Oscal PV800 Pro: Günstiger, heller Beamer mit Kompromissen im Test
Beim Oscal PV800 Pro handelt es sich um einen Full-HD-Projektor. Auch wenn die Amazon-Produktseite von einem "4K Smart Beamer" spricht, löst das Bild des Projektors nicht in besagter Auflösung auf. 4K bezieht sich in diesem Fall lediglich auf das 4K-Encoding. Die Helligkeit gibt der Hersteller mit 1400 ANSI-Lumen an. Oscal geht beim Betriebssystem des PV800 Pro einen eher altmodischen Weg: Das System ist in zwei Ebenen unterteilt. Es gibt einmal die Beamer-Software, die u. a. die Keystone-Korrektur steuert. Die zweite Ebene ist das Android-TV-System.
Die Artikelseite spricht von Google TV als Betriebssystem. Auf dem PV800 Pro, dem dieser Test zugrunde liegt, läuft allerdings Android TV. Ein weiteres Update wird vom System nicht angeboten. Wenn auf aktuell verkauften PV800-Pro-Geräten wirklich Google TV läuft, hat man den TV-Stick im Inneren ausgetauscht, ohne den Projektor umzubenennen. Viele Geräte, die einen kleinen Refresh erhalten, werden mit "2026 Edition" gekennzeichnet. Das ist hier nicht der Fall. Der letzte Security-Patch auf dem Testgerät stammt aus dem August 2024 und feiert in diesem Jahr seinen zweijährigen Geburtstag.
Der Projektor bietet einige Einstellungen, u. a. für das Farbprofil. Diese sind theoretisch auch wichtig: Denn bereits beim ersten Update der Apps fällt auf, dass die Farben der App-Icons vergleichsweise flach ausfallen. Leider bringt das Wechseln der Filmmodi kaum Besserung. Der fahle Look überträgt sich auch von den App-Icons in die Apps selbst. Das Netflix-Logo wirkt beim ersten Start wie ein Schatten seiner selbst. Immerhin: Netflix selbst läuft, wie von Oscal auf der Artikelseite versprochen, ohne Probleme. Im System ist die entsprechende Netflix-Zertifizierung auch noch einmal hinterlegt.
Der PV800 Pro ist in vielerlei Hinsicht von einer gewissen Dualität geplagt: Zum einen wirkt die Unterteilung der Systeme wie ein Relikt aus einer anderen Zeit, zum anderen kombiniert Oscal ein zwar flaches, aber helles Bild mit einem unnötig lauten Lüfter. Zwar ist dieser mit dem Firmware-Upgrade etwas leiser geworden, im Alltag dürfte er dennoch vielen zu laut sein. Ein weiteres Ungleichgewicht entsteht, wenn man das scharfe Bild und den flachen Ton des 8-Watt-Speakers betrachtet.
Obwohl "nur" Android TV auf Basis von Android 11 mit an Bord ist, kann das beliebte Rennspiel "Asphalt 8" aus dem Play Store heruntergeladen werden. Viele andere Projektoren, die ebenso auf Android TV basieren, sind derweil nicht mehr mit dem Rennspiel kompatibel. Und obwohl beim Oscal PV800 Pro alles anders zu sein schien, ist dies auch hier der Fall: Das Spiel kann nicht vollständig installiert werden, denn es ist schlicht zu wenig Speicherplatz auf dem Gerät vorhanden. Wohlgemerkt: Unser Kollege Timm Mohn hat Asphalt als zweite App nach Kodi installiert. Das heißt, von Nutzerseite war gar nicht so viel an Daten auf dem Beamer vorhanden. Die Artikelseite gibt Aufschluss über das Problem: Android TV stehen nur 8 GB Speicherplatz zur Verfügung, was im Jahr 2026 viel zu wenig ist. Ähnlich sieht es auch beim RAM aus: Mit 1 GB ist dieser zu knapp bemessen.
Die Vorderseite beherbergt die Sensoren für den Autofokus und die Auto-Keystone-Korrektur. Leider wird im Alltagstest klar, dass die Funktion eher unzureichend arbeitet. In den meisten Fällen ist man schneller, wenn man das Bild selbst einstellt. Die Fernbedienung verfügt über eine Autofokus- und Keystone-Taste, die zunächst nur wie eine Fokustaste wirkt. Betätigt man diese, wird vom Beamer versucht, das komplette Bild auszurichten. Leider gelingt dies oft nicht. Hat man das Bild bereits eingerichtet und möchte nur noch einmal den Fokus überarbeiten, muss man lediglich die F-Tasten auf der Fernbedienung betätigen. Über diese wird der Fokus manuell nachgestellt. Während die Keystone-Korrektur zu Recht bemängelt wird, arbeitet der Fokus sehr gut.
