Windows 11: Unterstützung für alte Drucker wird jetzt eingestellt

Microsoft hatte 2023 in Aussicht gestellt, dass man die Treiber für viele alte Druckermodelle nicht mehr über Windows Update auslie­fern will. Drei Jahre später beginnt jetzt die kritische Phase bei der Umstellung auf als Ersatz geschaffene universelle Treiber.

Microsoft setzt Wechsel auf moderne Druckertreiber um

Schon im September 2023 hatte Microsoft deutlich gemacht, dass man im Zuge einer Überarbeitung des Drucker-Stacks von Windows 11 darauf hinarbeitet, die Verbreitung von Treibern für alte Drucker über Windows Update einzustellen. Jetzt erfolgt der erste wichtige Schritt hin zum geplanten Wechsel auf die ausschließliche Verwendung der sogenannten Microsoft IPP Class Driver.

Statt wie bisher die sogenannten "V3"- und "V4"-Treiber für ältere Drucker spezifisch für das jeweilige Gerät über Windows Update bereitzustellen, werden nun bevorzugt die universellen Treiber eingesetzt. Bei einigen Druckermodellen fällt dabei allerdings die Möglichkeit für den Bezug von Treibern über Windows Update weg, da sie keine Unterstützung für den universellen IPP-Class-Treiber haben.

Laut einer Support-Website von Microsoft (via Windows Central) wurde im Zuge des letzten Patch-Days mit Veröffentlichung des nicht-sicherheitsrelevanten Updates KB5074105 in diesem Januar die Unterstützung für V3- und V4-Druckertreiber eingestellt. Diese Änderung betrifft sowohl Windows 11 24H2 als auch 25H2. Wer also einen alten Drucker besitzt, der ausschließlich einen spezifischen Treiber der alten Typen nutzte, schaut nun in die Röhre, da der Treiber nicht mehr arbeiten oder zumindest nicht mehr installiert werden kann.

Ab dem nächsten Jahr beabsichtigt Microsoft den Vertrieb von Druckertreibern über Windows Update komplett einzustellen und nur noch Modelle unterstützen, die mit seinen universellen IPP-Class-Treibern kompatibel sind. Dies gilt unter anderem für die von Herstellern wie Canon, HP, Samsung, Brother, Epson, Xerox und andere Firmen im Rahmen ihrer Mopria-Allianz entwickelten über 6000 Druckermodelle.

Spätestens dann dürften ältere oder exotische Drucker, die nicht von den IPP-Treibern abgedeckt werden, nur noch in den seltensten Fällen oder mit größerem Aufwand in Verbindung mit einer aktuellen Version von Windows 11 funktionieren. Den Besitzern derartiger Geräte rät Microsoft natürlich zum Kauf neuerer, auch künftig unterstützter Drucker-Hardware.

Zusammenfassung
  • Microsoft stellt ab Januar 2024 Unterstützung für V3- und V4-Druckertreiber ein
  • Umstellung auf universelle Microsoft IPP Class Driver für Windows 11 24H2 und 25H2
  • Ältere Drucker ohne IPP-Treiber-Unterstützung funktionieren künftig nicht mehr
  • Ab 2027 werden Druckertreiber komplett nicht mehr über Windows Update verteilt
  • Über 6000 Druckermodelle der Mopria-Allianz bleiben durch IPP-Treiber unterstützt
  • Microsoft empfiehlt Besitzern inkompatibler Geräte den Kauf neuer Drucker

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