Vivaldi - Interessanter Browser des Ex-Opera-Chefs

Es herrscht zwar kein Mangel an unterschiedlichen Browsern, dennoch tut sich nach wie vor etwas auf diesem mittlerweile hart umkämpften Markt. Eine vergleichweise junge Alternative zu Firefox und Co. ist Vivaldi, hier in der aktuellen Version 2.1.1337.36. Dieser wird unter der Füh­rung des ehemaligen Opera-CEOs entwickelt und beherrscht auch einige nützliche "Tricks".
Vivaldi: Neuer BrowserDer Vivaldi-Browser

Version 2.1 - Das ist neu

Version 2.1 fügt sogenannte Quick Commands zum Browser hinzu. Diese lassen sich durch Drücken der [F2]-Taste öffnen und enthalten etwa eine Liste geöffneter Tabs, eine Stichwort-Suche nach Tabs oder einen schnellen Zugriff auf den Browserverlauf. Neu sind außerdem die Unterstützung der Videostandards Open Media und Video1(AVI). Details zu allen neuen Funk­tionen lassen sich dem Vivaldi-Blog entnehmen.

Opera-Alternative mit Extras

Der Vivaldi-Browser ist ein "Nachfahre" von Opera. Das liegt natürlich daran, dass Vivaldi unter der Führung von Jon von Tetzchner entsteht, dem ehemaligen Chef und Co-Gründer der norwegischen Browser-Schmiede. Treue Nutzer von Opera werden entsprechend auch in Vivaldi so manches ihnen bekannte Feature wiederentdecken, allerdings hat dieser so manche eigene beziehungsweise neue Idee.

So unterstützt Vivaldi unter anderem anpassbare Tastatur-Shortcuts sowie Mausgesten und ein Schnellstart-Interface, die schon aus Opera bekannte "Beliebte Seiten"-Auswahl (Speed Dial) haben inzwischen allerdings auch andere Anbieter eingeführt.

Interessant ist Vivaldi vor allem aufgrund seiner neuen Funktionen, beispielsweise der Möglichkeit zum Gruppieren von Tabs (Tab Stack): Dabei zieht man einen Reiter auf einen zweiten, wodurch über dem Tab zwei (oder mehr) schmale Linien erscheinen. Dadurch kann man beispielsweise mehrere thematische Gruppen schaffen und so für mehr Ordnung sorgen. Der Name der Gruppen ist dabei frei wählbar. Ähnlich praktisch ist das Paneel an der linken Seite, welches neben den Downloads, dem Verlauf und Lesezeichen etwa auch komplette Webseiten anzeigen kann.

Außerdem ist es möglich, direkt im Browser Notizen abzulegen. Diese erlauben das Anlegen eines Textes samt URL und Screenshot, wodurch man (besser als bei einem herkömmlichen Lesezeichen) festhalten kann, was eine bestimmte Webseite auszeichnet. In einem speziellen Lesemodus blendet Vivaldi störende Elemente wie etwa Werbung oder Videos einer Website aus. Über die Kacheldarstellung lassen sich mehrere ausgewählte Tabs nebeneinander anzeigen.

Designanpassungen und mehr

Darüber hinaus lässt sich die Benutzer­ober­fläche von Vivaldi umfassend anpassen. Neben farblichen Themen gehört dazu auch die Möglichkeit, die Tableiste um unteren Fenster­rand oder an den Seiten zu platzieren.

Optisch setzt Vivaldi auf den aktuellen Trend zum "flachen" bzw. industriellen Design, er arbeitet auch stark mit farbig markierten Tabs und vergleichbaren Elementen.

Vivaldi unterstützt außerdem H.264 in HTML5-Videos, und die Installation von Chrome-Erweiterungen. Ansonsten sind aber noch nicht alle geplanten Features verfügbar: In Zukunft soll der Browser etwa noch einen Mail-Client erhalten und auch für die mobilen Betriebs­systeme Android und iOS verfürbar gemacht werden. Vieles will man auf Basis von Vorschlägen der Community umsetzen, so die Macher.

Weitere interessante Downloads zu diesem Artikel:
Opera - Alternativer Browser für Windows
Opera Neon - So soll und könnte die Browser-Zukunft aussehen

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