Das Angebot des Oscal PV800 Pro klingt erst einmal gut: 1.400 ANSI-Lumen, Android TV und Netflix in einem Paket. Da der Beamer Widevine Level 1 besitzt und DRM-zertifiziert ist, muss man auch nicht um Netflix bangen: Der Dienst wird, solange Android TV unterstützt wird, ohne Probleme funktionieren. Der Google Play Store ermöglicht auch Spiele-Streaming mit GeForce Now. Letzteres läuft ebenfalls, ohne dass sich durch die Hardware-Einschränkungen größere Probleme einstellen. Oscal gibt sich ehrlich und beziffert die Lautstärke des Beamers auf 35 dB. Das sind im Schnitt 10 dB mehr als bei den meisten anderen Projektoren. Während das Lüftergeräusch auf dem Balkon kaum ins Gewicht fällt, ist es in den eigenen vier Wänden einen Tick zu laut hörbar. Der Lüfter ist weit entfernt von der Geräuschkatastrophe, die der XGIMI Vibe One auf höchster Helligkeit darstellt, aber eben auch nicht so leise wie manch anderer Projektor im 200-Euro-Preissegment.
Der PV800 Pro steckt folglich voller Kompromisse, die man bereit sein muss einzugehen. Auf der Habenseite sticht am stärksten die Helligkeit hervor, die gegenüber der Konkurrenz deutlich höher ausfällt. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob die Kompromisse für einen aktuellen Angebotspreis von 261,95 Euro tragbar sind oder eben nicht.
Mehr von Timm: Nerdbench auf YouTube
Die Artikelseite spricht von Google TV als Betriebssystem. Auf dem PV800 Pro, dem dieser Test zugrunde liegt, läuft allerdings Android TV. Ein weiteres Update wird vom System nicht angeboten. Wenn auf aktuell verkauften PV800-Pro-Geräten wirklich Google TV läuft, hat man den TV-Stick im Inneren ausgetauscht, ohne den Projektor umzubenennen. Viele Geräte, die einen kleinen Refresh erhalten, werden mit "2026 Edition" gekennzeichnet. Das ist hier nicht der Fall. Der letzte Security-Patch auf dem Testgerät stammt aus dem August 2024 und feiert in diesem Jahr seinen zweijährigen Geburtstag.
Der Projektor bietet einige Einstellungen, u. a. für das Farbprofil. Diese sind theoretisch auch wichtig: Denn bereits beim ersten Update der Apps fällt auf, dass die Farben der App-Icons vergleichsweise flach ausfallen. Leider bringt das Wechseln der Filmmodi kaum Besserung. Der fahle Look überträgt sich auch von den App-Icons in die Apps selbst. Das Netflix-Logo wirkt beim ersten Start wie ein Schatten seiner selbst. Immerhin: Netflix selbst läuft, wie von Oscal auf der Artikelseite versprochen, ohne Probleme. Im System ist die entsprechende Netflix-Zertifizierung auch noch einmal hinterlegt.
Der PV800 Pro ist in vielerlei Hinsicht von einer gewissen Dualität geplagt: Zum einen wirkt die Unterteilung der Systeme wie ein Relikt aus einer anderen Zeit, zum anderen kombiniert Oscal ein zwar flaches, aber helles Bild mit einem unnötig lauten Lüfter. Zwar ist dieser mit dem Firmware-Upgrade etwas leiser geworden, im Alltag dürfte er dennoch vielen zu laut sein. Ein weiteres Ungleichgewicht entsteht, wenn man das scharfe Bild und den flachen Ton des 8-Watt-Speakers betrachtet.
