DoS-Angriff: Wikileaks weicht in Amazons Cloud aus

Internet & Webdienste Seitdem am Wochenende klar wurde, dass die Whistleblower-Plattform Wikileaks neue Dokumente der US-Regierung veröffentlichen wird, steht die Webseite massiv unter Beschuss. Eine DDoS-Attacke sorgt dafür, dass die Seite mehrfach nicht oder nur schwer erreichbar war. Die Techniker bekamen das Problem allerdings wieder in den Griff. Obwohl die Betreiber der Plattform gerade vermeldeten, dass Angreifer die Server mit inzwischen mit 10 Gigabit pro Sekunde fluten, lässt sich auf die Plattform zugreifen.

Trotz der hohen Last lief die heutige zweite Welle weitgehend ins Leere. Dies ist der Cloud-Infrastruktur von Amazon zu verdanken, in die die Webseite inzwischen verlegt wurde. Der Online-Händler verfügt über ausreichend hohe Kapazitäten in seinen Datenzentren, um eine solche Last zu bewältigen.

Die Angriffe am Wochenende wurden offenbar von einem Hacker namens Jester gefahren, der bereits mehrfach mit Aktionen aufgefallen ist, die seiner Ansicht nach wohl im Sinne der US-Regierung sind. So attackierte er unter anderem verschiedene radikalislamische Webseiten.

Den Angriff auf Wikileaks begründet er in einem Tweet mit dem Vorwurf, die Betreiber der Plattform würden versuchen, das Leben von US-Soldaten in Gefahr zu bringen und die Auslandsbeziehungen des Landes zu sabotieren. Ob er auch hinter der heutigen DDoS-Welle steckt, ist noch unklar.
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