US-Vorwürfe: China soll modernste Chipmaschine von ASML besitzen
Der niederländische Chipmaschinenhersteller ASML sieht sich mit neuen Vorwürfen aus der US-Regierung konfrontiert. Dieser sollen Informationen vorliegen, wonach eine besonders fortschrittliche Lithographie-Maschine nach China gelangt sein soll.
Die Ausfuhr dieser Maschinen nach China ist seit Jahren untersagt. Bereits während der ersten Amtszeit Trumps hatten die USA entsprechende Beschränkungen durchgesetzt, um den Zugang Chinas zu modernster Chiptechnologie einzuschränken. Vor diesem Hintergrund sorgen mögliche Hinweise auf eine Umgehung der Exportregeln in Washington für Aufmerksamkeit.
ASML weist jeden Vorwurf, an einem solchen Sanktionsvorstoß beteiligt zu sein, entschieden zurück. Das Unternehmen betont, niemals eine EUV-Maschine nach China geliefert zu haben. Auch spezielle Komponenten oder Module, die ausschließlich für den Betrieb solcher Anlagen bestimmt seien, seien nicht in das Land exportiert worden. Ein Unternehmenssprecher erklärte laut Bloomberg, dass ASML sämtliche geltenden Vorschriften einhalte.
Das Thema kommt zu einem Zeitpunkt auf, an dem ASML wirtschaftlich äußerst erfolgreich ist. Erst Anfang des Monats überschritt der Börsenwert des Konzerns als erstem börsennotierten Unternehmen Europas die Marke von 700 Milliarden Dollar. Anleger setzen weiterhin auf die zentrale Rolle des Unternehmens im weltweiten Halbleitermarkt, der insbesondere durch den Boom rund um Anwendungen der Künstlichen Intelligenz kräftigen Rückenwind erhält.
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Sanktionen womöglich durchbrochen
Dem Bericht zufolge sprach US-Handelsminister Howard Lutnick das Thema in mehreren Treffen mit der Unternehmensführung von ASML an, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Im Mittelpunkt standen EUV-Lithographiesysteme (Extreme Ultraviolet Lithography), die als Schlüsseltechnologie für die Produktion modernster Halbleiter gelten. Mit diesen Anlagen fertigen Auftragshersteller wie Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) Hochleistungsprozessoren für Technologiekonzerne wie Nvidia oder Apple.Die Ausfuhr dieser Maschinen nach China ist seit Jahren untersagt. Bereits während der ersten Amtszeit Trumps hatten die USA entsprechende Beschränkungen durchgesetzt, um den Zugang Chinas zu modernster Chiptechnologie einzuschränken. Vor diesem Hintergrund sorgen mögliche Hinweise auf eine Umgehung der Exportregeln in Washington für Aufmerksamkeit.
ASML weist jeden Vorwurf, an einem solchen Sanktionsvorstoß beteiligt zu sein, entschieden zurück. Das Unternehmen betont, niemals eine EUV-Maschine nach China geliefert zu haben. Auch spezielle Komponenten oder Module, die ausschließlich für den Betrieb solcher Anlagen bestimmt seien, seien nicht in das Land exportiert worden. Ein Unternehmenssprecher erklärte laut Bloomberg, dass ASML sämtliche geltenden Vorschriften einhalte.
Kaum ohne ASML machbar
Nach Angaben des Konzerns spricht zudem die technische Komplexität der Systeme gegen einen unbemerkten Transfer. Die hochmodernen Anlagen werden nur in sehr begrenzter Stückzahl hergestellt, haben die Größe eines Schulbusses und wiegen rund 180 Tonnen. Darüber hinaus benötigen sie eine kontinuierliche Wartung durch speziell geschulte ASML-Mitarbeiter. Es wäre daher unwahrscheinlich, dass eine EUV-Anlage heimlich von einem Kunden nach China transferiert wurde und dort betrieben wird.Das Thema kommt zu einem Zeitpunkt auf, an dem ASML wirtschaftlich äußerst erfolgreich ist. Erst Anfang des Monats überschritt der Börsenwert des Konzerns als erstem börsennotierten Unternehmen Europas die Marke von 700 Milliarden Dollar. Anleger setzen weiterhin auf die zentrale Rolle des Unternehmens im weltweiten Halbleitermarkt, der insbesondere durch den Boom rund um Anwendungen der Künstlichen Intelligenz kräftigen Rückenwind erhält.
Zusammenfassung
- US-Regierung wirft ASML Lieferung von Chipmaschinen an China vor
- ASML weist die Vorwürfe zur illegalen Lieferung energisch zurück
- EUV-Anlagen sind für den Bau modernster Halbleiter essenziell wichtig
- ASML betont die enorme technische Komplexität der 180 Tonnen Anlage
- Streng geheime Wartungsarbeiten machen heimliche Nutzung unmöglich
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