Obwohl "nur" Android TV auf Basis von Android 11 mit an Bord ist, kann das beliebte Rennspiel "Asphalt 8" aus dem Play Store heruntergeladen werden. Viele andere Projektoren, die ebenso auf Android TV basieren, sind derweil nicht mehr mit dem Rennspiel kompatibel. Und obwohl beim Oscal PV800 Pro alles anders zu sein schien, ist dies auch hier der Fall: Das Spiel kann nicht vollständig installiert werden, denn es ist schlicht zu wenig Speicherplatz auf dem Gerät vorhanden. Wohlgemerkt: Unser Kollege Timm Mohn hat Asphalt als zweite App nach Kodi installiert. Das heißt, von Nutzerseite war gar nicht so viel an Daten auf dem Beamer vorhanden. Die Artikelseite gibt Aufschluss über das Problem: Android TV stehen nur 8 GB Speicherplatz zur Verfügung, was im Jahr 2026 viel zu wenig ist. Ähnlich sieht es auch beim RAM aus: Mit 1 GB ist dieser zu knapp bemessen.
Kaum Speicher
Es ist durchaus tragisch, dass Oscal einen Beamer, der mit derzeit 261,95 Euro durchaus günstig ist, durch einen falsch angesetzten Rotstift unnötig kaputtmacht. Denn für sich und die Preisklasse gesehen sind Bildqualität und Schärfe erst einmal okay. Mit 1.400 ANSI-Lumen ist der Projektor ähnlich hell wie ein XGIMI Horizon Pro aus 2022. Gleichzeitig bietet selbst jener mehr Speicherplatz auf dem Gerät als der PV800 Pro. Während die Bildschärfe beim PV800 Pro mit der Konkurrenz mithalten kann, sieht es bei der Farbgebung leider anders aus: Die Farben wirken, wie bereits angemerkt, flach und weit entfernt von dem, was etwa ein JMGO Picoplay oder Picoflix bietet.Die Vorderseite beherbergt die Sensoren für den Autofokus und die Auto-Keystone-Korrektur. Leider wird im Alltagstest klar, dass die Funktion eher unzureichend arbeitet. In den meisten Fällen ist man schneller, wenn man das Bild selbst einstellt. Die Fernbedienung verfügt über eine Autofokus- und Keystone-Taste, die zunächst nur wie eine Fokustaste wirkt. Betätigt man diese, wird vom Beamer versucht, das komplette Bild auszurichten. Leider gelingt dies oft nicht. Hat man das Bild bereits eingerichtet und möchte nur noch einmal den Fokus überarbeiten, muss man lediglich die F-Tasten auf der Fernbedienung betätigen. Über diese wird der Fokus manuell nachgestellt. Während die Keystone-Korrektur zu Recht bemängelt wird, arbeitet der Fokus sehr gut.
Das Angebot des Oscal PV800 Pro klingt erst einmal gut: 1.400 ANSI-Lumen, Android TV und Netflix in einem Paket. Da der Beamer Widevine Level 1 besitzt und DRM-zertifiziert ist, muss man auch nicht um Netflix bangen: Der Dienst wird, solange Android TV unterstützt wird, ohne Probleme funktionieren. Der Google Play Store ermöglicht auch Spiele-Streaming mit GeForce Now. Letzteres läuft ebenfalls, ohne dass sich durch die Hardware-Einschränkungen größere Probleme einstellen. Oscal gibt sich ehrlich und beziffert die Lautstärke des Beamers auf 35 dB. Das sind im Schnitt 10 dB mehr als bei den meisten anderen Projektoren. Während das Lüftergeräusch auf dem Balkon kaum ins Gewicht fällt, ist es in den eigenen vier Wänden einen Tick zu laut hörbar. Der Lüfter ist weit entfernt von der Geräuschkatastrophe, die der XGIMI Vibe One auf höchster Helligkeit darstellt, aber eben auch nicht so leise wie manch anderer Projektor im 200-Euro-Preissegment.
Der PV800 Pro steckt folglich voller Kompromisse, die man bereit sein muss einzugehen. Auf der Habenseite sticht am stärksten die Helligkeit hervor, die gegenüber der Konkurrenz deutlich höher ausfällt. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob die Kompromisse für einen aktuellen Angebotspreis von 261,95 Euro tragbar sind oder eben nicht.
Mehr von Timm: Nerdbench auf YouTube
Verwandte Videos
- Wanbo Togo Pro: Gimbal-Beamer für Urlaub und Co. im Test
- Etoe Seal Pro: Günstiger Beamer mit einigen Stärken im Test
- Ultimea Poseidon E100: Solider Full-HD-LED-Beamer im Test
- Dangbei DBOX02 Pro: Gimbal-Projektor mit hoher Leuchtstärke im Test
- Ninkear S14: Leichtes 14-Zoll-Notebook mit AMD Ryzen im Test
Verwandte Tags











