Microsoft macht Schluss mit Druckertreibern über Windows Update
Der Drucker war früher vielfach jenes Peripheriegerät, das die meisten Probleme verursacht hat. Denn immer wieder konnte man das verdammte Ding nicht zum Drucken überreden und in der Regel waren Treiber schuld. Die gab es zuletzt über Windows Update, doch das endet nun.
Ein weiterer Grund sind standardisierte Treiber (Microsoft IPP Class Driver) sowie Hersteller-Apps, die bequem über den Microsoft Store heruntergeladen werden können. Von "maßgeschneiderten" Treibern und Anwendungen möchte der Redmonder Konzern hingegen wegkommen bzw. beabsichtigt man die Hersteller dazu zu bewegen.
Mit Mopria ist die gleichnamige Allianz gemeint, die vor zehn Jahren von Canon, HP, Samsung und Xerox gegründet wurde. Ihr gehören mittlerweile auch Brother, Epson, Qualcomm, Microsoft, Lexmark, Kyocera, Adobe und weitere an. Die Mitglieder haben mehr 6000 Druckermodelle erschaffen, die den Standard unterstützen, zusammengerechnet kommen diese auf weltweit mehr als drei Milliarden Installationen.
Die Abschaltung der Treiberverteilung über Windows Update erfolgt aber nicht schlagartig, Microsoft hat hierzu einen mehrjährigen Fahrplan veröffentlicht.
Drucker sind nötig, aber auch die Pest
Alle hassen Drucker, denn das ist und bleibt eine Quelle für Ärger. Mal ist es die Tinte, mal sind es die Treiber, doch immer wieder investiert man hier mehr Zeit als einem lieb ist. Allerdings hat sich die Sache in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, wohl auch deshalb, weil die Drucker immer häufiger über WLAN betrieben werden und das durchaus gut funktioniert.Ein weiterer Grund sind standardisierte Treiber (Microsoft IPP Class Driver) sowie Hersteller-Apps, die bequem über den Microsoft Store heruntergeladen werden können. Von "maßgeschneiderten" Treibern und Anwendungen möchte der Redmonder Konzern hingegen wegkommen bzw. beabsichtigt man die Hersteller dazu zu bewegen.
Schluss per Windows Update
Das ist auch der Grund, warum man das "End of Servicing" für Drittanbieter-Druckertreiber unter Windows angekündigt hat (via Ghacks). Im dazugehörigen Support-Beitrag schreiben die Redmonder: "Mit der Veröffentlichung von Windows 10 21H2 bietet Windows über den Microsoft IPP Class Driver Inbox-Unterstützung für Mopria-konforme Druckergeräte über Netzwerk- und USB-Schnittstellen. Damit müssen die Hersteller von Druckgeräten keine eigenen Installationsprogramme, Treiber, Dienstprogramme usw. mehr bereitstellen."Mit Mopria ist die gleichnamige Allianz gemeint, die vor zehn Jahren von Canon, HP, Samsung und Xerox gegründet wurde. Ihr gehören mittlerweile auch Brother, Epson, Qualcomm, Microsoft, Lexmark, Kyocera, Adobe und weitere an. Die Mitglieder haben mehr 6000 Druckermodelle erschaffen, die den Standard unterstützen, zusammengerechnet kommen diese auf weltweit mehr als drei Milliarden Installationen.
Die Abschaltung der Treiberverteilung über Windows Update erfolgt aber nicht schlagartig, Microsoft hat hierzu einen mehrjährigen Fahrplan veröffentlicht.
- September 2023 (also jetzt): Ankündigung, dass die alten Druckertreiber von Drittanbietern für Windows nicht mehr gewartet werden sollen.
- 2025: Die Hersteller veröffentlichen möglicherweise keine neuen Druckertreiber mehr in Windows Update. Vorhandene Druckertreiber können weiterhin aktualisiert werden.
- 2026: Microsoft ändert die Rangfolge der Druckertreiber und bevorzugt die standardisierten Treiber.
- 2027: Druckertreiber von Drittanbietern dürfen nicht mehr über Windows Update aktualisiert werden. Die einzige Ausnahme von dieser Regel sind Updates, die Sicherheitsprobleme beheben.
Zusammenfassung
- Drucker waren häufig Problemquelle, oft durch Treiber verursacht.
- Microsoft kündigt "End of Servicing" für Drittanbieter-Treiber an.
- Windows 10 21H2 unterstützt Mopria-konforme Drucker.
- Mopria-Allianz wurde von Canon, HP, Samsung und Xerox gegründet.
- Mehrjähriger Fahrplan für Abschaltung der Treiberverteilung.
- Ab 2027 keine Aktualisierungen von Drittanbieter-Druckertreibern.
- Ausnahme: Updates, die Sicherheitsprobleme beheben.
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