Huawei schließt Rückkehr zu Google-Diensten kategorisch aus
Huawei stand im vergangenen Jahr im Mittelpunkt des Handelsstreits zwischen den USA und China. Seither ist das chinesische Unternehmen von den Google-Diensten ausgeschlossen. Und selbst wenn das Embargo einmal endet: Huawei will künftig auf eigenen Beinen stehen.
Für Huawei war das Embargo der US-Regierung Fluch und Segen zugleich: Denn einerseits wurde dem Android-Hersteller der Zugang zu den Google-Diensten bzw. dem Play Store gekappt und man musste damit Einbußen auf den westlichen Märkten hinnehmen. Andererseits erlebte das Unternehmen in seiner Heimat eine Welle des Patriotismus, der (zum Leidwesen der chinesischen Konkurrenz) die Verkäufe in die Höhe trieb.
Bei einem Pressegespräch in Wien sagte Fred Wangfei, Country Manager für Österreich, dem Standard, dass man bei der selbstgestrickten Lösung bleiben wird, selbst wenn die Handelseinschränkungen der US-Regierungen einmal aufgehoben werden. Die Erklärung ist einfach: Man will nicht ein weiteres Mal zum Spielball in so einem Handelskonflikt werden.
Huawei will ein drittes "Ökosystem" schaffen, das neben Android und iOS bzw. den jeweiligen App-Vertriebswegen existiert. Allerdings will sich Huawei auch künftig nicht allzu weit von Android entfernen, da man nach wie vor auf der Open-Source-Version von Android aufbauen wird. Damit will man auch den Entwicklern das Leben nicht allzu schwer machen, denn verzichten kann man auf deren Apps natürlich auch nicht. Ein Weg zu einem möglichst umfassenden Angebot, also auch Apps wie Facebook und WhatsApp, führt über eine europäische "Proxy-Firma". Mit dieser können die US-Unternehmen das Embargo umschiffen, heißt es. Zumindest in der Theorie, denn es ist derzeit nicht klar, ob sich die US-Unternehmen auf so etwas überhaupt einlassen.
Den Auf- und Ausbau der Huawei Mobile Services lässt sich das Unternehmen auch viel Geld kosten, denn alleine in diesem Jahr wird das Unternehmen drei Milliarden Dollar investieren. Dieses Geld soll nicht nur in die Technik und Entwicklung fließen, sondern auch in das Marketing. Denn natürlich will man die Nutzer außerhalb Chinas davon überzeugen, dass Huawei-Hardware auch ohne Google gut funktioniert.
Update 31.01.2020: Huawei Deutschland bezeichnete die Aussagen von Huawei Österreich bzw. den dazugehörigen Artikel als "Spekulationen und Gerüchte" und teilte uns Folgendes mit: "Ein offenes Android-System sowie Ökosystem ist nach wie vor die erste Wahl von Huawei. Wird uns die Nutzung davon allerdings verwehrt, sind wir in der Lage ein eigenes Betriebs- und Ökosystem zu entwickeln."
Bei einem Pressegespräch in Wien sagte Fred Wangfei, Country Manager für Österreich, dem Standard, dass man bei der selbstgestrickten Lösung bleiben wird, selbst wenn die Handelseinschränkungen der US-Regierungen einmal aufgehoben werden. Die Erklärung ist einfach: Man will nicht ein weiteres Mal zum Spielball in so einem Handelskonflikt werden.
Huawei will nicht abhängig sein
Denn es ist zwar durchaus möglich, dass die USA ihr Embargo irgendwann einmal wieder aufheben, das bedeutet aber nicht, dass das nie wieder erneut passiert bzw. verhängt wird. Huawei will sich deshalb nicht in Abhängigkeit von den USA begeben, sagte Wangfei.Huawei will ein drittes "Ökosystem" schaffen, das neben Android und iOS bzw. den jeweiligen App-Vertriebswegen existiert. Allerdings will sich Huawei auch künftig nicht allzu weit von Android entfernen, da man nach wie vor auf der Open-Source-Version von Android aufbauen wird. Damit will man auch den Entwicklern das Leben nicht allzu schwer machen, denn verzichten kann man auf deren Apps natürlich auch nicht. Ein Weg zu einem möglichst umfassenden Angebot, also auch Apps wie Facebook und WhatsApp, führt über eine europäische "Proxy-Firma". Mit dieser können die US-Unternehmen das Embargo umschiffen, heißt es. Zumindest in der Theorie, denn es ist derzeit nicht klar, ob sich die US-Unternehmen auf so etwas überhaupt einlassen.
Den Auf- und Ausbau der Huawei Mobile Services lässt sich das Unternehmen auch viel Geld kosten, denn alleine in diesem Jahr wird das Unternehmen drei Milliarden Dollar investieren. Dieses Geld soll nicht nur in die Technik und Entwicklung fließen, sondern auch in das Marketing. Denn natürlich will man die Nutzer außerhalb Chinas davon überzeugen, dass Huawei-Hardware auch ohne Google gut funktioniert.
Update 31.01.2020: Huawei Deutschland bezeichnete die Aussagen von Huawei Österreich bzw. den dazugehörigen Artikel als "Spekulationen und Gerüchte" und teilte uns Folgendes mit: "Ein offenes Android-System sowie Ökosystem ist nach wie vor die erste Wahl von Huawei. Wird uns die Nutzung davon allerdings verwehrt, sind wir in der Lage ein eigenes Betriebs- und Ökosystem zu entwickeln."
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