Ninkear A16 Pro: Großes Notebook mit großer Nachfrage im Test

Beim Ninkear A16 Pro handelt es sich um ein 16-Zoll-Notebook mit AMD Ryzen 7 8745HS. Das Notebook ist nicht taufrisch auf dem Markt, was zu seinen Gunsten ausfällt: Der Hersteller verbaut 32 GB RAM und eine 2 TB SSD. Im Vergleich zur aktuellen PC-Landschaft ist das angesichts des Preises von ursprünglich 899 Euro schon allein eine Rechtfertigung für das Gerät.

Das Ninkear A16 Pro verfügt über eine geräumige Tastatur. Leider setzt Ninkear auf eine QWERTY-Tastatur. Das macht Tippen etwas schwieriger, vor allem, wenn es um Sonderzeichen geht. Es liegen allerdings Tastaturaufkleber bei, mit denen man das Layout an das deutsche Format anpassen kann. Ninkear nutzt den Platz, den ein 16-Zoll-Notebook bietet, gut aus und verbaut ein Numpad. Ein solches sucht man bspw. beim MacBook vergebens. Außerdem wurde ein großes Touchpad mit Fingerabdrucksensor verbaut.

Während der Windows-11-Pro-Einrichtung kann der Fingerabdrucksensor eingerichtet werden. Der Fingerabdrucksensor kann unter anderem verwendet werden, um Passwörter freizugeben und sich in Windows einzuloggen. In der Praxis funktioniert das sehr gut. Beim A16 Pro wird der Fingerabdrucksensor noch vor dem Wi-Fi eingerichtet. Manche PC-Hersteller wählen diesen Weg, um den Käufern ein schnelles Setup zu ermöglichen. Mangels WLAN beim ersten Setup spielt Windows während der Installation keine Updates ein. Zur Auslieferung ist Windows 24H2 auf dem A16 Pro installiert. Sobald man sich mit dem Internet verbindet, werden neue Updates gefunden und installiert.
Ninkear A16 Pro Ninkear A16 Pro Ninkear A16 Pro
Ninkear verbaut eine 1-TB-SSD der Marke AirDisk. Die eher unbekannte SSD liest Daten mit 4950,45 Megabyte pro Sekunde. Neue Daten werden mit 4.281,14 Megabyte pro Sekunde geschrieben. Im Storage-Benchmark von 3DMark reicht die Performance für 1844 Punkte. Die SSD dürfte einer der Punkte sein, deren Upgrade sich positiv auf die Performance auswirken dürfte. Platzmäßig können SSDs mit bis zu 4 TB untergebracht werden, wenn die SSD single-sided ist.

Das A16 Pro verfügt über einen AMD Ryzen 7 8745HS. Das Notebook war auch schon einmal mit AMD Ryzen 7 8845HS verfügbar, der einen leicht höheren Boost-Takt bietet. Im Grunde sind sich aber beide Prozessoren sehr ähnlich. In der Praxis dürfte der Unterschied kaum bis gar nicht ins Gewicht fallen. Im PCMark Benchmark Extended erreicht das A16 Pro 7228 Punkte. Die reguläre Benchmark legt etwas weniger Wert auf den Gaming-Aspekt, weswegen das A16 Pro hier mehr Punkte erzielt. Insgesamt reicht es für 7952 Punkte.

Nichts für Gamer

Dass das A16 Pro kein High-End-Gaming-Notebook ist, merkt man am Preis, der verwendeten GPU und dem Ergebnis in der Speed-Way-Benchmark. Das Notebook schafft es, gerade einmal 3,97 FPS zu erreichen. Als GPU kommt AMD Radeon 780M zum Einsatz. Die mobile Grafikkarte reicht für kleinere Indie-Games oder aktuellere Spiele mit reduzierter Detailstufe und in Full-HD. Wer mit mehr Details spielen möchte, sollte sich ein leistungsstärkeres Notebook zulegen oder Cloud-Gaming ausprobieren. GeForce Now läuft ohne Probleme auf dem A16 Pro. Der Spiele-Streaming-Dienst entlastet die interne GPU und legt den Fokus auf die Wi-Fi-Verbindung. Erfreulicherweise ist diese beim Ninkear-Notebook sehr stabil.

Der AMD Ryzen 7 8745HS stammt aus dem Jahr 2024 und ist folglich zwei Jahre alt. Der Achtkern-Prozessor taktet mit bis zu 4,9 GHz. In den 3DMark-Benchmarks erzielt die Prozessor- und GPU-Kombination meist Werte direkt im Durchschnitt oder kurz davor. Es ist durchaus denkbar, dass ein SSD-Upgrade die Performance durch die Bank näher an den Bestwert bringen könnte. Beide Statistikwerte orientieren sich an Computern mit ähnlicher Ausstattung. Der Ausgang aller Benchmarks ist immer auch etwas abhängig von den Einstellungen am PC. Im vorliegenden Fall wurde bspw. in Windows "Beste Leistung" aktiviert.

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Derzeit ist das Notebook ausverkauft. Es ist realistisch, dass das Gerät zurückkommt. Genauso realistisch ist es, dass man auf einen RAM-Riegel verzichten wird. Ähnlich wie bei allen Geräten, die von Shrinkflation betroffen sind, dürfte der Preis ähnlich ausfallen oder etwas höher werden. Ob das A16 Pro eine Empfehlung bleibt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Aktuell führt der Hersteller noch ein weiteres 16-Zoll-Notebook: das Ninkear N16 Pro. Dabei handelt es sich vergleichsweise aber um die schlechtere Wahl, was das Preis-Leistungs-Verhältnis anbelangt.

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