Nach 28 Jahren: Google schmeißt Such-Button von der Startseite - für KI

Seit den späten Neunzigerjahren ist die Startseite der Google-Suche in ihren Grundzügen unverändert. Nun testet der Konzern jedoch eine Anpassung, bei der ein essenzielles UI-Element verschwindet, um Platz für moderne KI-Tools zu machen.
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Mögliches Ende einer Ära

Google setzt bei seiner Suche schon seit einiger Zeit voll auf KI. Wer keine Lust darauf hat, muss zur Konkurrenz gehen. Dass das zu einem gewissen Maße auch geschieht, zeigen die wachsenden Nutzerzahlen bei Alternativen wie DuckDuckGo. Trotzdem ist der Suchmaschinenriese nicht von seinem Kurs abzuringen und testet in diesem Sinne aktuell eine weitere optische Anpassung seiner weltweit bekannten Startseite.

Während das Eingabefeld unangetastet bleibt, weicht die primäre Schaltfläche für das Auslösen der Suche bei einigen Nutzern nun drei Verknüpfungen zu KI-Funktionen zum Generieren von Bildern oder Analysieren von Dateien. Eine herkömmliche Websuche lässt sich in dem aktuell getesteten neuen Design dagegen nur noch über die Eingabetaste auf der Tastatur starten. Das Unternehmen möchte die Anwender damit womöglich direkter an die eigenen generativen Textwerkzeuge und Bildwerkzeuge heranführen.


Die minimalistische Benutzeroberfläche mit dem mittigen Suchfeld und den zwei darunterliegenden Schaltflächen "Google-Suche" und "Auf gut Glück!" existiert in ihren Grundzügen seit dem Start des Dienstes im Jahr 1998. Über die Jahre kamen zwar kleine Anpassungen wie die Integration von Google Doodles hinzu, das Grundgerüst blieb bisher jedoch bestehen.

KI-Tools für unangemeldete Nutzer

Wie Search Engine Watch berichtet, taucht das veränderte Layout vor allem bei Personen auf, die nicht mit einem Nutzerkonto angemeldet sind. Die neuen Schaltflächen heißen auf Englisch "Create image", "Ask about files" und "Brainstorm". Google-Suche: Such-Button weicht KI-FunktionenDer Button 'Google Search' muss neuen KI-Funktionen weichen Ein zusätzlicher Schalter für einen KI-Modus findet sich direkt im Suchfeld. Die Werkzeuge für die Dateianalyse und das Sammeln von Ideen funktionieren laut den Testern auch ohne aktiven Login. Lediglich für die Bildgenerierung verlangt Google zwingend eine Anmeldung. Sobald sich Anwender mit ihrem Konto einloggen, verschwinden die neuen Verknüpfungen allerdings.

Ein Vorteil des neuen Konzepts ist der schnelle Zugriff auf moderne Analysewerkzeuge direkt über die Startseite. Google Gemini und ähnliche hauseigene Dienste erhalten dadurch mehr Sichtbarkeit. Gleichzeitig verliert die Webseite durch das Fehlen der primären Such-Schaltfläche ihre eindeutige visuelle Handlungsaufforderung für die klassische Websuche und entfernt sich damit weiter von ihrer eigentlichen Funktion.

Einführung noch ungewiss

Google führt regelmäßig A-B-Tests durch, um das Verhalten der Nutzer zu analysieren. Dabei erhalten kleine Gruppen unterschiedliche Versionen einer Webseite. Oftmals verwirft das Unternehmen die in solchen lokalen Tests erprobten Änderungen jedoch wieder, wenn die internen Metriken nicht den Erwartungen entsprechen oder Anwender negatives Feedback hinterlassen.

Ob Google das veränderte Design also dauerhaft für alle Nutzer ausrollen wird, ist derzeit noch unklar. Sollte sich das Layout aber durchsetzen, wäre das die größte optische Veränderung der Startseite seit über zwei Jahrzehnten. Es zeigt deutlich, wie wichtig dem Konzern der neue Fokus auf seine künstliche Intelligenz ist.

Wie bewertet ihr den möglichen Wegfall des klassischen Such-Buttons? Teilt eure Gedanken zu Googles neuem KI-Fokus gerne in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Google testet ein neues Design seiner bekannten Startseite mit KI-Buttons
  • Der klassische Such-Button weicht neuen Funktionen für künstliche Intelligenz
  • Die optische Änderung betrifft aktuell vor allem nicht angemeldete Nutzer
  • Eine normale Websuche lässt sich im Test nur noch per Enter-Taste starten
  • Es wäre die größte optische Anpassung der Google-Suche seit über 20 Jahren
  • Ob die Designänderungen dauerhaft für alle Nutzer kommen, ist noch unklar

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