Waffenfirmen-Eigner geht gegen YouTube-Kunst vor
Eine der Eigentümerinnen des deutschen Rüstungskonzerns Krauss-Maffei Wegmann geht aktuell gegen das YouTube-Video eines Kunst-Projektes vor, dass gegen die Waffenexporte an Diktaturen Stellung bezieht. Das anonym gepostete Clip soll von der Video-Plattform entfernt werden.
Das verlangte zumindest der Anwalt der Krauss-Maffei Wegmann-Miteigentümerin Vera von Braunbehrens laut einem Bericht des Blogs 'Netzpolitik.org' in einer Nachricht an die Account-Inhaber. Auch Rüdiger von Braunbehrens, ein weiterer Anteilsinhaber an dem Rüstungskonzern war zuvor bereits juristisch gegen die Künstlergruppe "Zentrum für Politische Schönheit", die hinter dem Projekt "25.000 Euro" steht, vorgegangen.
"Der Text äußert im Kern, dass unsere Mandantin sich gerne als kinderlieber Gutmensch darstelle und auch einen entsprechenden Beruf ausübe, tatsächlich aber mit Panzerverkäufen Geld verdiene und sich über die Schicksale der Menschen, die u.U. Opfer dieser Panzer werden, kaltblütig hinwegsetze", bemängelt der Anwalt in seinem Schreiben. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Geschäftstätigkeit des Unternehmens mit dem Privatleben seiner Mandantin verknüpft werde.
Das fragliche Kunstprojekt hatte nämlich eine Summe von 25.000 Euro für denjenigen ausgelobt, der entscheidende Hinweise liefern kann, die zu einer strafrechtlichen Verurteilung eines der 38 Krauss-Maffei Wegmann-Eigner führen. Die Aktion entstand aus Protest gegen den Verkauf von 800 Leopard 2-Panzern, die von dem Unternehmen hergestellt werden, nach Saudi Arabien.
Die Kampffahrzeuge wurden so konzipiert, das sie auch besonders gut in Städten eingesetzt werden können. Kritiker befürchten daher, dass das saudiarabische Regime die Panzer zukünftig auch einsetzen wird, um Bürgerrechtsbewegungen im eigenen Land oder auch in befreundeten Staaten - wie es schon geschehen ist - niederzuschlagen.
"Der Text äußert im Kern, dass unsere Mandantin sich gerne als kinderlieber Gutmensch darstelle und auch einen entsprechenden Beruf ausübe, tatsächlich aber mit Panzerverkäufen Geld verdiene und sich über die Schicksale der Menschen, die u.U. Opfer dieser Panzer werden, kaltblütig hinwegsetze", bemängelt der Anwalt in seinem Schreiben. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Geschäftstätigkeit des Unternehmens mit dem Privatleben seiner Mandantin verknüpft werde.
Das fragliche Kunstprojekt hatte nämlich eine Summe von 25.000 Euro für denjenigen ausgelobt, der entscheidende Hinweise liefern kann, die zu einer strafrechtlichen Verurteilung eines der 38 Krauss-Maffei Wegmann-Eigner führen. Die Aktion entstand aus Protest gegen den Verkauf von 800 Leopard 2-Panzern, die von dem Unternehmen hergestellt werden, nach Saudi Arabien.
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