekte für den Endanwender. Microsoft lizenziert detaillierte meteorologische Daten von verschiedenen Anbietern, wodurch die Software einen großen Funktionsumfang aufweist. Nutzer profitieren dadurch von zahlreichen nützlichen Informationen für den Alltag:

  • Präzise Live-Radarbilder
  • Stündliche Aufschlüsselung von Wind und Niederschlag
  • Aktueller Luftqualitätsindex für viele Regionen
  • Warnungen vor extremen Wetterlagen

WinUI als Lösung für Microsofts App

Das Unternehmen hat in der Vergangenheit betont, Windows 11 für leistungsschwächere Hardware optimieren zu wollen. Entwickler arbeiten bereits daran, ältere Anwendungen auf die modernere WinUI-Architektur umzustellen. Ob die MSN-basierten Programme zeitnah eine solche native Überarbeitung erhalten, bleibt derzeit offen. Eine Anpassung würde den Ressourcenverbrauch deutlich senken.

Nutzer mit wenig Arbeitsspeicher sollten vorerst erwägen, die Hintergrundaktivität der App in den Systemeinstellungen einzuschränken. Alternativ steht der Weg über den Browser offen, um Wetterinformationen abzurufen, ohne dauerhaft Systemressourcen zu belegen. Das schont den Arbeitsspeicher und verhindert unerwünschte Einbrüche der Systemleistung - mal abgesehen vom Wetter im 100. Chrome-Tab.

Nutzt ihr die vorinstallierte Wetter-App unter Windows 11 oder greift ihr auf Alternativen zurück? Teilt eure Erfahrungen mit dem Arbeitsspeicherverbrauch gerne in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Die Windows 11 Wetter-App benötigt im Betrieb über ein Gigabyte RAM
  • Grund für den hohen Verbrauch ist die Ausführung als Webanwendung
  • Die native Wetter-App unter macOS benötigt dagegen nur 250 Megabyte
  • Zusätzlich integriert Microsoft Werbung direkt in die Wettervorhersage
  • Trotzdem bietet die App viele nützliche Live-Daten und Unwetterwarnungen
  • Nutzer können die Hintergrundaktivität begrenzen oder den Browser nutzen

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