Spektakuläres Ende: Alte Roboter springen in 75-Tonnen-Schmelzofen
Hersteller Figure AI hat eine kreative Lösung gefunden, um seine ausgemusterten humanoiden Roboter vor Industriespionage zu schützen. In einer filmreifen Aktion, die an Terminator 2 angelehnt ist, stürzten sich die Maschinen dramatisch in flüssigen Stahl.
Wie das Robotik-Unternehmen in einem Blogbeitrag berichtet, fragte Figure-CEO Brett Adcock im Netz nach Ideen für die Außerbetriebnahme der Roboter. Die Antwort lieferte der ehemalige Gouverneur von Kalifornien und Action-Schauspieler Arnold Schwarzenegger. Er schlug vor, die Einheiten einzuschmelzen - analog zum Finale des 1991 erschienenen Actionfilms Terminator 2 mit ihm in der Hauptrolle. Gesagt, getan.
Die Vorbereitungen fanden auf dem Firmengelände im kalifornischen San José statt. Um den Flug in das Stahlbad zu üben, sprangen die Roboter aus dem zweiten Stock eines Gebäudes in große Airbags. Dabei nutzten die Entwickler die Bewegungsabläufe echter Stuntmen als Referenz für die Programmierung.
Vor Ort in Finnland blieben dem Team lediglich 24 Stunden für die Schmelzvorgänge. Sobald der Ofen mit seinen drei riesigen Graphitelektroden den Stahl verflüssigt hatte, blieb ein Zeitfenster von 20 Minuten, bevor das Metall wieder eine harte Kruste bildete. Obwohl die extreme Hitze und starke elektromagnetische Felder einige Kameras und andere elektronische Geräte ausfallen ließen, führten die Roboter ihre Sprünge in die rotglühende Masse fehlerfrei aus. Ein Roboter wurde zudem an einer Kette in die Schmelze herabgelassen und zeigte dabei den ikonischen aus dem Schwarzenegger-Film bekannten nach oben gestreckten Daumen.
Fast die gesamte Flotte der F.02-Generation wurde auf diese Weise vernichtet, lediglich einige wenige Exemplare lagern noch im Hauptquartier von Figure. Die Ausmusterung schaffte den Platz für die neuen F.03-Modelle, die mit weicheren Materialien, kabellosem Laden und verbesserten Audiosystemen auch für den Heimeinsatz optimiert wurden. Zuvor waren die alten Einheiten unter anderem bei BMW und in der Logistik im Einsatz.
Ein wahrhaft filmreifes Ende für alte Hardware. Was macht ihr gewöhnlich mit eurer ausgemusterten Technik? Habt ihr selbst schon einmal eine besondere oder verrückte "Abschiedsaktion" durchgeführt? Teilt eure Geschichten mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Figure AI wollte seine humanoiden F.02-Roboter auf besondere Art ausmustern
- Arnold Schwarzenegger schlug das Einschmelzen nach Terminator-Vorbild vor
- Wegen der Akkus fand die Vernichtung in einem finnischen Stahlwerk statt
- Geübt wurde zuvor am Firmensitz mit Sprüngen der Roboter in Airbag-Kissen
- Aus dem geschmolzenen Metall entstehen teure Artefakte für Interessierte
- Das Nachfolgemodell F.03 übernimmt nun den Platz der ausrangierten Flotte
Filmreifer Abschied im Stahlbad
Der amerikanische Roboterhersteller Figure AI hatte ein Problem, denn die Zeit seines Modells F.02 war abgelaufen. Da bereits das Nachfolgemodell im Einsatz war, musste eine Lösung für die Platz verbrauchenden humanoiden Maschinen her. Eine herkömmliche Entsorgung kam jedoch nicht infrage, da die Roboter voller maßgeschneiderter Bauteile stecken. Um die hauseigenen Technologien zu schützen, wählte das Unternehmen auf Anregung eines prominenten "Roboter-Experten" eine ganz besonders spektakuläre Verabschiedung.Wie das Robotik-Unternehmen in einem Blogbeitrag berichtet, fragte Figure-CEO Brett Adcock im Netz nach Ideen für die Außerbetriebnahme der Roboter. Die Antwort lieferte der ehemalige Gouverneur von Kalifornien und Action-Schauspieler Arnold Schwarzenegger. Er schlug vor, die Einheiten einzuschmelzen - analog zum Finale des 1991 erschienenen Actionfilms Terminator 2 mit ihm in der Hauptrolle. Gesagt, getan.
F.02: Figure schickt KI-Roboter spektakulär in Rente - Terminator-Style
Training für den perfekten Sprung
Die Maschinen wurden daraufhin programmiert, autonom in einen 75 Tonnen fassenden Schmelzofen zu springen. Als Kulisse für die Aktion diente eine Gießerei in der finnischen Stadt Imatra. Der Grund für die weite Reise lag in der Ausstattung der Maschinen. So wollte kein Werk in den USA oder Mexiko das Risiko eingehen, Roboter mit verbauten Lithium-Ionen-Akkus in seine teuren Anlagen werfen zu lassen.Die Vorbereitungen fanden auf dem Firmengelände im kalifornischen San José statt. Um den Flug in das Stahlbad zu üben, sprangen die Roboter aus dem zweiten Stock eines Gebäudes in große Airbags. Dabei nutzten die Entwickler die Bewegungsabläufe echter Stuntmen als Referenz für die Programmierung.
Vor Ort in Finnland blieben dem Team lediglich 24 Stunden für die Schmelzvorgänge. Sobald der Ofen mit seinen drei riesigen Graphitelektroden den Stahl verflüssigt hatte, blieb ein Zeitfenster von 20 Minuten, bevor das Metall wieder eine harte Kruste bildete. Obwohl die extreme Hitze und starke elektromagnetische Felder einige Kameras und andere elektronische Geräte ausfallen ließen, führten die Roboter ihre Sprünge in die rotglühende Masse fehlerfrei aus. Ein Roboter wurde zudem an einer Kette in die Schmelze herabgelassen und zeigte dabei den ikonischen aus dem Schwarzenegger-Film bekannten nach oben gestreckten Daumen.
Teure Erinnerungsstücke aus Metall
Das beim Schmelzen entstandene Metall wurde in Form von Barren zurück in die Vereinigten Staaten transportiert. Dort wird das Material zu einer limitierten Serie von Erinnerungsstücken verarbeitet. Interessenten können die Artefakte online erwerben. Die Preise liegen zwischen 500 und 1900 Dollar (etwa 440 bis 1700 Euro).Fast die gesamte Flotte der F.02-Generation wurde auf diese Weise vernichtet, lediglich einige wenige Exemplare lagern noch im Hauptquartier von Figure. Die Ausmusterung schaffte den Platz für die neuen F.03-Modelle, die mit weicheren Materialien, kabellosem Laden und verbesserten Audiosystemen auch für den Heimeinsatz optimiert wurden. Zuvor waren die alten Einheiten unter anderem bei BMW und in der Logistik im Einsatz.
Ein wahrhaft filmreifes Ende für alte Hardware. Was macht ihr gewöhnlich mit eurer ausgemusterten Technik? Habt ihr selbst schon einmal eine besondere oder verrückte "Abschiedsaktion" durchgeführt? Teilt eure Geschichten mit uns in den Kommentaren!
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Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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