Dobby-Grab: Harry-Potter-Fans verhindern Standort von Untersee-Kabel
Das Greenlink-Projekt sollte als modernes Hochspannungskabel hunderttausende Haushalte mit grünem Strom versorgen. Doch die Planer machten die Rechnung ohne treue Harry-Potter-Fans, die vehement um das fiktive Grab der Figur Dobby kämpften.
Seit dem Kinostart pilgern zahlreiche Anhänger der bekannten Buchreihe und Filmreihe an den walisischen Strand, um bemalte Steine und Socken an dem fiktiven Grab abzulegen. Das im Jahr 2025 in Betrieb genommene Kabel, das heute rund 380.000 Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt, drohte genau das Denkmal zu zerstören. Die Planer sahen sich daher gezwungen, auf die emotionalen Reaktionen der Öffentlichkeit zu reagieren und eine Lösung zu finden, wie Projektmanager Simon Ludlam nun in einem Podcast verriet.
Ludlam selbst kannte die Filmfigur nicht und reagierte anfangs mit Unverständnis auf die große Aufregung um einen rein fiktiven Charakter. Seine Kollegen wiesen ihn jedoch schnell darauf hin, dass die eingehenden Beschwerden der Fans sehr ernst zu nehmen seien. Um einen großen öffentlichen Konflikt zu vermeiden, erarbeiteten die Verantwortlichen zusammen mit den Planern schließlich eine alternative Route, die das betroffene Areal am Strand nun weiträumig umgeht.
Der Naturschutzverband National Trust duldet das inoffizielle Grabmal an der Küste zwar bereits seit dem Jahr 2022, weist aber immer wieder auf die deutlichen ökologischen Nachteile hin. Die von den Besuchern massenhaft abgelegten Socken und bemalten Steine belasten das empfindliche Ökosystem des Strandes.
Ein fiktives Grab ändert reale Baupläne - was meint ihr dazu? Findet ihr den Einsatz der Fans gerechtfertigt oder geht das zu weit? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns!
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Stromkabel für Dobby verlegt
Ein 502 Millionen Euro teures Infrastrukturprojekt zwischen Wales und Irland musste umgeplant werden, nachdem hunderte Filmfans gegen die ursprüngliche Trassenführung protestiert hatten. Das sogenannte Greenlink-Projekt, ein 190 Kilometer langes Hochspannungskabel, sollte direkt durch eine inoffizielle Gedenkstätte am Strand von Freshwater West in Pembrokeshire (einer beliebten Location für Dreharbeiten) verlaufen. Das "Problem": Dort wurde die Todesszene der Figur Dobby für den Film Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 gedreht.Seit dem Kinostart pilgern zahlreiche Anhänger der bekannten Buchreihe und Filmreihe an den walisischen Strand, um bemalte Steine und Socken an dem fiktiven Grab abzulegen. Das im Jahr 2025 in Betrieb genommene Kabel, das heute rund 380.000 Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt, drohte genau das Denkmal zu zerstören. Die Planer sahen sich daher gezwungen, auf die emotionalen Reaktionen der Öffentlichkeit zu reagieren und eine Lösung zu finden, wie Projektmanager Simon Ludlam nun in einem Podcast verriet.
Proteste nach Fernsehbericht
Wie The Independent berichtet, eskalierte die Situation nach einem lokalen Fernsehbericht. Ludlam, der damalige Projektleiter bei Etchea Energy, hatte in einem Interview den genauen Verlauf der geplanten unterirdischen Leitungen im Detail gezeigt. Daraufhin erreichten das Bauunternehmen unzählige Anrufe und Nachrichten von besorgten Bürgern, die eine endgültige Zerstörung der beliebten Gedenkstätte am Strand befürchteten.Ludlam selbst kannte die Filmfigur nicht und reagierte anfangs mit Unverständnis auf die große Aufregung um einen rein fiktiven Charakter. Seine Kollegen wiesen ihn jedoch schnell darauf hin, dass die eingehenden Beschwerden der Fans sehr ernst zu nehmen seien. Um einen großen öffentlichen Konflikt zu vermeiden, erarbeiteten die Verantwortlichen zusammen mit den Planern schließlich eine alternative Route, die das betroffene Areal am Strand nun weiträumig umgeht.
Bronzezeit statt Filmkulisse
Die notwendige Umplanung brachte einen unerwarteten Nebeneffekt für das Stromkabelprojekt mit sich. Während das fiktive Grab unberührt blieb, führte die geänderte Trasse das Hochspannungskabel in die unmittelbare Nähe von realen menschlichen Überresten aus der Bronzezeit. Solche wichtigen archäologischen Funde erfordern bei großen Bauprojekten oft eine besondere Vorsicht, auch wenn sie in dem speziellen Fall im Schatten der großen medialen Aufmerksamkeit standen.Der Naturschutzverband National Trust duldet das inoffizielle Grabmal an der Küste zwar bereits seit dem Jahr 2022, weist aber immer wieder auf die deutlichen ökologischen Nachteile hin. Die von den Besuchern massenhaft abgelegten Socken und bemalten Steine belasten das empfindliche Ökosystem des Strandes.
Ein fiktives Grab ändert reale Baupläne - was meint ihr dazu? Findet ihr den Einsatz der Fans gerechtfertigt oder geht das zu weit? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
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- Hogwarts Legacy 2 und DLCs: Neue Harry-Potter-Spiele sind in Arbeit
- OpenAI versteckt, dass man seine KI mit Harry Potter und Co. trainiert
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