Ryzen-CPUs: AMD killt RAM-Verschlüsselung - und rudert jetzt zurück
AMD hatte die Speicherverschlüsselung TSME bei seinen Consumer-Prozessoren der Ryzen-Serie heimlich per Firmware-Update entfernt. Nach lauter Kritik aus der Nutzerschaft rudert der Hersteller nun zurück und verspricht eine baldige Reaktivierung.
Aufgefallen war die fehlende Verschlüsselung einem Nutzer, der sein System auf Sicherheitslücken überprüfte. TSME schützt den Inhalt des Arbeitsspeichers über einen vom Prozessor generierten Schlüssel. Das System bewahrt Daten so vor den Gefahren sogenannter Cold Boot Attacks. Bei solchen Angriffen versuchen Täter mit physischem Zugang zu einem Gerät, sensible Informationen aus dessen Arbeitsspeicher zu extrahieren.
Der Anwender meldete das Fehlen von TSME auf der Entwicklerplattform GitHub. Ein leitender Entwickler von AMD lehnte dort zunächst eine Stellungnahme ab. Daraufhin entstand der Verdacht, AMD wolle die Funktion künftig exklusiv der Ryzen-Pro-Serie vorbehalten. Dort wird das Feature unter dem Namen Memory Guard vermarktet.
In einer offiziellen Stellungnahme gegenüber Tom's Hardware bestätigte AMD die Entfernung von TSME. Das Unternehmen gab jedoch an, dass die Option mit dem AGESA-Update versehentlich entfernt worden sei. Aufgrund des "wertvollen Feedbacks der Anwender" werde man die Funktion im kommenden Monat daher wieder in die neuen Versionen der Firmware integrieren.
Inwiefern die Deaktivierung tatsächlich unbeabsichtigt war, lässt sich nicht abschließend klären. Der Vorfall zeigt aber, dass öffentlicher Druck bei Hardware-Herstellern zu einer schnellen Reaktion führen kann.
Wie bewertet ihr das Vorgehen von AMD bei der Speicherverschlüsselung? Glaubt ihr an ein Versehen? Teilt eure Einschätzung gerne unten in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
Rückzieher nach Nutzerkritik
AMD wird im Juli 2026 ein Update für seine Prozessoren veröffentlichen, das die Funktion Transparent Secure Memory Encryption (TSME) für reguläre Consumer-CPUs der Ryzen-9000-Serie wiederherstellt. Zuvor hatte das Unternehmen die hardwarebasierte Speicherverschlüsselung mit dem Firmware-Update AGESA 1.2.7.0 auf Mainboards für Endanwender stillschweigend deaktiviert. Die Kehrtwende folgt jetzt auf den öffentlichen Unmut der Community.Aufgefallen war die fehlende Verschlüsselung einem Nutzer, der sein System auf Sicherheitslücken überprüfte. TSME schützt den Inhalt des Arbeitsspeichers über einen vom Prozessor generierten Schlüssel. Das System bewahrt Daten so vor den Gefahren sogenannter Cold Boot Attacks. Bei solchen Angriffen versuchen Täter mit physischem Zugang zu einem Gerät, sensible Informationen aus dessen Arbeitsspeicher zu extrahieren.
Der Anwender meldete das Fehlen von TSME auf der Entwicklerplattform GitHub. Ein leitender Entwickler von AMD lehnte dort zunächst eine Stellungnahme ab. Daraufhin entstand der Verdacht, AMD wolle die Funktion künftig exklusiv der Ryzen-Pro-Serie vorbehalten. Dort wird das Feature unter dem Namen Memory Guard vermarktet.
Technisch kein Problem
Technisch gesehen teilen sich die regulären Prozessoren und die Pro-Modelle das gleiche Chip-Design. Die Voraussetzungen für den Einsatz der Verschlüsselung sind somit physisch auf allen Prozessoren der Zen-Architektur gegeben. Die Verschlüsselung des Arbeitsspeichers erzeugt zwar eine geringe Latenz, die sich minimal auf die Leistung auswirken kann, bietet aber entscheidende Vorteile. Wenn ein Rechner etwa gestohlen wird, bleiben die Daten im Speicher für Diebe unlesbar. Viele Anwender schätzen diese zusätzliche Schutzschicht, da keine spezielle Software oder Anpassungen am Betriebssystem notwendig sind.In einer offiziellen Stellungnahme gegenüber Tom's Hardware bestätigte AMD die Entfernung von TSME. Das Unternehmen gab jedoch an, dass die Option mit dem AGESA-Update versehentlich entfernt worden sei. Aufgrund des "wertvollen Feedbacks der Anwender" werde man die Funktion im kommenden Monat daher wieder in die neuen Versionen der Firmware integrieren.
Inwiefern die Deaktivierung tatsächlich unbeabsichtigt war, lässt sich nicht abschließend klären. Der Vorfall zeigt aber, dass öffentlicher Druck bei Hardware-Herstellern zu einer schnellen Reaktion führen kann.
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Zusammenfassung
- AMD reaktiviert nach Nutzerkritik die RAM-Verschlüsselung für Ryzen-CPUs
- Die Funktion TSME wurde zuvor stillschweigend per Firmware-Update entfernt
- Der Schutz verhindert den Datenzugriff durch sogenannte Cold Boot Attacks
- AMD behauptet nun offiziell, das Feature sei nur versehentlich entfallen
- Ein BIOS Update soll die Speicherverschlüsselung im Juli reaktivieren
Siehe auch:
- Ryzen-Update: AMD streicht Hardware-Schutz für RAM ohne Vorwarnung
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