GeForce Now geknackt: Modder umgeht Interface, erhält System-Zugriff
Einem Modder ist es gelungen, die strengen Beschränkungen von Nvidias Cloud-Gaming-Dienst Geforce Now zu umgehen. Statt nur Spiele zu streamen, erhielt er Zugriff auf den vollwertigen zugrundeliegenden Windows-Desktop.
Der Ausbruch erfordert jedoch zwingend ein kostenpflichtiges Abonnement und nutzt das Sandbox-Spiel Trove als Einstiegspunkt. Über den integrierten Webbrowser von Steam navigieren Anwender direkt in das Dateisystem. Dort tauschen sie die ausführbare Datei des Spiels gegen das Open-Source-Werkzeug SalsaNOW aus. Das dient als 'Türöffner'.
Startet man nun den Titel, öffnet sich der entsperrte Desktop. Wie Modder Zortos auf X demonstriert, lassen sich in der Umgebung beliebige Programme ausführen. Er installierte etwa Entwicklungswerkzeuge und die Software Wallpaper Engine für animierte Bildschirmhintergründe. Das System reagiert dabei wie ein lokaler Rechner.
Auch testete der Modder erfolgreich die Ausführung von lokalen KI-Modellen wie Gemma über die Software LM Studio. In der höchsten Abonnementstufe von GeForce Now greifen Nutzer auf eine professionelle Grafikkarte vom Typ RTX Pro 6000D mit 48 Gigabyte Videospeicher zurück. Eine solche Beschleunigerkarte kostet im Handel etliche tausend Euro. Für einige Anwendungsfälle wäre das deutlich günstigere GeForce-Now-Abo also eine attraktive Alternative.
Bisher hat Nvidia noch nicht mit einem technischen Update auf die Lücke reagiert. Auch eine offizielle Stellungnahme steht momentan noch aus. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis die Lücke vollständig geschlossen wird. Die Nutzung erfolgt komplett auf eigene Gefahr.
Würdet ihr euren Cloud-Gaming-Account für solche Experimente riskieren oder überwiegt die Angst vor einer Sperre? Teilt eure Gedanken gerne unten in den Kommentaren mit uns!
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Vollwertiger PC aus der Cloud
Ende 2025 hatte Nvidia das Spiele-Streaming über GeForce Now zum Ärger der Nutzer auf 100 Stunden im Monat beschränkt. Immerhin startete zu Jahresbeginn ein nativer Client für Linux und eine App für FireTV. Jetzt hat ein Modder zudem einen Weg gefunden, noch mehr aus seinem Abo herauszuholen. So hat er eine Methode entdeckt, um Nvidias Cloud-Gaming-Plattform umzufunktionieren. Anstatt lediglich unterstützte Spiele auszuführen, drang er bis zur Windows-Oberfläche des Dienstes vor. Dadurch lässt sich das System wie ein gewöhnlicher Desktop-PC nutzen.Der Ausbruch erfordert jedoch zwingend ein kostenpflichtiges Abonnement und nutzt das Sandbox-Spiel Trove als Einstiegspunkt. Über den integrierten Webbrowser von Steam navigieren Anwender direkt in das Dateisystem. Dort tauschen sie die ausführbare Datei des Spiels gegen das Open-Source-Werkzeug SalsaNOW aus. Das dient als 'Türöffner'.
Startet man nun den Titel, öffnet sich der entsperrte Desktop. Wie Modder Zortos auf X demonstriert, lassen sich in der Umgebung beliebige Programme ausführen. Er installierte etwa Entwicklungswerkzeuge und die Software Wallpaper Engine für animierte Bildschirmhintergründe. Das System reagiert dabei wie ein lokaler Rechner.
Auch testete der Modder erfolgreich die Ausführung von lokalen KI-Modellen wie Gemma über die Software LM Studio. In der höchsten Abonnementstufe von GeForce Now greifen Nutzer auf eine professionelle Grafikkarte vom Typ RTX Pro 6000D mit 48 Gigabyte Videospeicher zurück. Eine solche Beschleunigerkarte kostet im Handel etliche tausend Euro. Für einige Anwendungsfälle wäre das deutlich günstigere GeForce-Now-Abo also eine attraktive Alternative.
Drohende Sperre und Einschränkungen
Die Zweckentfremdung bringt allerdings klare Nachteile mit sich. Nvidias Nutzungsbedingungen untersagen das Verlassen der vorgesehenen Spielumgebung strengstens. Ein Verstoß wie der von Zortos kann im schlimmsten Fall zu einer dauerhaften Kontosperrung führen. Zudem müssen Anwender mit folgenden technischen Einschränkungen rechnen:- Der Ausbruch funktioniert nicht mit der kostenlosen Basisversion des Dienstes.
- Dateidownloads über den Webbrowser werden serverseitig stark blockiert.
- Das Schließen des Windows-Explorers beendet die aktive Sitzung sofort.
- Die regulären Zeitlimits für Spielsitzungen bleiben weiterhin vollständig bestehen.
Bisher hat Nvidia noch nicht mit einem technischen Update auf die Lücke reagiert. Auch eine offizielle Stellungnahme steht momentan noch aus. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis die Lücke vollständig geschlossen wird. Die Nutzung erfolgt komplett auf eigene Gefahr.
Würdet ihr euren Cloud-Gaming-Account für solche Experimente riskieren oder überwiegt die Angst vor einer Sperre? Teilt eure Gedanken gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Ein Modder hat GeForce Now zu einem vollwertigen Windows-PC umfunktioniert
- Für den Exploit nutzte er ein Bezahl-Abo und das Sandbox-Spiel Trove
- Über das Open-Source-Werkzeug SalsaNOW wird der Desktop gestartet
- Nutzer erhalten so Zugriff auf teure RTX Pro 6000D Profi-Grafikkarten
- Über den Desktop lassen sich auch lokale KI-Modelle ausführen
- Die Zweckentfremdung verstößt gegen die Nutzungsbedingungen von Nvidia
Siehe auch:
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