Vodafone will Huawei-Technik aus dem Kern seiner Handynetze nehmen
Nach der Telekom hat mit Vodafone ein weiterer großer Netzbetreiber angekündigt, dass man ab sofort darauf verzichten will, Technik des chinesischen Konzerns Huawei im "Kern" der eigenen Mobilfunknetze einzusetzen. Die Huawei-Hardware soll über Jahre hinweg ersetzt werden.
Wie Vodafone-Chef Nick Read heute gegenüber Journalisten erklärte, plant sein Unternehmen einen Verzicht auf Huawei-Technik in den wichtigsten Teilen der in verschiedenen Ländern betriebenen Mobilfunknetze. Man wird seinen Angaben zufolge nicht nur keine neuen Produkte von Huawei mehr in der Kern-Infrastruktur verwenden, sondern obendrein bereits im Einsatz befindliche Geräte wieder aus den Kernbereichen der Netze entfernen.
Man habe sich aufgrund der Beschlüsse der EU und der britischen Regierung entschieden, "Huawei aus dem Kern zu nehmen", erklärte Read. Gemeint ist damit der zentrale Teil der verschiedenen Vodafone-Netze in diversen europäischen Ländern, über den ein Großteil der Kommunikation abläuft. An Endpunkten, also zum Beispiel bei Base-Stations für LTE- und 5G-Netze, wird Vodafone anscheinend auch weiterhin auch Huawei-Hardware verbauen, da es sich dabei nicht um den "Kern" der Netze handelt.
Vor einigen Monaten hatte auch die Deutsche Telekom in einem überraschenden Schritt angekündigt, dass man in den Netzen des Konzerns künftig zumindest im Kernbereich auf Huawei-Produkte verzichten will. Gleichzeitig legte die Telekom den Einkauf sämtlicher Netztechnik aller Hersteller auf Eis, um Druck auf die Politik auszuüben. Huawei steht seit langem in der Kritik, weil das Unternehmen laut bisher unbestätigter Vorwürfe aus den USA mit chinesischen Behörden kooperiert und dabei Spionage ermöglichen soll. Belege gab es dafür nie.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Man habe sich aufgrund der Beschlüsse der EU und der britischen Regierung entschieden, "Huawei aus dem Kern zu nehmen", erklärte Read. Gemeint ist damit der zentrale Teil der verschiedenen Vodafone-Netze in diversen europäischen Ländern, über den ein Großteil der Kommunikation abläuft. An Endpunkten, also zum Beispiel bei Base-Stations für LTE- und 5G-Netze, wird Vodafone anscheinend auch weiterhin auch Huawei-Hardware verbauen, da es sich dabei nicht um den "Kern" der Netze handelt.
Kosten von rund 200 Millionen Euro
Read zufolge rechnet sein Unternehmen mit Kosten in Höhe von rund 200 Millionen Euro, die für die Umsetzung der neuen Pläne nötig sein werden. Außerdem werde es wohl rund fünf Jahre dauern, bis das Vorhaben in die Tat umgesetzt sei, hieß es weiter. Offenbar will Vodafone mit seiner Entscheidung zum Verzicht auf Huawei-Hardware im Netzkern ebenfalls möglichen politische Entscheidungen zuvorkommen, die dem Unternehmen die Planungssicherheit in Sachen Netzausbau erschweren.Vor einigen Monaten hatte auch die Deutsche Telekom in einem überraschenden Schritt angekündigt, dass man in den Netzen des Konzerns künftig zumindest im Kernbereich auf Huawei-Produkte verzichten will. Gleichzeitig legte die Telekom den Einkauf sämtlicher Netztechnik aller Hersteller auf Eis, um Druck auf die Politik auszuüben. Huawei steht seit langem in der Kritik, weil das Unternehmen laut bisher unbestätigter Vorwürfe aus den USA mit chinesischen Behörden kooperiert und dabei Spionage ermöglichen soll. Belege gab es dafür nie.
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