Microsoft-Chef Satya Nadella stichelt gegen Google, Facebook & Co.
Satya Nadella will Daten der Kunden nicht "geschäftlich ausbeuten", wie der Microsoft-Chef mit klarem Seitenhieb auf Facebook und Google in einem Interview mit der London Times versicherte. Microsoft würde "anders als andere Unternehmen" niemals die Daten der Kunden aus Profitgründen nutzen, sagte Nadella. "Wir wollen nicht übermäßig monetarisieren. Wenn schon, dann haben wir immer sichergestellt, dass die Anwenderfreundlichkeit für den Nutzer maximiert wird."
Obwohl Microsoft mit der Übernahme von LinkedIn für 26,2 Milliarden Dollar im Jahr 2016 und GitHub für 7,5 Milliarden Dollar in diesem Jahr riesige Datenbestände erworben hatte, will der Vorstandschef diese nicht ausbeuten.
"Nutzer sollten diesen Service nur nutzen, wenn die Daten für sie einen Wert schaffen", so Nadella. "Wenn man sich LinkedIn ansieht, dann geht es um ökonomische Chancen für die Mitglieder. Es geht nicht darum, die Mitgliedsdaten herzunehmen und für etwas anderes zu nutzen."
Apple-Lenker Tim Cook sieht das ähnlich: Bereits in der Vergangenheit hatte sich Cook als Fan der DSVGO geoutet. Während der Build-Konferenz im Mai hatte dagegen der Microsoft-Chef mehrere Denkansätze vorgestellt, wie verschlüsselte Datensätze zwar anonymisiert ausgewertet werden können, die Unternehmen aber keine Chance haben, an die echten Nutzerdaten zu gelangen.
"Wir prüfen bei jeder App im Detail: Was macht diese App?" so Cook bei MSNBC bereits im März 2018. "Tut sie wirklich das, was sie vorgibt zu tun? Entspricht sie unseren Anforderungen an den Datenschutz?"
Im Juni hatte er dann während einer Veranstaltung von Fortune die Einschätzung von Apple-Führungskräften propagiert, dass detaillierte Nutzerprofile "langfristig signifikanten Schaden anrichten und für zu viele verachtenswerte Dinge missbraucht" werden könnten.
"Nutzer sollten diesen Service nur nutzen, wenn die Daten für sie einen Wert schaffen", so Nadella. "Wenn man sich LinkedIn ansieht, dann geht es um ökonomische Chancen für die Mitglieder. Es geht nicht darum, die Mitgliedsdaten herzunehmen und für etwas anderes zu nutzen."
Apple-Lenker Tim Cook sieht das ähnlich: Bereits in der Vergangenheit hatte sich Cook als Fan der DSVGO geoutet. Während der Build-Konferenz im Mai hatte dagegen der Microsoft-Chef mehrere Denkansätze vorgestellt, wie verschlüsselte Datensätze zwar anonymisiert ausgewertet werden können, die Unternehmen aber keine Chance haben, an die echten Nutzerdaten zu gelangen.
Gebrannte Kinder seit Cambridge Analytica
Offenbar haben beide Unternehmen Datenschutz mehr und mehr als Verkaufsargument für sich entdeckt. Tim Cook hatte vor dem Hintergrund des Facebook-Skandals um Cambridge Analytica unterstrichen, dass Datenschutz höchste Priorität genießt."Wir prüfen bei jeder App im Detail: Was macht diese App?" so Cook bei MSNBC bereits im März 2018. "Tut sie wirklich das, was sie vorgibt zu tun? Entspricht sie unseren Anforderungen an den Datenschutz?"
Im Juni hatte er dann während einer Veranstaltung von Fortune die Einschätzung von Apple-Führungskräften propagiert, dass detaillierte Nutzerprofile "langfristig signifikanten Schaden anrichten und für zu viele verachtenswerte Dinge missbraucht" werden könnten.
Datenschutz als Verkaufsargument
Im Gespräch mit MSNBC unterstrich Tim Cook, dass Apple "auch in Zukunft nicht im Privatleben von Leuten" auftauchen werde. Die Ansammlung riesiger Datenmengen sei "eine Bedrohung der Privatsphäre". Eine interessante Entwicklung. Wenn die großen IT-Konzerne Datenschutz als Alleinstellungsmerkmal im umkämpften Markt erkennen, dann werden in Kürze genau diejenigen den Datenschutz vorantreiben, denen die Datenschützer mit größter Skepsis gegenüberstanden: Die großen IT-Konzerne selbst.
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