Super nervig: Nutzer von unaufhaltsamem OneDrive-Spam betroffen

OneDrive nervt gerade viele Nutzer: Betroffene berichten von einer Spam-Flut aus fremden Freigaben, die sich weder zuverlässig ausblenden noch als Spam melden lässt - und Microsofts versprochener Fix lässt weiter auf sich warten.

    Meldungen von Bots?

    Hunderte fremde Ordner im eigenen Cloud-Speicher, ständig neue Benachrichtigungen - für viele OneDrive-Nutzer fühlt sich der Bug wie ein digitaler Dauerbeschuss an. Über dieses kuriose und sehr nervige Problem berichtet jetzt das Online-Magazin Neowin.

    Schon seit Ende 2025 klagen Nutzer weltweit darüber, dass ihr OneDrive-Konto mit geteilten Dateien von unbekannten Absendern voll läuft und sich diese Freigaben kaum stoppen lassen.


    Die ersten Hinweise tauchten im Dezember 2025 in Microsofts eigener Community auf. Ein Nutzer schilderte, dass "fremde (KI-gesteuerte) Bots" ihm plötzlich Links zu ihren OneDrive-Ordnern schicken.

    In seinem Post fragt er nicht nur, wie sich die Flut abstellen lässt, sondern auch, ob damit Sicherheitsrisiken oder sogar Haftungsfragen verbunden sind. Über 50 andere Betroffene stimmten dem Beitrag zu, auch ein deutliches Signal, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt.

    Unerwünschte Freigaben halten an

    Schnell verlagerte sich die Diskussion auf Reddit. Dort berichten Nutzer, sie erhielten unerwünschte Freigaben mit Namen wie "GET_BOX???", die nach dem Löschen einfach wieder auftauchen.

    Zwar bietet OneDrive die Option "Aus ‚Freigegeben' ausblenden" und eine Checkbox "Als Spam melden", doch selbst nach dem Entfernen tauchen die betreffenden Ordner nach einem Reload erneut in der Liste auf. Andere Betroffene schildern, dass sich hinter den Einträgen lediglich eine weiße PDF mit der Aufforderung "Open Site" verbirgt - Klicks, die man lieber unterlässt, wenn man auf Nummer sicher gehen will.

    Das eigentliche Problem: OneDrive lässt sich bislang nicht so konfigurieren, dass Freigaben von unbekannten Konten grundsätzlich blockiert werden. Wer Opfer der Spam-Welle wird, kann die Einladungen weder zuverlässig aus der Übersicht verbannen noch die Absender effektiv melden. Die Folge sind volle "Geteilt"-Ansichten und ein Benachrichtigungsstrom, der sich kaum eindämmen lässt. Problematisch ist dabei auch, dass zu weit gefasste Berechtigungen bei Cloud-Diensten generell ein Risiko darstellen.

    Rund einen Monat nach den ersten Beschwerden reagierte Microsoft und bestätigte den Fehler offiziell. In einem Support-Dokument heißt es, einige Nutzer könnten Dateien im Reiter "Freigegeben" weder ausblenden noch entfernen oder das weitere Teilen stoppen. Auch das Melden von unbekannten Freigaben als Spam sei teilweise nicht möglich. Der Konzern kündigte an, an einer Lösung zu arbeiten und nannte Ende Januar 2026 als Zieltermin für den Fix. Diese Frist ist inzwischen längst verstrichen.

    Habt ihr die OneDrive-Spam-Welle auch schon abbekommen - und wie schützt ihr euch generell vor dubiosen Freigaben und Cloud-Einladungen?

    Download OneDrive - Zugang zu Microsofts Cloud-Speicher
    Zusammenfassung
    • OneDrive-Nutzer leiden unter massiver Spam-Flut fremder Freigaben
    • Seit Ende 2025 tauchen unbekannte geteilte Ordner in Konten auf
    • Fremde Bots senden massenhaft Links zu ihren OneDrive-Ordnern
    • Ausblenden und Melden als Spam funktionieren nicht zuverlässig
    • Gelöschte Spam-Ordner erscheinen nach einem Reload erneut wieder
    • Microsoft bestätigte den Fehler, verpasste aber die Frist im Januar 2026
    • OneDrive bietet bislang keine Blockierfunktion für unbekannte Konten

    Siehe auch:
    Jetzt einen Kommentar schreiben


    Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
    Tipp einsenden
    ❤ WinFuture unterstützen
    Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!