Linux 7.1 ist da: Neues bei NTFS & CPU-Support, Aus für alte Hardware

Linus Torvalds hat den Startschuss für Linux 7.1 gegeben. Das umfangreiche Kernel-Update bringt neben einem komplett neuen NTFS-Treiber auch spürbare Leistungsverbesserungen für aktuelle Prozessoren. Gleichzeitig fliegt alte Hardware raus.
Betriebssystem, Update, Linux, Open Source, Tux

Linux 7.1 bringt etliche Neuerungen

Nach einigen Verzögerungen und einer klaren Ansage von Linus Torvalds zu KI-Bug-Reports wurde jetzt die finale Version des Linux-7.1-Kernels freigegeben. Das Update liefert viele Funktionen für Heimanwender und Server. Im Fokus stehen eine bessere Unterstützung für aktuelle Prozessoren von Intel und AMD sowie ein grundlegend überarbeiteter Dateisystem-Treiber.

Ein zentrales Element der neuen Version ist der optionale NTFS-Treiber. Das neue Modul bietet nicht nur Lese- und Schreibzugriff, sondern bringt auch Werkzeuge zur Reparatur beschädigter Laufwerke von Windows mit. Das erleichtert den Datenaustausch auf Dual-Boot-Systemen enorm.


Wie Phoronix berichtet, profitieren auch Besitzer aktueller Hardware von dem Update. So ist die Funktion Flexible Return and Event Delivery für Chips von Intel nun standardmäßig aktiv. Das sorgt für schnellere Wechsel zwischen Berechtigungsstufen des Systems. Anwender erhalten dadurch messbare Leistungsvorteile, etwa bei anspruchsvoller Audioproduktion.

Smarte Energieverwaltung

Nutzer von AMD-Prozessoren erhalten ein intelligenteres Power-Management. Das System wechselt in Zukunft automatisch das Leistungsprofil, je nachdem, ob ein Laptop am Stromnetz hängt oder im Akkubetrieb läuft. Auch für Hardware von Apple gibt es Fortschritte. Das Betriebssystem kann jetzt Akkudaten und Spannungswerte von MacBooks mit Apple Silicon auslesen.

Besitzer eines Steam Deck OLED dürfen sich ebenfalls freuen. Ein langjähriger Fehler wurde behoben, der die Audioausgabe blockierte. Als kleine Randnotiz für Retro-Gaming-Fans gibt es auch kuriose Ergänzungen. So fügt das Update die Unterstützung für alte Instrumente des Spiels Rock Band hinzu. Hier zeigt sich die Detailverliebtheit der Open-Source-Community.

Veralteter Code wird gelöscht

Neben neuen Funktionen haben die Entwickler das System massiv entschlackt. Über 140.000 Zeilen Programmcode für veraltete Hardware wurden restlos entfernt. Darunter fallen Module für ISDN-Karten, alte Netzwerkprotokolle und die historische Bus-Maus. Auch die Unterstützung für den Intel 486 wird langsam entfernt, da die Architektur in der Praxis keine Rolle mehr spielt.

Das konsequente Ausmisten hat einen handfesten Hintergrund. In der jüngsten Vergangenheit wurde vermehrt künstliche Intelligenz genutzt, um Lücken und Fehler im Linux-Kernel aufzuspüren. Die ständigen Bug-Reports für Hardware, die kaum noch jemand besitzt, banden wertvolle Ressourcen der Entwickler. Ein schlanker Code ist sicherer und wesentlich leichter zu warten.

Der neue Linux-7.1-Kernel steht ab sofort auf GitHub zum Download bereit. Distros mit der neuen Version dürften demnächst folgen.

Was haltet ihr von dem Schritt, alten Code aus dem System zu werfen? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen mit der neuen Version gerne in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Der neue Linux-Kernel 7.1 wurde jetzt veröffentlicht
  • Ein überarbeiteter NTFS-Treiber bietet nun Lese- und Schreibzugriff
  • Optimierungen für Prozessoren von Intel und AMD steigern die Leistung
  • Intelligente Energieverwaltung verbessert die Nutzung mobiler Geräte
  • Spezielle Korrekturen beheben nun Audiofehler beim Steam Deck OLED
  • Über 140.000 Zeilen veralteter Programmcode wurden restlos entfernt
  • Das Entfernen alter Module reduziert auch unnötige KI-Berichte

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